Don't dream it, be it!

Cape York – oder: Das Ziel ist NICHT der Weg:

Da uns Katis Eltern in Kürze in Cairns besuchen und wir die Zeit bis dahin noch sinnvoll nutzen wollten, planten wir einen Trip zum Tip, wie der nördlichste Punkt Australiens genannt wird.

Dieser liegt am nördlichen Ende der Cape York Halbinsel, welche als letzte Grenze (The last Frontier) bezeichnet wird, da dort so gut wie keine Menschen leben und das Gebiet noch sehr ursprünglich ist. Der Weg von Cairns bis zur Spitze sind immerhin 900km (One Way), wovon die letzten 700km ungeteert und teilweise in schlechtem Zustand sind. Da wir aber der Meinung waren, dass es eine tropische Halbinsel ist und eine tolle Tierwelt bietet, wollten wir den Trip machen.

Naja, soviel gibt es eigentlich dazu dann gar nicht zu erzählen, die Strecke zog sich sehr und wir brauchten bis zur Spitze (wobei wir tagsüber fast durchfuhren und kaum Stops machten) 2,5 Tage. Tropisch war es nirgends, außer kurz vorm Ende die letzten 5-6km nahe dem Strand. Der nördlichste Punkt selbst (der Strand vor Ort und der Regewald rundherum) waren wirklich sehr schön, aber nichts außergewöhnliches, da die Gegend um Cairns eigentlich genauso aussieht. Trotzdem spannten wir dort eine Hängematte auf und ließen es uns am Abend gutgehen und nächtigten dort am Strand unter Palmen. Der Weg zum Tip war (gerade am Ende) nicht besonders gut und die Reise, die imensen km und Dieseldollar am Ende nicht unbedingt wert.

Da es eigentlich auch nur die eine Straße gibt (und den alten Telegrafenweg – 4WD Strecke mit vielen Flussduchfahreten (inkl. Krokodilen) nicht sehr einladend klang) war die Rückfahrt fast dasselbe wie hinzu und auch nicht spannender. Bis auf das untere Viertel, wo wir in den Lakefield NP abgebogen sind. Aber auch dort gab es wesentlich weniger zu sehen als erhofft. Lediglich ein paar Kakadus, ein einziges Krokodil in der Ferne und ein paar seltene Elstern-Gänse konnten wir entdecken. Zurück auf asphaltierter Strecke schauten wir uns in Laura noch Felszeichnungen der Aboriginies an, welche zum Weltkulturerbe erklärt wurden und Cocktown, die nördlichste Stadt in Queensland, die Orte auf Cape York selber kann man nicht als Stadt bezeichnen.

Wir bereuen es nicht unbedingtt, aber würden es auch keinem unbedingt empfehlen dort hinauf zu fahren. Tropisch ist da fast nichts und das meiste nur ödes, trockenes Savannenland. Den Strand und die Palmen gibt’s auch in Cairns und Port Dougas und den Regenwald im Daintree NP.

Was im Übrigen echt störend war, waren die vielen Australier (diesmal keine Rentner, weil der Weg für Wohnwagen nicht zu empfehlen ist), die alle im Ramboalter sind und dort (bescheidenste Gravelroad) mit Hänger meinen immer noch über 100fahren zu müssen und die Steine nur so spritzen. Einen weiteren kleinen Steinschlag hat uns das auch eingebracht. Naja, ein paar Bilder haben wir aber auch gemacht und die gibt’s hier:

2 Antworten

  1. Hallo Ihr Beide,
    auch wenn der Trip zum nördlichsten Punkt von Australien
    nicht so richtig nach Euren Geschmack und Vorstellung waren
    sind die Bilder für uns doch wieder sehr schön. Man kann sie trotzdem
    genießen und (vielleicht) vorstellen wie herrlich doch Natur und Gegend
    sind.
    Liebe Grüße von uns.

    25. Juli 2013 um 08:55

    • Ja, schlecht war es ja auch nicht, nur eben die laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Fahrt nicht unbedingt wert, die sieht man ja auf den Fotos nicht.

      26. Juli 2013 um 00:44

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