Don't dream it, be it!

Keep River NP, Gregory NP und Litchfield NP:

Diese Etappe bot uns sehr viele verschiedene Eindrücke; nicht nur die Zeichnungen der Aboriginies waren von ganz unterschiedlicher Bedeutung und Maltechnik, auch die Landschaften zeigten sich von ihrer größten Vielfalt. So reisten wir von den dürren Steppenfeldern des Keep River Nationalparks vorbei an den felsigen mit Palmen bewachsenen Hügeln des Gregory Nationapark bis zum tropisch grünen von Monsunwald geprägten und wasserreichen Litchfield Nationalpark.

In ersterem besuchten wir eine originale Vogeljagdhöhle gebaut von den dort lebenden Aboriginies um sich auf einem Hügel bestmöglichst zu tarnen und die Beute zu erhaschen. Die Natur bot uns schöne Ausblicke und ruhige Wanderwege durch die trockene Einöde der Region.

Der nächste Nationalpark hielt für uns ein Stück europäisch-australische Geschichte bereit. Gemeint ist der Gregory Tree – ein Boab Tree mit markanter Form, der am Ufer eines breiten Flusses wächst, wo einst Charles Gregory, ein Forscher und Erkunder des Landes, sein Lager aufschlug und dort für mehrere Monate sowohl mit aboriginal als auch mit europäischen Freunden und Forschern zusammen lebte. Eingravierungen im Baum zeigen heute noch sehr deutlich und gut lesbar das Datum seiner Ankunft, als auch das seiner Abreise..

Am kommenden Morgen machten wir uns früh zeitig auf die Socken und wanderten an einer Felswand entlang, aus der riesige Palmen wuchsen. Mit etwas Spürsinn konnten wir sogar einige Felsmalereien entdecken. Durch ein Tal ging es wieder zurück zum Auto.

Unser nächstes Ziel war der Litchfield Nationalpark im sogenannten Top End Australiens, eine sehr tropische Ecke. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch Katherine, ein kleines überschauliches aber auch hübsches Städtchen, das heute fast ausschließlich vom Tourismus lebt, denn die nahegelegenen Nationalparks sind wohl neben dem Uluru – Kata-Tjuta Park die bekanntesten in ganz Australien, nicht zuletzt auch wegen ihres Weltkulturerbestatus, den sie ihren guterhaltenen Malereien zu verdanken haben.

In Katherine war es wiedermal an der Zeit, die Vorräte aufzufüllen. Danach gönnten wir uns etwas Entspannung in der natürlichen warmen Quelle, die zu einem kleinen Freibadflüsslein umgebaut wurde und für jedermann kostenlos zugänglich ist  die Wärme erhält das mineralhaltige Wasser aus dem Erdinneren, in dem sich der schier unendlich große Speicher – das Artesischen Becken verbirgt.

Hingegen von irdischen Wasserquellen profitiert der wunderschöne Litchfield Nationalpark. Nach unseren letzten zwei Monaten im überwiegend trockenen buschigen und teils auch sehr heißen Westen wirkte die Fahrt ins Top End auf uns wie das Tor zu einer riesigen grünen Oase . Die zahlreichen in die Tiefe stürzenden und tosenden Wasserfälle boten uns viele schöne Bademöglichkeiten sowohl in Felspools als auch in einem terassenartigen Fluss , die allesamt von üppigem Grün gesäumt waren. Zwischen den ausgiebigen und erfrischenden Stunden im kühlen Nass wanderten wir auch durch tropischen Urwald, mussten einen Fluss durchwaten, in dem an tiefen Stellen vor Krokodilen gewarnt wird und besuchten eine alte Zinnmiene. Besonders sehenswert waren auch die riesigen Termitenhügel, die in der Region bis zu 6m hoch werden können. Die fleißigen Maurer richten sich dabei nach dem Erdmagnetfeld, weshalb sie den Namen Kompasstermiten erhalten haben. Etwas erschreckt haben uns die zahlreichen Buschbrände links und rechts der Straße und die riesigen dunklen Rauchwolken über dem Nationalpark, doch man erklärte uns, dass die Ranger kurz nach der Regenzeit das Feuer als präventive Maßnahme legen, um wirklich schlimmen und zerstörerischen Buschbränden am Ende der Trockenzeit das Brennmaterial zu nehmen. Und so haben wir wieder eine eindrucksreiche Etappe auf dem unglaublich weiten und faszinierenden Kontinent gemeistert und fotografisch festgehalten.

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