Don't dream it, be it!

Auto

Kurzmitteilung

In Brisbane angekommen

Nun sind wir seit dem 23.08.2013 schon zurück in Brisbane, leider hatten wir anfangs kein Internet, bzw. keinen Strom, so dass wir kaum schreiben konnten und auch die Zeit war sehr knapp, da wir uns primär um den Autoverkauf kümmern mussten. Wer aufmerksam unseren Blog gelesen hat, wird bemerkt haben, dass wir den Van, den wir anfangs hatten noch NICHT verkaufen konnten und nun somit zwei Autos loswerden mussten, ehe wir wieder nach Hause fliegen.

Zum Abschied im Bowman-Park, besuchte uns auch nochmal unser Freund vom Oktober 2012, unser „Fruchtzwerg“ :), dann sahen wir noch zwei Papageien, die wir (die Art) das ganze Jahr nicht zu Gesicht bekommen haben. Leider weit weg und gegen das Licht 😦 (da spricht der Fotograf).

So nun die gute Neuigkeit, gestern war es dann soweit und wir haben erfolgreich beide Autos verkauft. Nach anstrengenden Tagen, mit Werbung, Putzen, Aufbereiten und viel Rennerei und Schriftkram haben wir es nun überstanden und können die letzten Tage in Brisbane, zwar ohne Auto, aber dafür ohne größere Sorgen angehen. Nun heißt es, alles für die Rückreise organisieren und langsam Koffer packen :).

Der Abschied fällt nicht ganz leicht, aber wir freuen uns auch auf viele Dinge zu Hause, ganz besonders natürlich auf die Familie und die Freunde 🙂 und gutes Essen.

Ich denke, dass das der vorletzte Eintrag war, ein paar letzte Fotos werden noch kommen, aber im Großen und Ganzen wars das!

Wenn jemand Fotos kaufen möchte, einfach Email an mich :).
lg Falk


Eungella NP, Fraser Island – Central Queensland Teil 2

Die letzte Etappe unserer Reise vor der Rückkehr nach Brisbane brachte uns zunächst in den Eungella NP, in dem wir eine schöne Phyton bewundern konnten sowie nochmal ausgiebig Schnabeltiere beobachten. Der Nationalpark war wirklich schön und in jeglicher Hinsicht nochmals ein Highlight auf unserer Reise. So genossen wir nochmals Kookaburras (die sich auf unserem Landcruiser niederließen) und Wasserfälle und auch Goannas sahen wir nochmal.

Als nächstes fuhren wir nach Bundaberg um die Rumfabrik dort zu besichtigen. Inzwischen ist der Bundaberg Rum zu einem der besten in der Welt prämiert worden und wir schauten uns die Fabrik bei einer Tour an, die uns allerlei Wissenswertes vermittelte.

Dann kamen wir nach Herve Bay, das Tor zu Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Da wir unserem Troopie kein Salzwasser antun wollten, mieteten wir uns ein 4WD für die Insel und erkundeten diese an 3 Tagen. Wir besichtigten das Wrack des Passagierschiffs Maheno, welches 1935 auf Fraser Island strandete. Wir schauten uns die Inlandsseen an, besonders schön war der Lake McKenzie, mit kristallklarem Wasser und weißem Sand (auf einem Bild sitze ich an dessen Ufer und habe die Füße im Wasser – aufgrund der Klarheit kaum zu sehen). Wir übernachteten am Strand, wurden nachts von Dingos besucht und sahen nochmals viele Meeresbewohner vom Indian Head aus. Was die Insel besonders machte neben dem 75Mile-Beach, dessen Strand als Straße genutzt wurde, waren vor allem die 4WD-Tracks (speziell im Inland und an den Ausfahrten zum Strand), die wirklich Spaß machten, vor allem, da wir uns keinen Kopf um das Auto zu machen brauchten. Unser Mietauto war ein LandRover, in dessen Innerem wir auch die zweite Nacht verbrachten, da es zu kalt war und wir auf weiteren Dingobesuch verzichten konnten. Wir sahen nochmals Goannas sowie einen schönen Mondaufgang und den Übergang der Wüste zum Meer (See).

Nach unserem Trip auf die Sandinsel hier es endgültig „Das Ende rückt näher“, es waren nur noch wenige KM bis Brisbane. Wir schauten noch im nahegelegenen Noosa-NP vorbei und dann waren wir quasi auch schon wieder zurück und hatten unsere „Runde“ nach ca. 45.150km beendet.
Hier die Bilder der letzten Etappe:


Das Rote Zentrum:

Das Rote Zentrum:

Aus Coober Pedy kommend, erreichten wir nach einer ganzen Weile Fahrt das Rote Zentrum. So genannt wird das Gebiet rund um Alice Springs, einschließlich des Ayers Rock, den Olgas, des Kings Canyon, der West Macdonnell und East Macdonnell Ranges.

Auf dieser Runde zurück nach Alice Springs fuhren wir zuerst zum Ayers Rock. Bei unserer ersten Umrundung (mit dem Auto) machten wir am so genannten „Climb“ halt. Da dieser gerade mal nicht gesperrt war und es möglich war von hier auf den Ayers Rock zu klettern, nahmen wir die Chance spontan wahr. Auch wenn es nicht gern gesehen wird, sind wir der Meinung, wie die Aboriginies es ja selbst so oft bei anderer Gelegenheit erzählen, dass das Land keinem wirklich gehört und allen zugänglich sein sollte. Der Blick von oben ist atemberaubend und die wirkliche Größe des Felsen kann auch, unserer Meinung nach, erst beim Aufstieg und Wandern auf dem Uluru erkannt werden. Auch im Nachhinein war es mit das schönste und einprägsamste Erlebnis an diesen 2-3 Tagen.

Was man allerdings selten sieht, aber nicht unterschätzen sollte, ist die Schwierigkeit des Aufstiegs, die uns beide (und auch alle anderen) zu vielen Pausen auf dem Weg nach oben zwang. Dankbar nimmt man die Haltekette in Anspruch, da der Aufstiegswinkel stellenweise nicht ohne ist.

Schon bei unserem Abstieg wurde das Hinaufklettern dann wieder untersagt und dann auch für die restliche Zeit unseres Aufenthaltes nicht mehr gestattet. Aufgrund von diversen Gründen, ob berechtigt oder nicht, was manchmal fraglich ist, wird die Möglichkeit zur Besteigung immer mehr eingeschränkt, obwohl sie eben nicht verboten ist und auch nicht verboten werden sollte. Man mag davon halten, was man will, es ist letztlich auch nur ein Fels und die Aussicht ist bei diesen von oben nunmal am Schönsten :).

Aus der Ferne (wie auf den meisten Postkarten) machte der Berg auch einen guten Eindruck, leider haben wir ihn nicht bei Sonne sehen können und es war wieder (oder noch immer) sehr kalt, vor Allem nachts. Davon ließen wir uns nicht abschrecken und besichtigten auch die andere Attraktion des Uluru-Kata-Tjuta Nationalparks – die Olgas. Auf einem sehr schönem Walk kam dort sogar mal kurz die Sonne geguckt und wir konnten Wellensittiche beobachten :).

Bei der Rückfahrt stellten wir leider ein erneutes Problem mit dem Auto fest, dessen Beseitigung gerade hier am Uluru nicht gerade billig war und für einige traurigere Momente gesorgt hatte.

Am nächsten Morgen nach der Reparatur verließen wir Yulara und den Nationalpark, mit gemischten Gefühlen. Der Ayers Rock ist sicher sehr beeindruckend, nach wie vor, aber bei grauem Himmel, haben wir beide schon schönere Dinge in Australien gesehen und genossen.

Das nächste Ziel war der Kings Canyon, welcher zwar in der Nähe, aber dennoch ca. 150km entfernt lag. Auch dort gab es eine schöne Wanderung, welche zwar 7km lang war, aber durchaus lohnenswert. Aber hier (wie auch am Ayers Rock) merkt man deutlich, dass dies Massentourismusziele sind, nicht wie viele andere Parks, die wir schon besichtigt haben. Überall werden busseweise Menschen ausgekippt, vor allem Japaner. So waren auch dort sehr viele davon anzutreffen. Der Canyon beeindruckt durch die hohen Schluchtenwände, welche absolut glatt und steil nach unten gehen und durch Wetter und Erosion verschiedene Farbtöne angenommen haben. In der Tiefe und Mitte des Canyons befanden sich kleine Wasserlöcher, umgeben von Palmen und viel Grün, bei warmen Wetter hätte man hier auch schön baden können.

Anschließend fuhren wir ca. 200km Richtung Norden in den West Macdonnell Nationalpark. Auf dem Weg dahin sahen wir erneut Wildpferde, diesmal richtig viele, auch wenn uns die meisten nicht so nah heranließen. Auch Dingos konnten wir des Öfteren bewundern. Der Weg ist aufgrund seiner Un-geteertheit nicht so stark befahren, wie der Rest des Zentrums und beitet wohl auch gerade deswegen noch vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten. Auch unsere ersten wilden Dromedare konnten wir hier sehen :).

Erste Station in den Ranges war der Gosse Bluff Meteoritenkrater. Dieser ca. 142 Millionenjahre alte Krater stammt von einem wirklich heftigen Einschlag. Der Meteorit muss zwischen 600 und 1000m groß gewesen sein und der damals ursprüngliche Krater ca. 20km im Durchmesser und 1km hohen Wänden. Der eigentliche Krater ist durch Erosion längst nicht mehr zu sehen. Was man noch sehen kann, ist eine der aufgestülpten Sandsteinschichten die beim Einschlag überall im Krater entstanden und welche witterungsbeständiger war. Allemal beeindruckend. Mehr als einen kurzen Abstecher konnten wir leider dennoch nicht unternehmen, da ab hier das Wetter noch schlechter wurde, als es ohnehin schon war. Es regnente jetzt des Öfteren und so konnten wir auch in den West Macdonnells nicht soviel anschaun, wie wir gern wollten und vorhatten. Außerdem war es inzwischen richtig kalt und nachts ging das Termometer bis auf 2 Grad zurück. Die Kältewelle hatten wir nun schon fast 14 Tage und langsam zehrte es an den Kräften und an unserer Geduld. Man wurde quasi gar nicht mehr richtig warm, da es auch tagsüber nur in Jacke auszuhalten war.

Die Landschaft selbst, das konnten man öfter erahnen und am Ende auch sehen, war wirklich wunderschön und trotzdem empfehlenswert. Am vorletzten Tag wurde es dann langsam etwas besser und am letzten Tag, den wir nur noch zur Hälfte in den Ranges verbrachten, wurde es dann schön. Und pünktlich zur Rückkehr nach Alice Springs schien dann wieder die Sonne und es wurde auch langsam wärmer. Auch wenn das ärgerlich war, dass wir im Roten Zentrum kein schöneres Wetter hatten, freuten wir uns den blauen Himmel und nachts die Sterne endlich wiederzusehen.

An den letzten beiden Tagen schauten wir uns in den West Macdonnells noch ein paar Schluchten an, sowie die Ochre Pits, eine Art Aboriginie Tagebau, an dem diese den Ocker (in den verschiedensten Farbtönen) abbauten und dann für ihre Zeremonien und Bemalungen benutzten.

In der Simson Gap konnten wir nocheinmal die recht scheuen und nur noch selten in Australien vorkommenden Schwarzfussfelskängurus erleben.

Nach Auftanken der Vorräte und des Treibstoffs fuhren wir bei besserem Wetter und mit besserer Laune in die östlich von Alice Springs gelegenen East Macdonnell Ranges und die dortigen Nationalparks.

Dort konnten Felszeichnungen bewundert werden sowie ebenfalls schöne Schluchten erkundet und die Landschaft sowie die Gebirgszüge genossen werden. Im N’Dhala Gorge Nationalpark konnten wir außerdem Felsgravuren, statt Zeichnungen bewundern, welche bis zu 10.000 Jahre alt waren, was ich persönlich beeindruckender fand, als die Zeichnungen im Kakadu, welche zum Teil gerade einmal 50 Jahre alt waren.

Nach der Rundfahrt im Roten Zentrum schauten wir uns in Alice Springs noch die School of the Air an, die Outbackschule, welche Farmkindern im Northern Territory über Funk, bzw. heute das Internet mit Bildung versorgt. Wirklich beeindruckend ist die Reichweite, welche die Schule hat, die ein Gebiet dreimal so groß wie Deutschland abdeckt. In diesem Gebiet werden 140 Schüler unterrichtet. Entweder Kinder von Farmen oder von Rangern, bzw. Roadhäusern oder Aboriginies in entlegeneren Communitys, welche Englisch intensiver lernen möchten (leider nicht allzu viele). Der am Weitesten entfernte Schüler wohnt ca. 1.400 Straßen-km von Alice Springs entfernt. Insgesamt gibt es 16 solcher Schulen in Australien, wobei die in Alice Springs die größte ist. Das Equipment, welches die Schüler zum Empfang von Internet im Outback benötigen, beinhaltet eine 1,8m große Satellitenschüssel. Die komplette Ausrüstung wird von der Schule auf Leihbasis zur Verfügung gestellt und hat einen Wert von 10.000-15.000 AU$.

Als nächstes führt uns unser Weg raus aus dem Outback und zurück zur Küste. Da wir aber in Mitten des Herzens Australiens sind, steht uns eine ca. 2.500km lange Reise bevor.

Auf dem Weg raus aus dem Northern Territory kamen wir nochmals an den Devils Marbels vorbei, an denen wir Rast machten und einen Dingo ganz ungeniert über den Parkplatz laufen sahen. In Tennant Creek wurde nochmal vollgetankt und dann ging es weiter in Richtung des gelobten Landes, auf nach Cairns.

Hier die Impressionen aus dem Outback:


Landcruiser

Hier für ALLE ein paar Bilder unseres neuen Autos:


Unser Hippie-Van :)

Nachdem alle Versuche einen Landruiser zu einem fairen Preis, bzw. mit einem ordenntlichen Car-Check zu erhalten gescheitert sind, haben wir uns (nicht zuletzt auch auf Grund des geringfügigen Zeitdrucks für den Kauf eines Hippie-Vans entschieden, den unser griechischstämmiger, australischer, porschefahrender Mechaniker empfohlen und gewartet hatte. Für zuletzt 4.500 AUD gekauft, schon mit Roadworthy Certificate (unserem TÜV nahe) ausgestattet. Dann noch in den Camping-Shop und zu IKEA in Brisbane (in Australien gibt es nur 5 davon) eine Matratze und bissl Einrichtung gekauft und fertig waren wir. Da wir schon spät dran waren, fuhren wir an dem Tag nur noch ca. 250km bis Noosa Heads, wo wir auf einem Supermarkt-Parkplatz (in der Nähe einer öffenltichen Toilette) unsere erste Reise-Nacht verbrachten. 🙂

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Rockhampton, unterwegs deckten wir uns nochmal mit Wasser und Lebensmitteln ein. Da unser Wägelchen im Schnitt nicht mehr als 85km/h macht und es draußen auch unerträglich heiß war, ca. 35 Grad im Schatten (Klimaanlage ist nicht, bzw. nur in Form von zwei Fenstern vorhanden), brauchten wir mit Pausen fast den ganzen Tag für unsere Strecke von ca. 540km und machten kurz vor Rockhampton an einem kleinen Seitenweg Rast und verbrachten da die zweite Nacht.

Die Fahrt in den heißen Norden war recht schön und meist angenehm (mal von der Hitze abgesehen), das Land in dieser Form zu sehen ist einfach schön und wir beide sind froh, dass wir aus der Stadt rauskommen und etwas vom Land sehen.

Inzwischen sind wir auch auf dem Farmstay in „the middle of nowhere“ (Mitten im Nirgendwo) angekomen und lassen es uns ganz gut gehen. Hier ein paar erste Bilder:

 


Geschützt: Vom Drama der Suche nach einem schönen Landcruiser

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