Don't dream it, be it!

Hutt River Province, Kalbarri Nationalpark und die Peron Halbinsel (Shark-Bay):

Die Landmasse Australien besteht streng genommen, vor allem in den Augen eines Mannes aus zwei Staaten, zum Einen aus dem Commonwealth of Australia und zum Anderen aus der Hutt River Province.

Prinz Leonard zu Hutt, welcher sich durch eine Gesetzeslücke im damaligen australischen Recht dazu entschied aus dem Commonwealth auszutreten und sein eigenes Land zu gründen, ist voll und ganz davon überzeugt. Der selbsternannte Monarch gründete in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts sein eigenes kleines Land mitten auf dem Kontinent und fing an dieses entsprechend zu vermarkten. Er entwarf eine eigenen Flagge, eigenes Geld, eigene Briefmarken, usw.. Gegen ein gewisses Entgelt kann man sich in Hutt River (so der Name der Province) seinen Reisepass mit Ein- und Ausreisestempel in das/aus dem Land versehen lassen :).

Unser Aufenthalt in den Fürstentum währte zwar nur kurz, aber lang genug uns diese Kuriosität anzuschaun und uns unsere Stempel abzuholen ;).

Danach fuhren wir weiter in den Kalbarri Nationalpark, welcher einer der schönsten des Westens ist. Geprägt einerseits von den grandiosen Küstenlandschaften und andererseits von den Schluchten, welche der Murchison River über die Jahrtausende in das Gestein gefressen hat. Besonderer Höhepunkt stellt für die Meisten der Besuch des „Natural Window“ dar. Ein durch Erosion entstandenes Fenster im Sandstein. Unser Höhepunkt auf der Reise durch den Nationalpark stellte eher die Begegnung mit einem der selteneren Vertretern der Reptilienwelt dar. So konnten wir beide zum ersten Mal in unserem Leben einen Dornenteufel aus nächster Nähe und in Natur betrachten, ehe wir ihm sanft über die Straße halfen und dann glücklich weiterfuhren. Ein wirklich interessantes und in meinen Augen sehr schönes Tier.

Der nächste Stop unserer Reise war vor Allem für Kati ein Höhepunkt des bisherigen Australienaufenthaltes. So führte uns der Weg zur Peron Halbinsel und der bekannten Shark-Bay, wo es nicht nur vor Haien, sondern auch vor Delphinen wimmelt. In den 70iger Jahren fingen Fischer an, hier die Delphine zu füttern und setzten das Spiel immer weiter fort. Irgendwann gewöhnten diese sich daran und fanden sich regelmäßig am Ufer von Monkey Mia ein. Das Ganze setzt sich bis zum heutigen Tag fort. Über Generationen kommen die Tiere allmorgendlich zur Fütterung und längst ist das Ganze zu einem Touristenspektakel geworden. So stehen diese in Scharren am Morgen am Ufer und warten auf das Kommen der Tiere. So auch wir :).

Bei der zweiten Fütterung (es gibt manche Tage 2 und manche sogar 3) wurde mit etwas Hilfe Kati sogar ausgewählt dem Delphin einen Fisch zu füttern. Ein schönes und in dieser Form sicher unvergessliches Ereignis. Man darf bei alldem nicht vergessen, dass die Tiere wild sind und freiwillig jeden Morgen zum Ufer kommen.

Am Pier sahen wir außerdem, vor allem zu meiner besonderen Freude, auch noch Wasserschildkröten nah an der Wasseroberfläche und konnten diese schön beobachten.

Nach diesem Ausflug in die Wasserwelt reisten wir weiter in den nahegelegenen Francois Peron Nationalpark, welcher aufgrund des tiefen Sandes nur mit dem Allradfahrzeug befahren werden darf. Dementsprechend ging es dort mal etwas ruhiger zu und wir konnten nach einem entspannenden Nachmittag an der Big Lagoon den nächsten Tag an der Nordküste des Kaps verbringen und auch dort wieder die Wasserwelt beobachten. Dabei sahen wir neben vielen großen Fischen auch unsere ersten Haie (Riffhaie). Kurz danach fuhren wir an eine schöne nahe gelegene Bucht, um unerschrocken zu schnorcheln.

Der Strand im Nationalpark und die Küste waren wirklich schön und durch den roten Sand auch toll anzuschaun.

Alles in Allem war es eine schöne Etappe unserer Reise und barg für beide von uns ein Highlight.
Hier ein paar Fotos:

2 Antworten

  1. Hallo, ich bin es wieder. Also ich muss schon sagen das ist ein perfekter Beitrag wieder.
    Sehr schön wie Du uns das alles so beschreibst und wir uns da richtig hinein denken können, einfach klasse.
    Die Fotos sind natürlich erste Sahne. Tolle Aufnahmen. Ich glaube die Delphine lassen sich auch gern fotografieren.
    Werde noch ein paar Bilder kommentieren. Hatte nicht viel Zeit, Du weist ja warum.
    Aber jetzt geht es wieder los.
    Macht Beide weiter so tolle Bilder und Artikel.
    gesalisa

    6. Mai 2013 um 18:52

  2. Heike

    Wieder ein gelungener Beitrag von euch. Es war von jedem wieder etwas dabei. Mutig von dir fand ich, als du diesen Dornteufel auf der Hand sitzen hattest. Das hätte ich mir nicht getraut, der sieht ja wirklich gefährlich aus. Wie bekommt man eigentlich solche Tiere vor die Kamera? Ist das eher Zufall oder gibts die haufenweise? Auch dieser Blauzungenskink sieht furchteinflößend aus. Würde da mit Anfassen lieber Abstand nehmen. Hab vor kurzem einen Tierbericht gesehen und war erstaunt, was für Tiere irgend ein giftiges Sekret abgeben, was ich gar nicht vermutet hatte.
    Die Delfinfütterung war bestimmt auch ein bleibendes Erlebnis für euch, oder? Das macht schon einen Unterschied ob man diesen Tieren im Delfinarium oder in der freien Natur begegnet. Einfach schön!!!
    So das wars für heute, bis bald
    Heike

    10. Mai 2013 um 10:01

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