Don't dream it, be it!

Outback (Kennedy Ranges NP und Mount Augustus NP) und Cape Range Halbinsel:

Diesmal hat es leider etwas gedauert bis wir diesen Eintrag erstellen konnten. Zum Einen lag es daran, dass die darauf folgende Etappe sehr fordernd (zeitmäßig vor Allem) war, zum Anderen daran, dass wir die letzten Tage auch kein Internet hatten.

Nun kurz die Gegebenheiten. Nach der Peron Halbinsel ging es für uns weiter Richtung Landesinnere, zum „größten alleinstehenden Felsen der Welt“, dem Mount Augustus. Diese Fahrt ins Outback bedeutete einen gewollten „Umweg“ von ca. 1000km, wobei ca. 700 davon Gravel-Road (ungeteert) waren. Erster Stop zur Vorbereitung war die Stadt Carnarvon an der Küste, welche für ihre süßen, eher kleinen Bananen bekannt ist. Danach fuhren wir abends erwartungsvoll in den nicht ganz so weit entfernten Kennedy Range NP, allerdings war dieser dann fahrttechnisch doch weiter entlegen, als erwartet, wodurch wir die letzten 30km im Dunkeln zurücklegen mussten (in Australien nicht empfehlenswert, aufgrund der meist nachtaktiven Tierwelt und oft amngelnden Beschilderung). Zu unserer negativen Überraschung kostete der Campground dann auch noch Geld, wobei dieser nach meinen Erinnerungen von 2009 einer der wenigen Nationalparks (offiziell zumindest) in Australien war, der bis dahin kostenfrei war. Naja, die Zeiten ändern sich… So kommt mir persönlich der Großteil des Landes inzwischen wesentlich touristischer vor, als noch vor vier Jahren.

Dennoch war es ein schöner Abend auf der Campsite und auch der Aufstieg auf die „Abbruchkante“ der Ranges am folgenden Morgen war wirklich schön. Nach diesem kleinen Abstecher fuhren wir dann weiter zum eigentlichen Ziel, dem Mount Augustus und gleichnamigem Nationalpark.

Nach langer Fahrt kamen wir am späten Nachmittag dort an und waren nicht allein. Mit uns versammelten sich dort gefühlte Millionen von Buschfliegen. Mit Fliegennetz ließ es sich dann aber doch einigermaßen aushalten. Der Lookout mit Blick auf den größten Felsen der Welt, welcher mehr als doppelt so groß (717m) wie der Ayers Rock (348m) und mit 14km Länge und 7km Breite wirklich beeindruckend ist, bot uns schöne Blicke zum Sonnenuntergang. Außerdem diente er uns als „kostenfreier“ Schlafplatzmit einem tollen Sternenhimmel und zig Sternschnuppen.

Am nächsten Morgen machten wir noch eine Wanderung und erkundeten umliegende Besonderheiten der Gegend, darunter auch Aboriginie-Felskunststätten. Was man von diesen halten möchte, bleibt jedem selber und seiner Fantasie überlassen. Nach dem alles in Allem durchaus interessanten Ausflug ins Outback, fuhren wir dann wieder zurück nach Carnarvon.

Von dort aus brachen wir am Tag darauf zur Cape Range Halbinsel auf. Bekannter durch die Orte Coral Bay, Exmouth oder deren gemeinsame Hauptattraktion, das „Ningaloo Reef“, die Westaustralische Antwort auf das Great Barrier Reef. Nach einer Glasbodenbootstour in Coral Bay und dem Preisschock in nahezu allem Kategorien (eine Waleshark-Tour (Schwimmen mit Walhaien) = 385 Dollar pro Person, Diesel mehr als 1,70 pro Liter (sonst eher um die 1,40-1,55)) fuhren wir weiter Richtung Exmouth und Cape Range NP.

In Exmouth selber übernachteten wir lediglich (in der Nähe im Costal Park), ehe wir tags darauf in den Cape Range Nationalpark aufbrachen. Dieser bietet den besten Zugang zum Ningaloo Reef und tolle Schnorchelstrände und /-möglichkeiten. So verbrachten wir nahezu den ganzen Tag dort und schnorchelten mit den Fischen zwischen den Korallen. Ich muss sagen, dass es wirklich klasse war und nicht viel Unterschied zum Great Barrier Reef hat. Leider haben wir keine Unterwasserkamera, so dass es keine Fotos davon gibt :(. Aber wir sind beide (alles in Strandnähe wohlgemerkt) beispielsweise bestimmt ganze 10-15 Minuten mit einer Wasserschildkröte geschwommen und konnten diese aus nächster Nähe beobachten (ließ sich gar nicht stören), ich hab einen (ungefährlichen!!!) Riffhai (ca. 1,10m lang, in ca. 5-7Meter Entfernung) gesehen, der dann wegschwamm, einen Oktopus (Körpergröße ca. 30cm) sowie kleinere Rochen haben wir ebenfalls erspähen können. Außerdem natürlich wirklich extrem viele, in allen Regenbogenfarben vertretene Fische, in nahezu jeder Größenordnung und lebende Riesenmuscheln (Miesmuscheln??). Beeindruckend war auch, als wir uns in Mitten eines Schwarmes gelbweißer Fische mit einer jeweiligen Größe von ca. 20cm wiederfanden, weit mehr als 100 Fische waren gleichzeitig um uns herum. Das Schnorcheln an diesem und dem nächstem Tag war wirklich beeindruckend und wunderschön.

Am Tag darauf erkundeten wir außerdem eine im Nationalpark gelegene Schlucht und entdeckten ca. 6-7 seltene Schwarzfuß-Felskängurus. Leider sind die Fotos zum Großteil nicht so scharf, da es sehr früh am Morgen und dazu bewölkt war, die Lichtverhältnisse waren dementsprechend schlecht, was in sehr hoher ISO und folgender Unschärfe resultierte.

Dennoch beeindruckend anzusehen und erstaunlich, wie sich diese Beuteltiere lediglich springend auf den steilen Felsen dennoch elegant fortbewegen. Danach ging es nochmals Schnorcheln, ehe wir zu unserer nächsten Etappe aufbrachen. Unterwegs konnten wir (typisch für die Region) häufig Greifvögel am Straßenrand beobachten (meist Keilschwanzadler, Australiens größter Raubvogel mit bis zu 2,50 Meter Spannweite oder Falken und Milane) und fotografieren :).

Hier wieder ein paar farbliche Eindrücke dieser Etappe:

2 Antworten

  1. Lulu

    eure bilder sind der hammer! aber diese fliegen, diese gottverdammten fliegen… 😀

    13. Mai 2013 um 14:02

    • Vielen Dank für Deinen Eintrag. Schön, dass Dir unsere Bilder gefallen :).
      Ja, die Fliegen, was soll man da sagen, wers nicht erlebt hat, weiß nicht, was wir meinen. Sie nerven ohne Ende…aber hier „oben“, wo wir jetzt sind, geht’s.

      13. Mai 2013 um 14:38

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