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Kalgoorlie – die Super-Goldmine

Nachdem wir die Nullarbor Plain durchquert und in Norseman einen kurz Stop eingelegt hatten, fuhren wir weiter Richtung Norden in die „Goldfields“ nach Kalgoorlie-Boulder, eine Zwillingsstadt mit 32.000 Einwohner und damit auch gleich (nach Perth) die zweitgrößte Stadt Westaustraliens ;). Diese Stadt verdankt Ihre Größe und auch ihre wirtschaftliche Stellung vor Allem einem, dem GOLD. Das war auch der Hauptgrund für uns dieses beschauliche Städchen zu besuchen, da sich dort die größte Goldmine AUstraliens befindet.

Alles begann, als 1893 Paddy Hannan an der Erdoberfläche Goldnuggets fand. Der 1,6km lange Straßenabschnitt, auf dem damals das Gold gefunden wurde, wird noch heute als „the golden mile“ bezeichnet und bildet die Hauptstraße Kalgoorlies. Das Oberflächengold wurde schnell geborgen und ohne spezielle AUsrüstung kam man an tieferliegendes nicht heran, so dass sich Minengesellschaften gründeten und letztlich nur eine große übrig blieb und bis heute schürft. Das riesige Tagebauloch, welches bis heute erschaffen wurde, misst mit 3,2km Länge, 1,3km Breite und 330m Tiefe enorme Ausmaße. Die Riesenlaster wirken wie Spielzeugautos, obwohl jeder von Ihnen 225 Tonnen Gestein transportieren kann und es 31 davon in der Supermine gibt. Jede mit einem Wert von ca. 4Mio AUD. Die Kosten sind aber eher gering im Vergleich zur Produktion von ca. 850.000 Unzen jährlich.

Die Mine kann von Außen besichtigt werden, was wir auch getan haben oder durch überteuerte Führungen in 2 Stunden, alle 4 Tage mal, was wir daher nicht getan haben. Dann waren wir noch auf einem ehemaligem Förderturm, von dem sich eine schöne Aussicht auf die Stadt bot und im daran angeschlossenen Goldmuseum der Stadt. Außer der Mine und dem Gold bietet die Stadt noch viele (zumeist in der Hauptstraße befindliche) alte historische Gebäude, welche wir uns ebenfalls angeschaut haben.

Nach diesem kurzem Stop ging es auf dem Highway (gespickt mit entgegenkommenen Minen-Roadtrains und Schwerlasttransporten) Richtung Süden an die Küste nach Esperance, unserer nächsten Etappe. Hier eine paar Fotos von Kalgoorlie und der Mine:



Die Nullarbor-Plain Richtung Westen

Ich schreibe diese Zeilen im Dunkeln im Wagen, auf der Fahrt nach Kalgoorlie-Boulder. Es ist noch dunkel, da wir recht früh (um den Tag zu nutzen) aufgestanden sind. Nun ist früh ja relativ…
Also, nach Victoria-Zeit standen wir meist gegen 7.30 Uhr auf, was ja recht normal ist, wie ich finde. Da wir uns aber auf unserer Reise in der letzten Woche nochmal ca. 1.500km Richtung Westen bewegt haben und auch in Australien eine Zeitumstellung (nicht überall allerdings!) stattfand, haben sich die „Zeiten geändert“. Hier ist inzwischen die Winterzeit angebrochen, dass heißt: Uhr eine Stunde zurück, dann haben wir Südaustralien durchquert, nochmals eine halbe Stunde, dann sind wir durch die Nullarbor-Plain gereist, nochmals 1,5 Stunden, so dass es inzwischen 3 Stunden Unterschied sind, da Westaustralien KEINE Winterzeit hat. Die Differenz zu Deutschland waren zuvor 10 Stunden, jetzt sind es nur noch 6 Stunden (10 minus die 3, minus 1 Stunde neue Sommerzeit Deutschland).

So sind wir dann heute nicht 7.30 Uhr, sondern 4.30 Uhr aufgestanden! Inzwischen ist es 5.30 Uhr und es dämmert. Durch die Fahrt nach Westen hat sich der Sonnenaufgang (und auch durch den zunehmenden Winter) doch noch verschoben.

Die Fahrt nach Westen!!!! Das war unsere nächste große Etappe nach der Flinders Ranges. Wir haben auf dem Weg zur letzten großen Versorgungsstadt vor der Nullarbor-Plain noch kurz den Gawlers Ranges Nationalpark besucht, weil wir hofften dort evtl. Dornteufel oder Inka-Kakadus zu sehen (hier leider noch ohne Erfolg). Zu sehen gab es dafür die Organ-Pipes (Orgelpfeifen), eine Gesteinsformation, die sich dort natürlich gebildet hat. Danach machten wir noch kurz Rast an einem kleinen Örtchen namens Baird Bay an der Küste. Dort hätte man mit Delphinen und Seelöwen schwimmen können, aber es hätte ca. 145 Dollar p.P. gekostet und wir hätten da zwei Tage warten müssen. Naja…lieber ein anderes Mal.

Nun stand uns die große Nullarbor-Plain Etappe bevor, vor der wir beide etwas Respekt hatten. Vor uns lagen 1.200km wildes, reines Outback, ohne Ortschaft (nur ab und an mal ein Roadhaus zum Tanken) durch eine baumlose Ebene („nulla arbor“= Latein für „keine Bäume“)! Aber so schlimm war es dann doch nicht.

Es gab allerhand zu sehen unterwegs, da sich auf der Strecke bspw. unterirdische Höhlen befinden, durch Dolinen entstanden, die sich in den riesigen Kalksteinblock (den die Nullarbor darstellt) gefressen haben, viele Aussichtspunkte, von denen aus man unter Anderem auch die Küste sehen konnte, nette kleine Roadhäuser, eine verschüttete alte Telegraphenstation (die bis 1927 in Betrieb war und dann nahezu von den Sanddünen vergraben wurde), seltene wunderschöne Kakadus (nun doch noch!), das längste Stück „Geradeaus“, coole Schilder (weltberühmte Fotomotive), eine Museum über eine im Outback abgestürzte Raumstation (Skylab) und den Anruf des amerikanischen Präsidenten in den kleinem Roadhouse, um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und relativ viel Verkehr für so eine „Outback“straße.

Alles in Allem war es eine interessante Fahrt auf diesen 1200km, bei der wir zwei Stopps unterwegs gemacht haben, deren Spots wirklich schön gelegen waren, haben viel gesehen und die Andersartigkeit genossen, ehe wir am anderen Ende in „Norseman“ ankamen. Der Legende nach wurde die Stadt nach dem Pferd eines glücklichen Goldfinders benannt, da es eines Nachts (beim Rasten) mit seinen Hufen gescharrt und dabei eine Goldader freigelegt hat. Norseman ist die erste richtige Stadt, die man von Osten kommend in Westaustralien erreicht und in der die Benzinpreise wieder normale Ausmaße annehmen, Auf der Nullarbor kostet der Diesel unterwegs ca. 1,92 AUD, im Vergleoch, das billigste, was wir bisher getankt haben war 1,36 AUD und im Schnitt kostet er um die 1,45-1,50 AUD.

Nun sind wir also in Western Australia angelangt, Falks Lieblingsbundesstaat und auch der Größte in Australien! Was wir als erstes zu sehen bekamen, waren viele Red-Gums (rotstämmige Eukalyptusbäume) und rötere Erde :). Unsere Reise führt uns als nächstes nach Kalgoorlie-Boulder mit der größten Goldmiene in Australien. Hier aber ersteinmal ein paar Eindrücke von der Nullabor-Plain:

Nullarbor-Plain - Panorama 1
Nullarbor-Plain - Panorama 2


Kinchega NP und Flinders Ranges NP

Am Freitag, dem 29.03.2013 war es endlich soweit und wir verließen unser Arbeitshostel und Mildura endlich nach exakt 10 Wochen! Die Zeit hier war erfahrungsreich und sehr unterschiedlich, von sehr netten bis sehr störenden Personen haben wir viele getroffen. Die Zeit auf den Weinfeldern war ebenfalls sehr lehrreich und interessant, mal schlecht, mal besser bezahlt. Alles in Allem war es ok und wir haben unser Soll erreicht, welches wir uns vorab gesteckt hatten, leider aber nicht viel mehr. Umso mehr freuten wir uns nun auf die Weiterreise und das Leben in der Natur sowie unsere kommenden Abenteuer unterwegs.

Als ersten Stop hatten wir uns spontan überlegt doch noch in den (damals wegen Hitze unmöglichen) Kinchega Nationalpark zu fahren und von dort über Broken Hill weiter Richtung Westen zu reisen. Gesagt, getan…so fuhren wir Richtung Norden in den Kinchega Nationalpark, welcher im Gegensatz zum Mungo NP noch aktive Seen vorzuweisen hatte. Einen schönen Campground, welchen wir uns vorab auf der Karte rausgesucht hatten, schienen wir jedoch nicht erreichen zu können, da wir plötzlich vor einem „Road Closed“ (Weg geschlossen)-Schild standen. Da wir aber um dahin zu gelangen schon eine recht weite, ziemlich bescheidene Straße gefahren waren und wir das Ganze so gar nicht richtig einsehen konnten und außerdem zu erkennen war, dass an der Schranke schon so Einige vorbeigefahren waren, taten wir es denen gleich und fuhren um die Absperrung herum. Anschließend trafen wir auf einem etwas verwilderten, aber sonst ganz passablen Campground ein, welcher direkt an einem der Seen lag. Dort genossen wir den Sonnenuntergang, machten uns etwas zu essen (auf der funktionierenden BBQ-Platte) und verbrachten anschließend eine sehr ruhige Nacht dort. Außer den Seen hat der Kinchega noch ein sehr schönes, altes historisches Woolshed zu bieten, was uns als schöne Fotokulisse diente.

Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise fort und fuhren Richtung Broken Hill, wo wir unsere Vorräte und den Tank auffüllten und dann weiter Richtung Westen fuhren. Nächstes Ziel sollte der Flinders Ranges Nationalpark sein, doch wir bemerkten, dass der Weg weiter, als gedacht, bzw. der Tag schon weiter als gewollt vorangeschritten war. Da es nicht möglich gewesen wäre, diesen (ca. 450km entfernten Park) noch im Hellen zu erreichen, überlegten wir uns einen Stop im Mount Remarkable NP einzulegen. Leider änderte sich das Wetter unterwegs schlagartig und es regnete dann in Strömen. So kamen wir dann dort kurz vorm Dunkelwerden bei Regen an und übernachteten auch da verbotenerweise auf einer Day-Use-Area (Nur für die Tagesbenutzung). Wir spannten unser „Vordach“ auf uns machten darunter zu essen. Als wir dann ins Bett wollten bemerkten wir plötzlich die ganzen Sterne am Himmel, siehe da, es klarte auf und hörte auf zu regnen. Leider sah das Bild am nächsten Morgen wieder anders aus und es war erneut nieselig, nebelig und trübe. So konnten wir uns in dem Nationalpark leider nichts wirklich anschaun. Wir fuhren weiter in den nächsten Ort um dort im Internet (geht nur, wo wir Handyempfang haben (fast nur in etwas größeren Orten)) nach dem Wetter für die Region zu schaun. Auf dem Parkplatz trafen wir dann zufällig einen Mann mit dem
selben Landcruiser (samt Aufbau), wie wir ihn fahren. Wie sich im Gespräch herausstellte, war es ein netter, deutscher Herr mittleren Alters, der schon seit knapp zwei Jahren mit dem Auto in Australien unterwegs ist.

Nach einem netten Plausch ging unsere Reise (bei inzwischen (wiedermal) aufgeklärten Himmel und plötzlichem Sonnenschein) weiter Richtung Flinders Ranges Nationalpark. Der Park ist aufgrund des sehr alten Gebirgszugs „Flinders Ranges“ wirklich sehenswert, da sich die Hügelketten ringsum auf interessante Art und Weise aus dem Umland hervorheben (siehe Bilder). Der Campingplatz dort war auch traumhaft schön, ruhig, gut ausgestattet und wirklich herrlich natürlich gelegen. So verbrachten wir bei herrlichem Wetter einen wunderschönen Abend, nachdem wir zuvor auf einer Rundfahrt den Gebirgszug von allen Seiten bestaunt hatten. Am nächsten Morgen sahen wir auf der Weiterfahrt dann zufällig noch zwei „Gelbfußkängurus“, welche eine vom Aussterben bedrohte Art sind und nur noch in 2-3 Nationalparks Australiens zu finden (zu erkennen an den gelben Füßen 😉 und dem gestreiften, längerem Schwanz). Auch Emus konnten wir in dem Park sehr viele sehen und auch mal aus größerer Nähe betrachten :). Am Ausgang des Nationalparks besuchten wir noch einen Ort, an dem wir Fels-Kunst der Aboriginies betrachten konnten, wie die Schilder uns zuvor versprachen. Nachdem wir mehrfach vorbeigegangen und an den völlig falschen Stellen gesucht hatten, kamen wir auf die Idee mal auf die kleinen Steine am Wegesrand zu schaun. Mit viel Phantasie konnten man um das Moos tatsächlich einen Kreis und ein paar „Vogelspuren“ eingeritzt erkennen. Naja…

Alles in Allem war die erste Etappe unserer Weiterreise sehr interessant und abwechslungsreich und wir haben wieder allerhand schöne Sachen gesehen. Hier sind ein paar unserer Bilder von der Reise:

Flinders Ranges NP - Panorama 1
Flinders Ranges NP - Panorama 2
Flinders Ranges NP - Panorama 3
Flinders Ranges NP - Panorama 4


Mungo Nationalpark

Am 16.03. und 17.03. hatten wir arbeitsfrei und haben uns deshalb den nahegelegenen (ca. 150km entfernten) Mungo Nationalpark angeschaut. Dieser ist bekannt für seine (seit ca. 15.000 Jahren ausgetrockneten) Seen und die bekanten Sandsteinformationen „Walls of China“. Soviel gibt’s zu unserem Abstecher eigentlich auch gar nicht zu sagen. Die Bilder sprechen, denke ich, für sich. Wir haben beide die Abwechslung nach 8 Wochen Arbeit genossen, auch den Abend auf der Campsite, die Nacht im Zelt (auch wenn unser Luftbett den Geist aufgab und es ganz schön kalt wurde) und uns außerdem viel angeschaut und eine schöne Zeit gehabt.

Hier ein paar Bilder:


Arbeit beendet, Weiterreise steht bevor.

So, heute ist es soweit, wir haben unseren letzten Arbeitstag hinter uns gebracht und haben nun in 10 Wochen unser Soll erreicht und ein paar Dollar wegsparen können, auch wenn wir schon 2.800 Dollar Miete zahlen mussten für das Working-Hostel. Wir hatten insofern Glück, dass ich die letzten 5 Wochen durchgängig Arbeit auf einer Farm hatte, bei der ich das „Mädchen“ für Alles war. Das hieß früh Trauben verpacken und stapeln, dann Trauben mit dem Quad in die Scheune holen, ab und an Zucchinis ernten und später auch Melonen. Nachdem sich Kati mit vielen unterschiedlichen Jobs (alles von der Traube bis zur Sultanine ;)) durchgeschlagen hat, konnte sie die letzten beiden Wochen auch mit auf der besagten Farm von Farmer Vince arbeiten. Dort konnten wir beide zusammen die Arbeit erledigen und bekamen neben Weintrauben, selbstegmachter Pasta-Sauce auch Melonen und Zuccinis zum probieren :). Alles in Allem, haben wir es die letzten Wochen ganz gut hier getroffen und einen netten Farmer als Chef gehabt.

Trotz dessen und dem glücklichen Umstand, dass wir das Hostel hier inzwischen für uns ganz allein haben, freuen wir uns sehr auf die Weiterfahrt und werden am Freitag-Morgen aufbrechen. Das nächste Ziel heißt „Kinchega-Nationalpark“.

Hier nochmal ein paar Bilder und Videos von den letzten Wochen, darunter auch von meinem Paar Arbeits-Schuhe, welches ich vorab für 4AUD hier erworben habe und welche nun ihre verdiente Ruhe (in der Mülltonne) gefunden haben:




Unser Leben und die Arbeit in Mildura

Da wir nun vorhaben eine ganze Weile in Mildura (bzw. im Murray-Flusstal) zu arbeiten, haben wir uns hier ein Arbeitshostel gesucht und dort einquartiert. Inzwischen hatten wir auch schon zwei/drei Jobs und haben unter anderem die Wein-Reihen abgedeckt (gecovert), dabei wir eine Folie über die Stöcke gezogen und mit Nägeln an einem Drahtseil (welches seitlich verläuft) festgemacht.

Seit ein paar Tagen ernten wir auch schon Trauben und versuchen dort etwas Geld zu machen. Ich hatte das Glück im Traktorteam zu sein, das ist zwar schwerer, aber besser bezahlt. Dafür tut mir ordentlich der Rücken weh. Aber Kati ist auch nicht viel besser dran, da das Rumkriechen unter den Weinstöcken auch auf den Rücken und die Knie geht. Aber momentan sind wir froh etwas Arbeit zu haben und wollen, wenn es weiter so läuft noch ca. 6 Wochen hier bleiben, ehe wir unsere Reise Richtung Perth fortsetzen.

Hier ein paar Eindrücke und Bilder:


Adalaide, Hahndorf und das Barossa Valley

Hier der noch fehlende Beitrag zu unserer Reise nachdem wir Kangaroo Island verlassen hatten. Unser Weg führte uns danach Richtung Adelaide, erst nach Hahndorf, eine Stadt, die damals von deutschen Einwanderern gegründet wurde und sich heute noch auf viele deutsche Ursprünge und Traditionen beruft, allerdings spricht kaum noch jemand deutsch dort. Später fuhren wir nach Glenelg (einen Stadtteil am Strand), dann in die Stadt selbst. Gouverneur John Hindmarsh benannte die 1836 gegründete Stadt auf Anweisung aus dem britischen Königshaus nach Queen Adelaide, der aus Meiningen stammenden deutschen Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen und Gemahlin des britischen Königs Wilhelm IV. Von Adelaide aus reisten wir dann in das bekannte Weinanbaugebiet „Barossa Valley“ (auch hier wieder die Verbindung zu Deutschland), von dem wir aber etwas enttäuscht waren, da wir es weder sehr groß noch so schön fanden. Vom Barossa Valley aus führte uns unser Weg weiter zum Murray Valley, um dort Arbeit zu finden. Mildura, wo wir uns aktuell aufhalten liegt am Murray und das Valley ist das zweitgrößte Weinanbaugebiet Australiens.

Am Strand von Adelaide (in West Beach) konnten wir zwei schöne Sonnenuntergänge anschaun und im Barossa Valley ebenfalls. Hie unsere Eindrücke:


Auf Jobsuche…

Nachdem wir Adelaide und die Umgebung ein wenig erkundet haben, inklusive des Barossa Valleys (ein Weinanbaugebiet der Region, welches deutsche Wurzeln hat) haben wir uns inspiriert von den Weinreben und den Trauben dazu enschlossen die Arbeitssuche zu beginnen und sind wieder Richtung Mildura gefahren, da man uns (2 Wochen zuvor) sagte, dass Ende Januar die Ernte hier beginnen soll und es dann Jobs gäbe.

Auf unsere Suche haben wir uns schließlich in ein Arbeits-Hostel verirrt, welches Jobs verspricht (die Arbeitsagenturen sind hier leider sehr unzuverlässich), wenn man dort residiert. Da das eigentliche Hostel schon voll war, hat uns der Besitzer in ein Gebäude neben seinem Haus ausquartiert zusammen mit noch 7 anderen Deutschen die dort wohnen. So sind wir hier zu neunt und hoffen alle, dass die Ernte bald beginnt.

Zur Überbrückung, weil wir nun schon eine Woche hier sind, haben wir verschiedene kleine Jobs erledigt. Meist handelte es sich um das „Covering“ der Weinstöcke, was einem Abdecken der Wein-Reihen mit Plane und besfestigen der selben nahekommt. Die Arbeit ist nicht sonderlich gut bezahlt und man arbeitet ständig über Kopf (da die Stöcke sehr hoch sind). Aber er ist besser als gar nichts und deckt erstmal die Hostelkosten. Kati durfte heute das erste Mal „picken“ (von Fruit-Picking=Fruchternte) und hat ca. 10 Dollar die Stunde gemacht mit Weintrauben ernten. Auch nicht grad viel und für australische Verhältnisse schlecht bezahlt, aber immerhin.

Wir haben vor, vorrausgesetzt wir bekommen einen „Ernte-Job“ die nächsten 8-9 Wochen noch hier zu bleiben und etwas Geld zu verdienen, ehe wir die Reise fortsetzen können. Die Bilder werden demnach jetzt erstmal etwas weniger werden und auch die Beiträge, denn soviel zu berichten gibt’s hier nicht. Bei Gelegenheit mache ich mal ein paar Fotos von der Arbeit und dem Hostel und lade sie noch hoch. Der Beitrag über Adelaide fehlt natürlich auch noch und kommt die nächsten Tage.

So, das erstmal an News von uns.


Kangaroo Island

Nachdem wir den Coorong Nationalpark hinter uns gelassen haben, bewegten wir uns Richtung Küste und Adelaide und damit auch wie von uns geplant vorher zuerstmal auf Kangaroo Island zu. Die Fährüberfahrt mit dem Auto (Dauer ca. 50Minuten) war zwar nicht billig, aber preislich einkalkuliert und deshalb zu erwarten gewesen. Dort verbrachten wir dann knappe 3 Tage und haben dabei viel von der Fauna der Insel mitbekommen. Seelöwen (australische – die Hellen, als auch neuseeländische – die Dunklen), Koalas, Goanas, Echidna, Varan und diverse Vögel konnten wir erspähen. An den Remarkable Rocks verbrachten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Alles in allem ein sehr schöner Trip und durchaus das Geld wert, auch wenn wir die  letzten beiden Tage nicht mehr so schönes Wetter hatten. Danach ging unsere Fahrt weiter Richtung Adelaide.

Hier ein paar unserer Bilder:


Coorong Nationalpark (Der Park der Pelikane)

Nachdem wir die Hitze und Mildura & Co. hinter uns gelassen haben, begaben wir uns Richtung Süden zum Coorong NP. Eigentlich wollten wir vorher noch zum Kinchega und Mungo NP, aber die beiden waren ja wegen der Hitzewelle geschlossen. Bevor es dann nach Kangaroo Island gehen sollte, was unsere nächste Station ist, schauten wir also nochmal in diesem schönen Küstennationalpark vorbei, welcher vor allem für seinen Vogelreichtum bekannt ist.

Viel zu erzählen gibt es eigentlich auch nicht, Vögel haben wir eine Menge gesehen und mal kühlere Tage nach der Gluthitze der Vorwoche genossen. Hier ein paar fotografische Eindrücke.


45 Grad im Outback

Nachdem wir Mildura verlassen haben und Richtung Norden nach Broken Hill aufgebrochen sind, brach auch die Hitzewelle über uns herein. Vielleicht hat es ja manch einer mitbekommen, dass es zur Zeit sehr heiß und trocken ist in weiten Teilen Australiens, so hatten auch wir Rekordtemperaturen von bis zu 45 Grad. Das war auch einer der Gründe, warum wir in Broken Hill und Umgebung gar nicht soviel unternommen haben, da es ganz einfach viel zu heiß war. Die meiste Zeit haben wir daher im Schwimmbad von Broken Hill (einen Tag auf Grund der Wärme sogar kostenloser Eintritt für Alle) und im dortigen McDonalds (klimatisiert) verbracht ;).

Angeschaut haben wir uns natürlich dennoch den Royal Flying Doctor Service, die Gsiterstadt Silverton (in der nur noch nach irgendwannmal 350 Menschen 52 da leben) und das Sculptre Symposium in Broken Hill. Trotzdem war es sehenswert und wir haben die Zeit genossen. Hier mal ein paar Fotos:


Nationalparks auf dem Weg nach Norden

Nachdem wir Sylvester verbracht haben, führte uns unser Weg in den Norden, da wir vorhatten die Outbackstadt Broken Hill zu besichtigen. Auf dem Weg dahin fuhren wir im Mnt. Eccles NP, dem GrampiansNP und dem Wyperfeld NP (zur Big Dessert) vorbei. Alle drei Parks hatten ihre Reize. Im Mnt. Eccles NP sahen wir auch nochmals drei Koalas in den Baumwipfeln. Der Kratersee und die zugehörige Landschaft beeindruckten ebenfalls. Die Grampians einen Tag später waren ebenfalls sehr eindrucksvoll. Vor Allem die Wanderung in den so genannten Wonderland Ranges war sehr schön genauso wie der Wasserfall McKanzieFalls.

 

Den Tag darauf brachen wir auf gen Norden und nahmen dabei noch den Wyperfeld NP mit, den ich in ganz guter Erinnerung hatte. Allerdings war ich in 2009 dort 2-3 Monate eher da. Es war diesmal sehr heiß und es gab sehr viele Buschfliegen. Außerdem arbeiteten wir uns von unten den Park hinauf (von Süden nach Norden ;)) und mussten dabei 55km feinste Sandpiste (nur 4WD) zurücklegen. Es kam,wies kommen musste, wir blieben im Tiefsand stecken und mussten buddeln, Stöcke unterlegen und Reifendruck ablassen. Die Fahrt war aufregend, anstregend, holperig, langwierig, aber auch abenteuerlich und interessant. Am Ende des Tages kamen wir auf einer einsamen Campsite im NP an. Zu sehen gab es außer den Pisten und dem Snowdrift (eine ziemlich hohe Sanddüne mit feinem weißem Sand) eigentlich nicht viel. Ein paar Kängurus und einen angeblich 700-900 Jahre alten Red-Gum-Baum haben wir noch gesichtet, ehe wir wieder zum Park hinaus fuhren und uns auf den langen heißen Weg Richtung Broken Hill machten.

Hier unsere Eindrücke von den drei Nationalparks:


Cape Bridgewater und Umgebung

Nachdem wir die Great Ocean Road hinter uns ließen, schauten wir auf einen Abstecher bei Katis „entfernten Verwandten“ vorbei, die uns sehr herzlich begrüßten und 2 Tage lang versorgten :). An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank dafür. Wir konnten mal wieder eine ordentliche Waschmaschine benutzen, duschen und bei leckerem Essen einen herrlichen Ausblick genießen. Am Abreisetag war uns sogar noch ein kleiner Segeltrip vergönnt :).

Weiterhin sahen wir uns bei einer ausgedehnteren Wanderung eine Kolonie Seelöwen und Frischwasserquellen an der Steilküste an.

Nach unserem Aufenthalt in Cape Bridgewater fuhren wir in der Hoffnung auf einen Job in die Nähe von Mount Gambier. Leider erwies sich diese aussichtsreiche Position in einem Milcherzeugnisunternehmen als wahre Sch…-Arbeit, im wortwörtlichen Sinne. Die Bedingungen waren leider nicht ausreichend, um als Backpacker längere Zeit damit umgehen zu können.

Naja, da es sich um den Sylvestertag handelte, verbrachten wir dann den Jahreswechsel in Mnt. Gambier, zwar unspektakulär, aber dennoch schön. Am Neujahrstag schauten wir uns bei 25 Grad den Blue Lake an und brachen dann auf Richtung Norden und Richtung Hitzewelle, die kommen sollte.

Hier ein paar Bilder (hoffe, dass ich später noch Segelbilder ergänzen kann).


Great Ocean Road

Nachdem wir die Koalas hinter uns gelassen haben, fuhren wir die Great Ocean Road weiter entlang zu den 12 Aposteln. Diese Sandsteinfelsen sind relativ bekannt, nur hatten wir leider nicht so tolles Wetter. Geplant war ein Sonnenuntergang, eine Nacht dort und dann der Sonnenaufgang bei den Aposteln. Aufgrund schlechten Wetters (es war windig und nieselig bis regnerisch) fiel das leider ins Wasser und wir bekamen nur Sturmfotos, obwohl es am Nachmittag dort noch schön war. Naja, wir machten das beste draus und schauten uns noch die anderen Felsformationen auf dem Weg an, die Loch Ard Gorge und die London Bridge.

Danach führte uns der Weg weiter Richtung Cape Bridgewater und Katis „entfernten Verwandten“

Hier ein paar Bilder von der Great Ocean Road:


Melbourne und Umgebung…

Nach dem Besuch auf Phillip Island sind wir am nahe Melbourne auf der Mornington Halbinsel in der gleichnamigen Stadt gelandet und haben da einen Badetag eingelegt. Den nächsten ging es dann in die ehemalige Goldgräberstadt und heute dort untergebrachte Westernstadt Ballarat (Sovereign Hill). Der Tag da war sehr heiß, aber auch sehr schön und verdammt schnell rum. Sehr viele Attraktionen und viel zu sehen, inkl. eigenes Gold waschen. Der Eintritt war nicht billig (war eines unserer Weihnachtsgeschenke, die wir uns machten) aber lohnte sich wirklich. Kann ich empfehlen. Super Shows und viel zu sehen, sehr vieles aus der Originalzeit des Goldrausches vor 130 Jahren.

Am 24. Dezember zu Weihnachten haben wir uns einen relaxten Tag gegönnt, der Beitrag davon war ja schon zu sehen. Am ersten Weihnachtsfeiertag (Weihnachten in Australien) waren wir dann in Melbourne uns die Stadt anschaun. Aufgrund Weihnachten waren dort zwar relativ wenige Leute, aber auch fast alle Geschäfte und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Naja, ich denke, einen Eindruck der Stadt haben wir trotzdem gewonnen. Ich finde sie nicht schlecht, auch relativ sauber und strukturiert, aber im Vergleich zu  Sydney fehlt ihr einfach irgendwas spezielles (in meinen Augen).

Am nächsten Tag waren wir dannganz früh im IMAX zu „The Hobbit“ in 3D. Superfilm, hab mich sehr lang drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ich liebe die Herr der Ringe-Triologie und fand der Hobbit knüft (auch wenn er zuvor spielt) sehr gut daran an. Anschließend sind wir Richtung Geelong gefahren. Allerdings nur durch und dann an den Beginn der Great Ocean Road. Die Bilder dazu folgen noch, weil wir da gerade sind und vor allem den Großteil erst noch sehen werden.

Hier erstmal die Bilder von der Western Stadt, Mornington und Melbourne.


Frohe Weihnachten!!!

Wir wünschen allen zusammen:

Und hier noch ein paar Bilder von unserem Tag 🙂

Frohe Weihnachten


Craigs Hut

Weils so schön war, bekommt er jetzt seinen eigenen Artikel. Schwer hinzukommen, nicht leicht zu finden und jeweils 2 Stunden 4WD-Strecke Fahrt mit echt grausigen Straßen und Steigungen, aber es lohnt sich wirklich. Atemberaubend schöner Ausblick auf den Alpine Nationalpark in Victoria.

Hier ein paar Eindrücke, auch vom Rundrum. Die Kakadu-Bilder sind nicht so scharf und toll, dafür selten. So einen habe ich 2009 gar nicht gesehen und die zwei hier (Männchen und Weibchen) waren auch sehr scheu und schnell weg.


Von Canberra über die Australian Alps

Nachdem wir Sydney verlassen hatten ging es für uns grob Richtung Canberra, der Hauptstadt des Landes zu. Auf dem Weg dahin kamen wir an dem Küstenörtchen Kiama vorbei, welches zwar unter anderem einen Hafen mit Felsküste hatte, aber dort auch für die Einwohner und Besucher eine Art Pool am Meer (mit Meerwasser gespeist), nur eben ruhiger als solches. Dieser war zwar recht kühl, aber erfrischend und schön sowie glasklar.

Nach einer Nacht in dem Örtchen am Meer ging es dann am nächsten Tag auf in den Morton NP (weil er auf der Strecke lag), wo wir uns die Fitzroy Falls anschauten. Da es nach Canberra ein ganzes Stück war, machten wir dann abends auf einer Rest-Area am Highway Halt. Am nächsten Tag besuchten wir die Hauptstadt, dort das War-Memorial (was einem großen Kriesmuseum ähnelt) und das Regierungsgebäude. Die Stadt selber ist sehr weiträumig und leer, obwohl sie ja auch immerhin 350.000 Einwohner hat. Aber da sie sich so weir erstreckt, merkt man davon nicht viel.

Daher sind wir dann auch gleich weitergefahren. Auf dem Weg zur nächsten Station den Australischen Alpen haben wir wieder an einer schönen Rest-Area (ein Stück abseits) vom Highway gehalten und dort zwei nette Österreicher getroffen, die halb Australien in 8 Wochen umrundet haben…

Am nächsten Tag ging es in den Mount Kosciuszko NP, in welchem das Wetter allerdings nicht mehr ganz so schön war. Wir besuchten dort eine schöne Tropfsteinhöhle (kostenlos ;)) und erkundeten auf einer Wanderung noch zwei weitere unbeleuchtete auf eigene Faust. Auf dem Weg dahin sahen wir auch Wildpferde, die es in einigen Teilen Australien noch zur Genüge gibt. Das war echt ein schöner Anblick.

Am Abend schliefen wir im Nationalpark und wollen den nächsten Tag den Mount Kosciuszko besteigen. Dort sahen wir noch zwei Kängurus miteinander im Boxkampf.

Am nächsten Morgen dann leider die böse Überraschung, es regnete und es war (aufgrund der Höhenlage) total neblig, man sah kaum 20 Meter weit. Die Bergbesteigung fiel damit ins Wasser. Trotz Sommers in Australien hatten wir an dem Morgen im Auto die Heizung an, da es sehr kalt war und wir gefroren haben. So kürzten wir die Route ab und fuhren direkt zum nächsten Ziel, was der Mount Buffalo NP sein sollte. Da es dann schon Abend wurde (weiter Weg und Einkauf) schliefen wir in einem Dorf unweit des Nationalparks an einem Park, welcher an einem Fluß lag. Dort entdeckte Kati plötzlich beim Abendessen ein Schnabeltier direkt neben uns. So konnte ich nochmals schöne Bilder machen. Wir sahen mindestens 4 Schnabeltiere gleichzeitig. Man muss bedenken, dass diese eher selten und sehr scheu sind.

Den nächsten Tag besuchten wir den Mount Buffalo NP, leider war auch da das Wetter nicht so schön, so dass es nicht so viele Fotos gibt und der Tag nicht ganz so spektakulär war. Abends fuhren wir dann wieder zurück zu unserem vorigem Nachtlager.

Am nächsten Tag brachen wir dann auf Richtung Alpin Nationalpark und überschritten die Grenze zum Bundesstaat Victoria. Hier übernachteten wir wieder nahe unseres Ziel (Craigs Hut) und hatten wieder eine schöne Stelle. Der Tag war schnell rum, da wir viel gefahren sind, mal wieder Wäsche gewaschen haben 🙂 und einfach mal bisschen entspannt haben, da das Wetter wieder schöner wurde.

Heute dann sind wir aufgebrochen zu Craigs Hut und haben nach langer 4WD-Fahrt die Hütte im Wald auf dem Berg gefunden, es war lohnenswert und herrlich, die Aussicht und Ruhe auf dem Berg sind kaum zu beschreiben, wirklich ein toller und großartiger Ort. Morgen geht es dann Richtung Süd-Ost-Küste (Wilsons Promontory NP), da wartet nochmal ca.400km Fahrt auf uns :(…

Fotos von Craigs Hut folgen noch.