Don't dream it, be it!

Die Gibb-River-Road:

Aus Broome kommend, fuhren wir nach ca. 220km noch kurz nach Derby, um dort zu tanken und dann auf die Alternativ-Strecke zum Highway, die Gibb-River-Road abzubiegen, eine ca. 500km lange Gravel-Road zwischen Derby und Kununurra, die mit interessanten und schönen Abstechern lockt.

Der ersten Abend verbrachten wir dann direkt an der Straße, die nachts so gut wie nicht befahren ist und daher auch recht ruhig war. Ein paar Mondscheinaufnahmen und Spaßbilder machten wir an dem Abend dann auch noch.

Tags darauf kamen die ersten Highlights der Straße, die Abstecher zum Windjana-Gorge Nationalpark und Tunnel-Creel Nationalpark waren wirklich schön und interessant. Ersterer bot uns neben der eindrucksvollen Schlucht vor Allem wirklich VIELE Frischwasserkrokodile, zum Anfassen nah!!! So konnten wir um die 80 Exemplare im Wasser und vor Allem am Ufer beim Sonnenbad beobachten und genießen. Frischwasserkrokodile gelten im Allgemeinen als harmlos und für Menschen ungefährlich. Uns hat auch keins gezwackt 🙂

Der Tunnel-Creek ist ein etwa 800Meter langer Tunnel, der in der Mitte eine Öffnung hat, an der die Decke eingestürzt ist. Im Fluß, der mitten durch die Höhle fließt, konnten wir ebenfalls ein paar Krokodile entdecken und einen kleinen Wasserfall. In größeren Mengen vertreten waren vor allem die einzigen fleischfressenden Fledermäuse Australiens, hunderte davon hingen an der Decke des Tunnels und machten zum Teil einen ziemlichen Spektakel.

Das Wetter schlug nach dem Besuch dieser beiden Nationalparks leider etwas um und wurde wieder schlechter. Am Abend fuhren wir noch zur Bell-Gorge in den gleichnamigen Nationalpark.

Hier fing es dann auch schon an zu regnen. Wir planten eine kostengünstige Übernachtung auf dem Besucher-Parkplatz der Gorge, wobei uns der Ranger des Parks hier leider einen Strich durch die Rechnung machte und uns vorsorglich rigoros und schroff informierte, dass 1000 AUD Strafe fällig wären, sollten wir dort übernachten wollen und er würde persönlich in der Nacht dort nochmals lang patrouillieren. So blieb uns nicht anderes übrig als auf der Campsite zu übernachten und dann auch zu zahlen :(.

Am nächsten Morgen kam für uns autotechnisch gesehen der nächste Schock. Der Wagen sprang nicht mehr an. Scheinbar war durch den Regen und die Flussdurchquerungen, mit denen die Gibb-River-Road gespickt ist etwas Wasser an den Anlasser oder die Teile des selben. Wir benötigten jedenfalls Hilfe beim Anschieben, die uns die zum Teil doch noch freundlichen Australier auch boten und konnten danach weiterfahren und nochmals die Gorge besichtigen, was am Abend wegen hereinbrechender Dunkelheit leider nicht mehr ging. Das Wetter war am Tag sehr durchwachsen und so gab es abwechselnd Regen und Sonne. An dem Wasserfall der Bell-Gorge und dem dazugehörigen Pool lernten wir ein nettes deutsches Pärchen kennen, welche ebenfalls mit dem 4WD auf der Straße unterwegs waren, die uns später noch helfen und erneut begegnen sollten. Hier sollte man vielleicht erwähnen, dass die Gibb-River-Road, im Gegensatz zu „anderen“ Straßen Australiens kaum von Backpackern befahren wird, da sie eigentlich nur für 4WD-Fahrzeuge geeignet ist und die meisten sich eher einen Campervan kaufen.

Die nächste Station hieß Manning Gorge, eine private auf Aboriginie-Gebiet gelegene Schlucht mit einem wunderschönen Wasserfall, welche natürlich ebenfalls Eintritt kostete und inzwischen preislich auch angezogen hatte. Dort übernachteten wir an diesem Abend und erkundeten diese tags darauf. Danach wollten wir noch ein Stück weiter entlang der Gibb-River-Road fahren, was jedoch auf einmal nicht möglich war, da es die Nacht relativ viel geregnet hatte. So hieß es, dass die Straßen auf unbestimmte Zeit unpassierbar wären und wir dort festhängen. So standen am Roadhouse entlang der Straße eine Menge gestrandeter Camper und warteten nun wie wir darauf, dass die Straße wieder passierbar und geöffnet werden sollte.

Bei dieser Gelgenheit trafen wir auch unsere kürzlich kennengelernten Bekannten Timon und Johanna wieder, mit denen wir dann einen gemütlichen Abend am Roadhouse verbrachten und uns besser kennenlernten. Tags darauf halfen sie uns beim „Starten“, da unser Auto erneut nicht ansprang. Das problem besteht übrigens nach wie vor und ist weder gelöst noch enträtselt. An diesem Morgen warteten nun alle auf das Öffnen des Roadhouses und die neuesten Funk-Nachrichten über die Straßenzustände. Da es nicht erneut geregnet hatte, kam gegen 8 Uhr die erlösende Nachricht, dass die Straßen wieder offen wären. Unsere neuen Bekannten konnten wir letztlich dazu überreden die Gibb-River-Road mit uns weiterzufahren und nicht, wie erst angedacht ab dort zurückzufahren. So fuhren wir im Konvoi mit einem sichererem Gefühl auf der noch immer zum Teil matschigen und schlammigen Straße Richtung El-Questro-Wilderness-Park, unserer nächsten Station. Die Fahrt war lang, teilweise rutschig-schlammig, abwechslungsreich und mit einigen Flussdurchquerungen gespickt. Die letzte überquerte dabei den Pendecost-River und war die längste (ca. 80m breit), aber nicht unbedingt die tiefste. Abends erreichten wir mit beiden Autos den El-Questro-Wilderness-Park und übernachteten dort. Tags darauf besuchten wir dann zu viert die dortigen Attraktionen, die warmen Quellen Zebeedee Springs, die El-Questro-Gorge und die Emma-Gorge, in deren Wasser wir jeweils schwimmen, bzw. baden konnten, hier kam auch die tiefste Flussdurchfahrt der Gibb-River-Road, welche wir aber beide meisterten.

Nach diesem Tag verließen wir immer noch zu viert die Gibb-River-Road und hatten dann auch endlich wieder Teer unter den Rädern und waren um einige Erfahrungen und schöne Erlebnisse reicher.

Trotz vieler Probleme und des nicht so schönen Wetters konnten wir viele Fotos machen. Ein paar davon könnt ihr hier sehen:

Eine Antwort

  1. In diesen Beitrag habt Ihr Beide wieder einmal uns gezeigt wie schön und auch wie
    gefährlich und schwierig das Dasein dort ist. Die Aufnahmen von der Fahrt sind ja ganz toll.
    Die Wasser Durchfahrten der Staub und Dreck sehr schön ins Bild gesetzt.
    Dann die herrlichen Aufnahmen der Natur und Tierwelt, Klasse. Mann könnte zu jedem Bild eigentlich was schreiben.
    Deine Eltern

    2. Juni 2013 um 15:23

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