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Sehenswürdigkeiten

Das Rote Zentrum:

Das Rote Zentrum:

Aus Coober Pedy kommend, erreichten wir nach einer ganzen Weile Fahrt das Rote Zentrum. So genannt wird das Gebiet rund um Alice Springs, einschließlich des Ayers Rock, den Olgas, des Kings Canyon, der West Macdonnell und East Macdonnell Ranges.

Auf dieser Runde zurück nach Alice Springs fuhren wir zuerst zum Ayers Rock. Bei unserer ersten Umrundung (mit dem Auto) machten wir am so genannten „Climb“ halt. Da dieser gerade mal nicht gesperrt war und es möglich war von hier auf den Ayers Rock zu klettern, nahmen wir die Chance spontan wahr. Auch wenn es nicht gern gesehen wird, sind wir der Meinung, wie die Aboriginies es ja selbst so oft bei anderer Gelegenheit erzählen, dass das Land keinem wirklich gehört und allen zugänglich sein sollte. Der Blick von oben ist atemberaubend und die wirkliche Größe des Felsen kann auch, unserer Meinung nach, erst beim Aufstieg und Wandern auf dem Uluru erkannt werden. Auch im Nachhinein war es mit das schönste und einprägsamste Erlebnis an diesen 2-3 Tagen.

Was man allerdings selten sieht, aber nicht unterschätzen sollte, ist die Schwierigkeit des Aufstiegs, die uns beide (und auch alle anderen) zu vielen Pausen auf dem Weg nach oben zwang. Dankbar nimmt man die Haltekette in Anspruch, da der Aufstiegswinkel stellenweise nicht ohne ist.

Schon bei unserem Abstieg wurde das Hinaufklettern dann wieder untersagt und dann auch für die restliche Zeit unseres Aufenthaltes nicht mehr gestattet. Aufgrund von diversen Gründen, ob berechtigt oder nicht, was manchmal fraglich ist, wird die Möglichkeit zur Besteigung immer mehr eingeschränkt, obwohl sie eben nicht verboten ist und auch nicht verboten werden sollte. Man mag davon halten, was man will, es ist letztlich auch nur ein Fels und die Aussicht ist bei diesen von oben nunmal am Schönsten :).

Aus der Ferne (wie auf den meisten Postkarten) machte der Berg auch einen guten Eindruck, leider haben wir ihn nicht bei Sonne sehen können und es war wieder (oder noch immer) sehr kalt, vor Allem nachts. Davon ließen wir uns nicht abschrecken und besichtigten auch die andere Attraktion des Uluru-Kata-Tjuta Nationalparks – die Olgas. Auf einem sehr schönem Walk kam dort sogar mal kurz die Sonne geguckt und wir konnten Wellensittiche beobachten :).

Bei der Rückfahrt stellten wir leider ein erneutes Problem mit dem Auto fest, dessen Beseitigung gerade hier am Uluru nicht gerade billig war und für einige traurigere Momente gesorgt hatte.

Am nächsten Morgen nach der Reparatur verließen wir Yulara und den Nationalpark, mit gemischten Gefühlen. Der Ayers Rock ist sicher sehr beeindruckend, nach wie vor, aber bei grauem Himmel, haben wir beide schon schönere Dinge in Australien gesehen und genossen.

Das nächste Ziel war der Kings Canyon, welcher zwar in der Nähe, aber dennoch ca. 150km entfernt lag. Auch dort gab es eine schöne Wanderung, welche zwar 7km lang war, aber durchaus lohnenswert. Aber hier (wie auch am Ayers Rock) merkt man deutlich, dass dies Massentourismusziele sind, nicht wie viele andere Parks, die wir schon besichtigt haben. Überall werden busseweise Menschen ausgekippt, vor allem Japaner. So waren auch dort sehr viele davon anzutreffen. Der Canyon beeindruckt durch die hohen Schluchtenwände, welche absolut glatt und steil nach unten gehen und durch Wetter und Erosion verschiedene Farbtöne angenommen haben. In der Tiefe und Mitte des Canyons befanden sich kleine Wasserlöcher, umgeben von Palmen und viel Grün, bei warmen Wetter hätte man hier auch schön baden können.

Anschließend fuhren wir ca. 200km Richtung Norden in den West Macdonnell Nationalpark. Auf dem Weg dahin sahen wir erneut Wildpferde, diesmal richtig viele, auch wenn uns die meisten nicht so nah heranließen. Auch Dingos konnten wir des Öfteren bewundern. Der Weg ist aufgrund seiner Un-geteertheit nicht so stark befahren, wie der Rest des Zentrums und beitet wohl auch gerade deswegen noch vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten. Auch unsere ersten wilden Dromedare konnten wir hier sehen :).

Erste Station in den Ranges war der Gosse Bluff Meteoritenkrater. Dieser ca. 142 Millionenjahre alte Krater stammt von einem wirklich heftigen Einschlag. Der Meteorit muss zwischen 600 und 1000m groß gewesen sein und der damals ursprüngliche Krater ca. 20km im Durchmesser und 1km hohen Wänden. Der eigentliche Krater ist durch Erosion längst nicht mehr zu sehen. Was man noch sehen kann, ist eine der aufgestülpten Sandsteinschichten die beim Einschlag überall im Krater entstanden und welche witterungsbeständiger war. Allemal beeindruckend. Mehr als einen kurzen Abstecher konnten wir leider dennoch nicht unternehmen, da ab hier das Wetter noch schlechter wurde, als es ohnehin schon war. Es regnente jetzt des Öfteren und so konnten wir auch in den West Macdonnells nicht soviel anschaun, wie wir gern wollten und vorhatten. Außerdem war es inzwischen richtig kalt und nachts ging das Termometer bis auf 2 Grad zurück. Die Kältewelle hatten wir nun schon fast 14 Tage und langsam zehrte es an den Kräften und an unserer Geduld. Man wurde quasi gar nicht mehr richtig warm, da es auch tagsüber nur in Jacke auszuhalten war.

Die Landschaft selbst, das konnten man öfter erahnen und am Ende auch sehen, war wirklich wunderschön und trotzdem empfehlenswert. Am vorletzten Tag wurde es dann langsam etwas besser und am letzten Tag, den wir nur noch zur Hälfte in den Ranges verbrachten, wurde es dann schön. Und pünktlich zur Rückkehr nach Alice Springs schien dann wieder die Sonne und es wurde auch langsam wärmer. Auch wenn das ärgerlich war, dass wir im Roten Zentrum kein schöneres Wetter hatten, freuten wir uns den blauen Himmel und nachts die Sterne endlich wiederzusehen.

An den letzten beiden Tagen schauten wir uns in den West Macdonnells noch ein paar Schluchten an, sowie die Ochre Pits, eine Art Aboriginie Tagebau, an dem diese den Ocker (in den verschiedensten Farbtönen) abbauten und dann für ihre Zeremonien und Bemalungen benutzten.

In der Simson Gap konnten wir nocheinmal die recht scheuen und nur noch selten in Australien vorkommenden Schwarzfussfelskängurus erleben.

Nach Auftanken der Vorräte und des Treibstoffs fuhren wir bei besserem Wetter und mit besserer Laune in die östlich von Alice Springs gelegenen East Macdonnell Ranges und die dortigen Nationalparks.

Dort konnten Felszeichnungen bewundert werden sowie ebenfalls schöne Schluchten erkundet und die Landschaft sowie die Gebirgszüge genossen werden. Im N’Dhala Gorge Nationalpark konnten wir außerdem Felsgravuren, statt Zeichnungen bewundern, welche bis zu 10.000 Jahre alt waren, was ich persönlich beeindruckender fand, als die Zeichnungen im Kakadu, welche zum Teil gerade einmal 50 Jahre alt waren.

Nach der Rundfahrt im Roten Zentrum schauten wir uns in Alice Springs noch die School of the Air an, die Outbackschule, welche Farmkindern im Northern Territory über Funk, bzw. heute das Internet mit Bildung versorgt. Wirklich beeindruckend ist die Reichweite, welche die Schule hat, die ein Gebiet dreimal so groß wie Deutschland abdeckt. In diesem Gebiet werden 140 Schüler unterrichtet. Entweder Kinder von Farmen oder von Rangern, bzw. Roadhäusern oder Aboriginies in entlegeneren Communitys, welche Englisch intensiver lernen möchten (leider nicht allzu viele). Der am Weitesten entfernte Schüler wohnt ca. 1.400 Straßen-km von Alice Springs entfernt. Insgesamt gibt es 16 solcher Schulen in Australien, wobei die in Alice Springs die größte ist. Das Equipment, welches die Schüler zum Empfang von Internet im Outback benötigen, beinhaltet eine 1,8m große Satellitenschüssel. Die komplette Ausrüstung wird von der Schule auf Leihbasis zur Verfügung gestellt und hat einen Wert von 10.000-15.000 AU$.

Als nächstes führt uns unser Weg raus aus dem Outback und zurück zur Küste. Da wir aber in Mitten des Herzens Australiens sind, steht uns eine ca. 2.500km lange Reise bevor.

Auf dem Weg raus aus dem Northern Territory kamen wir nochmals an den Devils Marbels vorbei, an denen wir Rast machten und einen Dingo ganz ungeniert über den Parkplatz laufen sahen. In Tennant Creek wurde nochmal vollgetankt und dann ging es weiter in Richtung des gelobten Landes, auf nach Cairns.

Hier die Impressionen aus dem Outback:


Der Odnandatta-Track und Coober Pedy – oder: Das richtige Outback :)

Auf unserer Fahrt in den (inzwischen) recht kalten Süden Australiens sahen wir gleich zu Beginn am Morgen eine Herde Wildpferde am Straßenrand, diese 12 schönen Pferde ließen uns nach einer Weile der Gewöhnung und gutem Zureden sehr nah herankommen und eines der Pferde war so neugierig, dass wir es nach einer weiteren Weile sogar streicheln konnten.

Nach diesem wirklich außergewöhnlichem Zwischenstopp ging es für uns weiter in den Süden. Auf uns wartete nun ca. 800km Gravelroad unbekannter Art. Auf dem ersten Abschnitt dieser scheinbar trostlosen Gegend, fuhren wir eine ganze Weile und ließen die Einsamkeit und Weite auf uns wirken, ehe wir an der Painted Dessert ankamen. Die Felsformation, welche dort zu sehen war, beeindruckte mit verschiedenen Erdtönen und wirkte irgendwie surreal in dieser Einöde, aber dennoch wunderschön. Wir beide hatte an diesem Ort ein beeindruckendes Freiheitsgefühl und wir können uns noch gut an die unglaubliche Stille und Ruhe dieses Ort erinnern. Bis auf ein paar Fliegen war es absolut still und man konnte das Blut im Körper rauschen hören. Keinerlei Gebrumme oder Zivilisationsgeräusche irgendwelcher Art, keine Vögel und kein Wind waren zu vernehmen.

Danach fuhren wir weiter in Richtung unseres Tagesziels, Odnandatta. Auf dem Weg dahin fanden wir unterwegs einen scheinbar verlorengegangenen, prächtigen (vermutlich Zucht-) Bullen, der uns neugierig beäugte.

Die Ortschaft Odnandatta, nach welcher der Track benannt ist, liegt am nördlichen Ende der Strecke und war eine wahre Outbackstadt, doch gleichzeitig kam sie uns so unwirklich vor. Mit gerade einmal 180 Einwohnern und lediglich einigen streunenden Hunden auf den Straßen wirkte sie fast wie ausgestorben. Die Hauptattraktion das Pink Roadhouse war auch gleichzeitig die einzige der Siedlung. Dieses wirkte auch etwas verloren mit seinem pinken Anstrich und tanken haben wir da auch niemanden gesehen. Immerhin gab es eine Free-Campsite in der Stadt, die wir aber doch dankend ablehnten, da uns der Ort zu ungastlich wirkte. So campierten wir 5km außerhalb am Straßenrand und hatten ein besseres Gefühl. Trotz allem war es ein interessantes Erlebnis

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Richtung Süden, den Track entlang. Dieser selbst war eine ehemalige Viehtriebroute, welche Maree im Süden mit Odnandatta nicht aud die direkteste Art verbindet. Es war sehr kalt und trüb und das Quecksilber stieg auf nicht mehr als 12 Grad an. Wir kamen an vielen Ruinen der ehemaligen Ghan-Strecke vorbei. The Ghan, wie die Eisenbahn-Linie von Adelaide bis Darwin genannt wird, führte früher fast parallel zum Odnandatta-Track entlang. Bis 1980 war die Strecke noch zum Teil in Betrieb. Die verlassenen, teils damals schon sehr alten Bahnstationen entlang der Gleise, die auch oft gleichzeitig Rinderfarmen waren, liegen heute verlassen und zum Teil total verwahrlost da und können auf eigene Faust erkundet werden. Wir sahen die alten Gleise und Schweller, alte Brücken und eine Menge Ruinen auf dem Weg in den Süden. Die Straße selber war in, für uns überraschend, gutem Zustand und fuhr sich ganz gut.

Am späten Nachmittag kamen wir in William Creek an, der zweiten Ortschaft auf der Strecke und nach eigenen Angaben die kleinste Stadt Australiens mit 12 Einwohnern. Die Ortschaft lebt haupsächlich von der Anna-Creek-Station, welche unweit davon liegt und mit einer Landfläche so groß wie Belgien (oder Mecklemburg-Vorpommern) die größte noch aktive Rinderfarm der Welt ist. Bis zu 17.000 Rinder, mit einem Rind pro km² werden dort gehalten. In der Ortschaft selber gibt es außer einem Hotel (für die Outbacktouristen) und einem Roadhouse nicht viel zu sehen. Dieses wiederum hatte seinen eigenen Charakter, da viele der Besucher eine Visitenkarte oder etwas Ähnliches dort hinterlassen und der Besitzer, bzw. inzwischen die Besucher, (so auch wir) Ihre Karten an die Decke oder die Wände pinnen. Eine etwas skuril wirkende Ausstellung zeigte alte Raketenteile, welche in der Umgebung gefunden wurden, da in einiger Entfernung auch eine Militärbasis (Woomera) liegt, auf welcher naben Raktentests bis in die 80iger Jahre auch Atombombentest durchgeführt wurden (ich glaube in den 50igern). Teile des Schrotts konnten hier bewundert werden. Des Weiteren gab es einen Wegweiser zu den noch bekannteren Metropolen der Welt.

Kurz nach der Stadt machten wir an einem ausgetrocknetem See halt und entfachten ein großes Feuer, da Brennmaterial dort in Hülle und Fülle vorhanden war und vor allem, weil die Nächte hier im Süden empfindlich kalt wurden und die Temperatur nun schon auf 5-6 Grad in der Nacht zurückging. Da wir in einem Auto leben sowie bei jedem Wetter draußen kochen und essen müssen, wurde dies dadurch etwas angenehmer. So konnten wir dank des Feuers den Abend gut überstehen und die Nacht dank warmer Sachen ebenso.

Der nächste Tag war dann etwas schöner, noch immer frisch, aber mit Sonnenschein und etwas wärmer. Auf der weiteren Strecke sahen wir weitere Ruinen und einige natürliche Quellen des artesischen Beckens, welche hier empor sprudelten. Die bekannteste auf der Strecke war der sogenannte Bubbler (hier mit Blubberer am passendsten zu übersetzen). Man konnte deutlich Blasen aufsteigen sehen, verursacht mal durch Wasser, mal durch Luft. Imposant daran war die Klarheit des Wassers und vor Allem die Umgebung, die eigentlich total trocken und karg war. So wirkte das Wasser total fehl am Platz, aber auch sehr schön und gleichzeitig willkommen. Unweit davon sah man noch eine andere imposante Quelle, um die herum Gras wuchs und die zwar nicht sprudelte, aber schön anzusehen war. Erhöht, wie auf einer Art kleinem Krater thronte diese über der öden Ebene.

Auf unserer Reise zum Tagesziel und Umkehrpunkt Lake Eyre sahen wir dann noch eine Menge Dingos, zwei waren so hungrig, dass sie sich von ihrer Beute gar nicht abbringen ließen, auch nicht, als wir höchsten 5m davon entfernt hielten und sie beobachteten.

Am Lake Eyre South, der zu einem riesigem Salzsee gehört, hatten wir unser südliches Ende des Tracks erreicht. Eigentlich geht dieser noch weiter, aber da wir schon im Süden waren und noch nach Coober Pedy wollten, drehten wir hier um und fuhren zurück nach William Creek, von wo aus direkten Straße nach Coober Pedy führt. Der Salzsee, welcher eigentlich in seiner Größe und seinen gigantischen Ausmaßen nur aus der Luft erkennbar ist, bot aus der Ferne zwar immer noch einen irgendwie imposanten Anblick, aber wir beide hatten uns mehr darunter vorgestellt. Wohl auch, weil sich seine Ränder in der Ferne kaum ausmachen ließen und nahezu mit dem Horizont und der Umgebung verschmolzen.

Auf dem Rückweg machten wir noch in Coward Springs halt, ein Campingplatz mit heißer Quelle als Touristenattraktion, die zu einer Art Spa umgebaut wurde. Hübsch anzusehen, eine kleine grüne Oase in der markanten Einöde, aber viel zu klein für so viele Camper und Touristen, so dass wir uns gegen ein Bad darin entschieden, aber dafür die Dusche des Camps gleich nutzten.

Nach erneutem Stopp an unserem alten Platz am trockenem See mit neuerlichem Lagerfeuer, die Glut vom Vorabend war noch immer heiß genug die neuen Äste zu entzünden, verbrachten wir eine noch kältere Nacht hier bei lediglich 4-5 Grad.

Wie geplant fuhren wir am nächsten Tag nach Coober Pedy, welche auch als Opalhauptstadt der Welt bezeichnet wird, da 75% der Weltproduktion von hier kommen. Die Stadt selber findet größtenteils unterirdisch statt, was vor allem an den immens hohen Temperaturen im Sommer liegt. Bis zu 50Grad werden hier. Die Untergrundhäuser haben den Vorteil, dass sie eine konstannte Temperatur von 20-25Grad bieten. 80% der Bevölkerung leben hier unter der Erde, nur die indigene Bevölkerung und griechische Einwanderer leben über Tage. Warm war uns jedenfalls gar nicht, da wir im australischem Winter hier waren, nach Angaben der Einheimischen, einer der kältesten seit langem. Es war so kalt, dass am ersten Tag nur ca. 15 Grad trotz Sonne waren und nachts auch nur ca. 4-5 Grad. Wir besuchten einen Lookout, von dem aus man die Stadt sehr schön überblicken konnte. Vorher trafen wir einen kleinen verrückten Chinesen, der die Touristen mit gewitzten Schildern auf sein Privatgrundstück lockt (vor dem eigentlichem Lookout) und dann in seinen Opalverkaufsraum führt, welcher eigentlich nur ein Hinterzimmer in seinem kleinen Blechhäusschen ist und der versucht einem dort die edlen Steine anzupreisen.

Am späten Nachmittag entschieden wir uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung, die Breakaways anzuschaun, während sich der Himmel zusehends verdunkelte und uns zu dieser Stunde noch nicht bewusst war, dass wir die Sonne die nächsten 10 Tage kaum zu Gesicht bekommen würden :(. An den Breakaways schliefen wir auch die Nacht und waren froh, auch hier ein Feuerchen zu haben. Die Steine und Felsen der Breakaway der Umgebung waren ähnlich wie die Painted Dessert nett anzusehen und bestachen mit diversen Ockerfarben von Weiß über rötliche Töne bis hin zu fast Schwarz.

Der nächste Tag war morgens nochmal schön (und sehr kalt und windig), so machten wir noch einen Abstecher zum Dog-Fence, dem längsten von Menschenhand geschaffenem „Bauwerk“ der Welt, da sich dieser mit über 5.300km Länge durch fast ganz Australien schlängelt, um den Süden (mit der Schafwirtschaft) von den Dingos aus dem Norden freizuhalten, was aber nicht vollständig glückt.

Am Tag ging es dann zurück in die Stadt zu einer Untergrundminentour, bei welcher wir eine der zahlreichen Opalminen der Umgebung besichtigen konnten. Wir erfuhren viel Wissenswertes zum Abbau der Edelsteine und durften die Adern der Steine auf herkömmliche Weise auch einmal selber ausloten.

Danach besuchten wir noch eines der Untergrundhäuser. Dieses war das erste in Coober Pedy und wurde noch per Hand innerhalb von 10 Jahren von drei Frauen aus der Erde geschaufelt. Wir man auf den Fotos der Mine und des Untergrundhauses erkennen kann, gibt es nirgendwo Balken oder Stützen. Das liegt an der wahnsinnig stabilen Erde in der Umgebung. Diese zählt zu den stabilsten der Welt. Bisher ist wohl auch wirklich noch nirgendwo etwas eingebrochen. Das macht auch die Minen recht einfach und preiswert. So wird ein Loch in die Tiefe gebohrt, größer gebohrt und wenn es breit genug ist, wird eine Art Raupe heruntergelassen, welche sich die Schächte in die Erde gräbt, der Abraum wird einfach nach oben geblasen, dass erklärt auch die vielen „Maulwurfshügel“ in der Umgebung der Stadt, welche das Landschaftsbild hier prägen.

Nach einem windigem und eisigem Nachmittag mit Außentemperaturen von nur noch 10-12 Grad, verbrachten wir eine letzte Nacht im Outback, ehe wir am nächsten Tag wieder gen Norden und ins rote Zentrum fahren sollten.

Hier die Bilder der Etappe:


Devils Marbels und der Weg dahin:

Auf unserem Weg in den Süden (zum Uluru) hieß der nächste Stop Mataranka, bzw. Bitter Springs, was beides zum Elsey Nationalpark gehört. Es handelt sich um zwei warme Quellen, eine sehr naturbelassen und eine zu einer Art Pool umfunktioniert, diese wurde im Krieg von Soldaten für die Offiziere ausgebaut. Einer der Soldaten kaufte die Quelle später und baute sie zu einer Touristenattraktion um. Heute gehört sie zum Nationalpark. Beide Quellen haben extrem klares Wasser und sind angenehm warm.

Nach einem kurzem Badestopp ging es weiter Richtung Süden zu den Devils Marbels. Es handelt sich hierbei um Granitreste, die durch Erosion abgeschliffen und gerundet wurden. Schön zu sehen im Sonnenuntergangs-, oder -aufgangslicht. An unserem Schlafplatz in der Nähe überraschte uns am Abend ein Dingo, der sehr nah neben uns heulte und den wir kurz darauf ca. 3 Meter von uns entfernt im Gestrüpp erspähen konnten.

Nach langer Fahrt erreichten wir tags darauf Alice Springs. Hier füllten wir wieder alles auf und fuhren auch gleich weiter Richtung Süden. Der nächste Stopp hier war der Rainbow Valley NP, die Anfahrt dahin war extrem bescheiden, aber die Felsformation war sehr interessant und fotogen.

Auf dem Weg zum südlichsten Ziel unserer Nordtrippps, die Fahrt des Odnandatta-Tracks, kamen wir noch an den Henbury Meteoriten Kratern vorbei. Nicht annähernd so spektakulär wie der Wolfe Creek Krater, waren sie trotzdem ganz hübsch anzusehen und lagen nah am Highway. Es handelt sich dabei um 4 nah beieinander liegende Krater, die vermutlich von einem größerem, vorm Einschlag zerbrochenem Meteoriten stammen. Auf einem Foto stehe ich in der Mitte des Kraters, auf einem anderem sieht man Kati auf dem Kraterrand stehen.

Kurz nach diesem Besuch ging es dann für uns,wie erwähnt nochmal in den Süden (nach Südaustralien), um den Odnandatta-Track zum Lake Eyre South zu fahren und die Opalstadt Coober Pedy zu besuchen. Hier aber ein paar Bilder des Weges bis dahin:


Kakadu und Katherine Gorge Nationalpark…oder im Land von Crocodile Dundee :)

Da wir uns entschlossen hatten unser Auto, bzw. das 4WD-Problem aus Broome, doch reparieren zu lassen und Darwin uns dazu als geeignet erschien, hatten wir uns dort einen Termin besorgt. Unglücklicherweise war der füheste erst 7 Tage nach unserer Ankunft in Darwin. Da wir nicht nur rumsitzen wollten, planten wir unsere Reise schon mal weiterzuführen und dann nach Darwin zurückzukehren, so dass wir die Zeit sinnvoll nutzen konnten.

Aufgrund dessen entschlossen wir uns dazu den Kakadu Nationalpark zu besuchen und anschließend auch noch den Katherine Gorge (Nitmiluk) Nationalpark.

Für alle, die keine Landkarte vor sich haben, sollte man sagen, dass der Kakadu Nationalpark ein sehr großes Gebiet von ca. 20.000km² beinhaltet. Dadurch sind enorme Distanzen zu überwinden und man fährt, um sich möglichst viel anzuschaun bestimmt alles in allem 500-600km.

Am Anfang (von Norden kommend) stand für uns eine Fahrt auf dem Adelaide River auf dem Plan mit Krokodilfütterung, diese springen dabei bis zu 3 Meter aus dem Wasser (bzw. schrauben sich mit dem Schwanz nach oben). Zu Beginn der Tour sahen wir einen riesigen Schwarm Kakadus (little Corellas) am Ufer des Adelaide River. Dann begann die Fütterung der Krokodile mittels Fleisches, welches an einer Art Angel über dem Wasser gehalten und ab und zu plantschend in dieses gelassen wurde. So angelockt kommen die riesigen Urzeitmonster angeschwommen und schnappen danach. Dieses imposante Spektakel war eines der Events in Australien, für das der gezahlte Preis wirklich seinem Wert entsprach (in unserem Augen), absolut top und mehr als empfehlenswert!! Die Bilder sagen auch viel aus, denke ich. Am Ende der Tour wurden noch die Greifvögel in der Nähe gefüttert, die leider für unsere Kameralinsen oft zu shnell oder zu nah waren.

Anschließend ging es weiter Richtung Nationalpark, denn die Krokodiltour war noch außerhalb. Da sich der Tag aufgrund der Tour und der langen Fahrt schon wieder dem Ende neigte, schauten wir uns abends im Nationalpark (der inzwischen auch ordentlich Eintritt kostet!!) noch den Ubirr Rock mit seinen Felsgalerien an. Dort sind sehr sehenswerte (wenngleich auch nicht sehr alte) Aboriginiezeichnungen an den Wänden zu erkennen. In einer Informationsveranstaltung mit einer Rangerin erfuhren wir, dass es sich um eine Art Speiseplan der Ureinwohner handelt mit Kochempfehlungen und Hinweisen zur Zubereitung.

In der Nähe befand sich noch ein schöner Lookout, von dem wir den Sonnenuntergang anschaun wollten, allerdings war es mal wieder bewölkt und das Licht nicht ganz so fotogen ;).

Danach gings zu einem Camp, was leider in der Nähe eines Wasserloches lag. Da zur Zeit eine Moskitoplage im Kakadu herrschte, bekamen wir abends beim Kochen echte Probleme. Hunderte schwirrten um uns herum und alle Mittel, die wir einsetzten versagten komplett. Uns blieb nur die Flucht ins Auto, was aber aufgeheizt (warm war es außerdem noch immer) war und uns aufgrund der Wärme und Moskitos der Hunger verging. Dann verbrachten wir noch ca. 3 Stunden mit Jagd auf die Blutsauger im Auto, wo wir noch ca. 50-60 erledigten, bevor wir schlafen konnten.

Am nächsten Morgen schauten wir uns den Nourlangie Rock und die dortigen „Röntgenmalereien“ an, die scheinbar auch die Knochen der Menschen und Tiere zeigen. Sehenswert und gut erhalten, waren es wirklich beeindruckende Zeichnungen. Später ging es auf einer 4WD-Strecke zu den JimJim-Falls im Süden des Parks, der Weg war nicht besonders gut und die Twin-Falls, die ebenfalls dort lagen, konnte man leider nicht besuchen. Dennoch waren die Wasserfälle beeindruckend. Ob sie die lange und rauhe Anfahrt und die recht mühsame Wanderung und Anstrengungen wert sind, sei mal dahingestellt. Danach übernachteten wir etwas mückenärmer und durch Erfahrungen reicher auch ruhiger an einem anderen Campground, bevor wir am nächsten Morgen ganz früh raus mussten.

Denn dann startete unsere Yellow-Water-Tour, die einzige Möglichkeit das riesige (krokodil- und vogelreiche) Gebiet zu erkunden. Auf der Bootstour durch die Yellow-Water-Lagune zeigte uns der Führer viele Besonderheiten der Flora und vor allem Fauna des Gebietes. So sahen wir ein Paar der Riesenstörche (Jabirus), viele Wasservögel und auch Salzwasserkrokodile, eine Schlange im Wasser und Wildschweine (zwar wild lebend, aber von Europäern eingeführt, genau wir Wasserbüffel, Dromedare, Esel, Ziegen, Füchse, Hasen usw.). Die Tour war sehenswert und interessant, aber auch viel zu teuer für die zu sehenden Dinge, auch das muss mal gesagt werden.

Auf dem Weg raus aus dem Park hielten wir noch an den Gunlom-Falls im Süden, welche wirklich schön sind (vor allem von Oben mit den Badepools), aber auch total und hoffnungslos überlaufen. Man muss hierzu sagen, dass der Park vor Allem am Wochenende und in den Ferien von den Darwinern gern genutzt wird, da er nicht soweit weg liegt (und Einheimische keinen Eintritt zahlen).

Danach ging es weiter Richtung Katherine und des dortigen Nationalparks. Die Schlucht bzw. das Schluchtensystem, welches sehr schön, aber auch enorm groß ist, kann man eigentlich nur per Fuß (am Rand) oder per Kanu (Boot geht aufgrund von Klippen und Steinen nicht oder kaum) erkundet werden. Per Fuß braucht man aber sehr lang, da bis zu 33km lange Wanderwege zur Verfügung stehen (und dies Mehrtagestouren wären). Eigentlich wollten wir eine Kanutour machen, aber die Preise sind auch hier absoluter Wucher. So blieben uns nur kurze Wanderwege und wenige Einblicke.

Zum Glück gab es noch eine zweite Sektion, die Edith Falls im Katherine Gorge Nationalpark, welche nördlich von Katherine liegen und nicht nur schön aussehen, sondern auch herrliche Bademöglichkeiten bieten. Dort verbrachten wir eine Nacht auf der Campsite und fuhren danach Richtung Darwin zurück, um rechtzeitig zur Reparatur da zu sein.

Diese fand dann am Mittwoch statt und brachte erneut Ernüchterung. Zwar konnte einiges repariert werden (was leider letztlich auch sehr teuer war), aber laut Aussage des Mechanikers wäre noch einiges weitere nötig (was in etwa nochmal 1.500 kosten würde). Zwar nicht superdringend, weshalb wir es auch nicht machen ließen (und wegen fehlender finanzieller Mittel), aber doch irgendwann mal. So sind wir nun wieder unterwegs und hoffen, dass nichts weiter kaputt geht auf den letzten ca. 18.000km.

Hier ein paar Bilder von den beiden Nationalparks und Darwin (achso, von Darwin gibt es nicht soviele Bilder, da die Stadt nicht sonderlich schön ist und auch nicht so viele Besonderheiten bietet:


Der Osten und Süden der Kimberleys:

Nach dem Abenteuer Gib-River-Road ging es auf dem Highway weiter. Das Gebiet der Kimberleys erstreckt sich aber nicht nur über die Distanz der Gibb-River-Road, sondern auch noch weit darüber hinaus. So fuhren wir weiter durch sehr schöne Landschaften und Natur, die immer wieder vor Allem durch die Boab-Bäume geprägt ist. Diese Art des Affenbrotbaums ist in Australien nur hier im Norden/Nordwesten vorzufinden und auch nur mit einer Art vertreten. Der Baum blüht nur einen Tag im Jahr, bzw. eine Nacht, da die Blüten durch nachtaktive Tiere (wie Fledermäuse) bestäubt werden. Die Früchte sind die so genannten Boab-Nüsse, die bis zu 25cm groß werden können. Ein bisschen im Verhalten wir Eier, ist die Schale durchaus hart, aber auch spröde und zerbricht schnell, wenn die Nüsse herunterfallen.

Die Aboriginies ritzen in die Boab-Nüsse traditionelle Motive ihrer Landschaft und verkaufen diese an Touristen. Dies konnten wir in Wyndham im Norden erleben. Neben den Ausblicken, welche die Stadt dem Reisenden bietet und dem Riesenkrokodil (aus Beton) machten wir dort unsere ersten durchaus positiven Erfahrungen mit den Ureinwohnern. Angespornt durch die Weltoffenheit von Thimon setzen auch wir uns zu den Ureinwohnern und unterhielten uns mit ihnen. Nach unseren bisherigen, eher negativen Erfahrungen mit betrunkenen und pöbelnden Aboriginies, war dies eine unerwartete und willkommene Abwechslung. In einem Park am Eingang der kleinen Stadt saßen diese im Schatten und schnitzten mit einfachsten Mitteln (meist ein altes Buttermesser) schöne Motive in die Boabnüsse und waren zu Unterhaltungen gern bereit. Sie begegneten uns ausgesprochen freundlich und offen. So erfuhren wir auch erstaunlich viel über die Stämme und die Gebräuche. Auch wenn man hier dazu sagen muss, dass es sich nicht um sogenannte „traditionelle“ Aboriginies handelte, die noch im Busch auf die alte Art leben. Dennoch konnte man bemerken, wie verbunden diese Menschen noch mit dem Land sind und wieviel des alten Wissens noch vorhanden ist.

Die Spuren der westlichen Zivilisation sind aber trotzdem auch hier zu spüren. Das Alkoholproblem, unter dem viele der städtischen Aboriginies leiden, betraf leider auch einige der schnitzfreudigen Ureinwohner. Das Problem dieser Generation könnte vielleicht auf längere Sicht doch eine Wende zum Guten nehmen, da man sehen konnte, dass die Jüngeren der Aboriginies dem Alkohol eher fern blieben, gebildeter waren und auch Technik in stärkerem Maße nutzen (ob mehr Technik allerdings der Menschheit im Allgemeinen nun eher hilft oder nicht, sei mal dahingestellt). Die Lethargie, Depression und der Groll, die bei vielen älteren zu beobachten sind, scheinen hier nicht mehr so stark vorhanden zu sein und diese Menschen scheinen ihre Chancen, die sich bieten mehr zu begreifen und nutzen zu wollen.

Nachdem wir in Wyndham so eine ganze Weile verbracht haben, reisten wir weiter Richtung Süden. Nach einem kurzen Stop in der Stadt Kununurra, wo wir uns um 2.30 Uhr das Finale der Champions League antaten (obs das wert war, sei ebenfalls mal dahingestellt), reisten wir dann weiter in den Purnululu Nationalpark (Bungles Bungles), wie so oft in Australien, gibt es für fast alles zwei Namen, einmal den traditionellen (inzwischen meist offiziell verwendeten) Aboriginie-Namen und zum anderen den älteren, meist europäisch angehauchten Namen, der sich zumeist aber wesentlich leichter aussprechen lässt (am deutlichsten wie ich finde zu bemerken im Kakadu-Nationalpark, dazu mehr später)

Egal ob Bungles Bungles oder Purnululu, es war eine sehr sehenswerte Landschaft, diese Gesteinsformationen wurden auch zum Unesco Weltnaturerbe erklärt und sind wirklich faszinierend. Der Weg dahin ist allerdings eher bescheiden, für die knappen 55km Allradpiste muss man gute 1,5 Stunden einrechnen, sehr kurvenreich, hügelig und von (kleineren) Flussdurchquerungen begleitet kämpften wir uns ans Ziel, wo dann leider unsere Kupplung versagte. Nach einigem Rätselraten und blankliegenden Nerven füllten wir die Flüssigkeit im Kupplungszylinder auf und konnten (mehr schlecht als recht) weiterfahren. Abschleppen mehr als 150kmvon der nächsten Ortschaft wäre sehr teuer geworden.

Trotzdem ließen wir uns den Aufenthalt nicht vermiesen und schauten uns den Nationalpark in Ruhe an. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und wird uns lang in Erinnerung bleiben.

Nach diesem schönen Abstecher ging es weiter nach Halls Creek, einer kleinen Ortschaft im Süden der Kimberleys, dort trennten sich dann leider auch die Wege von Thimon und Johanna und uns. Nach ein paar schönen Tagen zusammen, mussten die beiden in den Westen zurück und reisten Richtung Fitzroy Crossing weiter. Wir hingegen versuchten erst einmal unsere mechanischen Probleme in den Griff zu bekommen. Das Anlasserproblem konnten wir relativ schnell mit Hilfe eines Batterietauschs beheben. Für das Kupplungsproblem mussten wir zum Mechaniker, welcher uns aber zum Glück auch gleich helfen konnte, wenngleich das nicht ganz billig war.

Mit verbessertem Gerät, aber ohne unsere zwei Begleiter ging es dann weiter zum Wolfe Creek Crater. Bekannt aus dem Film „Wolfe Creek“. Ein australischer- Horrorklassiker, welcher angeblich auf wahren Begebenheiten beruht und dabei mit der Einsamkeit der Sehenswürdigkeit wirbt. Nach 120km Fahrt kamen wir dann auf dem nicht ganz so einsamen Campingplatz an. Tatsächlich standen dort noch ca. 4 andere Campmobile und einige Feuer brannten. So machten auch wir unser Feuerchen und nahmen uns die Kraterbesteigung für den nächsten Tag vor. Es handelt sich bei dem Wolfe Creek Crater um einen Meteoritenkrater welcher vor ca. 300.000 Jahren von einem ca. 50.000 Tonnen schwerem Meteoriten in das Gestein geschlagen wurde. Der ursprüngliche Krater soll bis zu 120m tief gewesen sein. Der heutige Krater ist durch die Erosion im Laufe der Zeit auf ca. 50 bis 70m geschrumpft, aber immer noch eindrucksvoll. Am nächsten Morgen machten wir uns auf zur Kraterbesteigung und liefen auf dessen Rand bis zur anderen Seite, wo wir hinabstiegen und dann durch den Krater innen zurück liefen. Die Weite des ca. 830m im Durchmesser großen Kraters war von oben wirklich beeindruckend und imposant. Ich denke, dass die Fotos das ein wenig wiedergeben können.

Anschließend fuhren wir nach erneuten Zwischenstopp in Wyndham wieder nach Kununurra, wo wir Rotschwanzschwarzkakadus sehen konnten und unsere Vorräte für die Fahrt ins Northern Territorry auffüllten. Auf dem Weg dahin, bevor wir Westaustralien verließen fuhren wir noch am Lake Argyle vorbei, einem ca. 1.000km² großen Stausee, welcher auch gleichzeitig der größte Australiens ist. Dort in der Nähe verbrachten wir eine ruhige Nacht an einem wunderschönen Camp, wo wir wieder ein Lagerfeuer entzündeten. Am nächsten Tag kehrten wir den Kimberleys und Westaustralien dann den Rücken. Hier die Bilder der Etappe: