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Central Queensland – der tropische Teil Australiens

Lang hat es gedauert bis mal wieder Bilder von uns kommen, aber nun ist es soweit. Nach dem Abenteuer Cairns ging es für uns zurück Richtung Brisbane. Auf uns wartete die letzte Etappe mit ca. 3 Wochen Länge und den letzten Nationalparks, den letztem Lagerfeuer, den letzten Tauchgängen, letzten Schnabeltieren, Koalas und vielem mehr. Das überraschend Positive an der Etappe waren die vielen Tiere, die wir zu Gesicht bekommen haben.

Nach Cairns ging es an einen der schönsten Strände Australiens, den Mission Beach, im Gegensatz zu vielen anderen Touristenzielen ist diese kleine Ortschaft noch recht einsam. Außer wenigen Backpackern und ein paar Einheimischen waren dort nicht viele anzutreffen. Dort haben wir dann ein paar Kokosnüsse gesammelt und mitgenommen, geknackt haben wir sie später, die letzte erst am 02.09.2013.

Nach dem Mission Beach ging es für uns zu den wunderschönen Wallaman-Falls, die für uns zu den schönsten Australien gehören und auf jeden Fall die höchsten auf dem Kontinent sind, mit imposanten 268 Metern, welche sie in die Tiefe fallen. Der Weg zum Fuße der Fälle war nicht leicht, aber hat sich ebenfalls gelohnt. Einfach Wahnsinn die Fälle. Auf unserem Weg raus aus dem Nationalpark hatten wir Glück und sahen nochmal einen Cassowarie, die ja wirklich selten sind :). Dieser flüchtet auch nicht, sondern setzte sich an den Straßenrand und ruhte sich aus. 🙂

Am nächsten Tag ging es schon auf Magnetic Island, eine Insel in der Nähe von Townsville. Dort liehen wir uns ein Auto aus, eine Art Plastik-Cabrio, das aber Spaß machte und erkundeten die Insel. Zu sehen bekamen wir ein paar Koalas, das Besondere, einer davon hatte einen kleinen Baby-Koala bei sich, was unglaublich süß war. Auch die Strände der Insel und die Weitblicke waren echt sehenswert. Ein schöner Tag für uns.

Tags darauf nahmen wir unser letzten Bad in einem Fluß, dem Alligator Creek im Bowling Green Bay NP, dort machten wir dann noch ein schönes Picknick und sahen sehr zutrauliche Kookaburras, die unter Anderem auch ein paar Würste vom BBQ der Australier klauten.

Im Fortgang unserer Reise in den Süden kamen wir nach Airlie Beach, das Tor zu den Whitsunday Islands, welche nach dem Whitsunday (Pfingstsonntag) benannt sind, an dem James Cook diese entdeckte. Wir buchten dort eine Tour mit dem Boot raus zu einer der Inseln und mit der Möglichkeit nochmals zu tauchen, weil es uns sogut gefallen hatte. Das besondere an dem Trip war aber am Ende eigentlich viel mehr die Sichtung vieler Wale unterwegs und das wir diese springen sahen. Absolut einmalig und für uns sozusagen als Bonus. Das Tauchen war ok, aber die Sicht ist leider nicht wie am Barrier Riff gewesen und da wir eine Tagestour hatten, war auch alles etwas hektisch, dennoch schön und lohnenswert. Die Wale haben wir leider auch nur aus großer Entfernung springen sehen, so dass die Fotos nicht so nah sind.

Hier mal die Bilder der letzten Etappe – Teil 1:


Cairns und Umgebung oder: Krokodile, Regenwald und Palmenstrände:

So, nun noch der fehlende Beitrag aus unserer Zeit in Cairns. Nachdem wir Cape York gemeistert hatten und wieder in der Stadt angekommen waren, machten wir uns auf, meinen damals kennengelernten Freund Ross zu finden, bzw. zu besuchen, nachdem wir seine Adresse zuvor über Google Maps ausmachen konnten. Nach einem herzlichen Wiedersehen und auch der Nachfrage, ob er denn vielleicht Arbeit für uns hätte, da ich damals seinen Zaun für Geld streichen konnte, arbeiteten wir dann beide für zwei Tage als Haushälter, bzw. Hausmeister. Küche aufräumen, Fenster putzen, Dachrinne säubern, Fließen schrubben und Autowaschen gehörte dabei zu den Hauptaufgaben.

Nach ein paar Tagen bei Ross, der auch gerade seine Mama zu Besuch hatte, ging es für uns zum Flughafen nach Cairns, wo wir Katis Eltern erwarteten und abholten. Diese hatten ihren Urlkaub so geplant, dass wir uns für eine Woche hier treffen konnten und gemeinsam die Region erkundeten.

Nach einem Eingewöhnungstag ging es am nächsten Tag in den Daintree Nationalpark und an das dort gelegene Cape Tribulation (Kap der Leiden), an welchem James Cook damals mit seinem Schiff strandete und „notlanden“ musste, um es wieder zu flicken. Auf dem Weg in den Nationalpark sahen wir insgesamt drei ausgewachsene und einen jungen Helmkassuar (Cassowaries), welche relativ selten sind und nur noch hier in Nordqueensland in der Welt vorkommen. Erfreut darüber kamen wir am Cape Tribulation an und verbrachten da einen schönen Tag am Strand sowie im angrenzenden Regenwald. Abends ging es zurück in die Ferienwohnung von Katis Eltern, in deren Nähe wir im Auto schliefen, aber die Annehmlichkeiten wie Strom, Küche und Dusche mit nutzen durften J.

Tags darauf gingen wir nach Cairns und buchten einen Tag am Great Barrier Reef, welches ca. 40-60km von der Küste Cairns enfernt „draußen“ lag und welches für jeden Australienbesucher ein Muss sein sollte. Den restlichen Tag schauten wir uns dann noch Cairns an.

Den nächsten Tag folgte das nächste Highlight dieser Woche, eine Tour mit der historischen Eisenbahn nach Kuranda (einen Ort in der Nähe von Cairns in den Bergen gelegen) und anschließender Fahrt mit der Seilbahn über den Regenwald zurück nach Cairns. Beides war wirklich schön und interessant, das Wetter, was bisher recht durchwachsen war, spielte dabei auch mit. Die Zugfahrt war sehr abwechslkungsreich, führte durch noch handgegrabene Tunnel, vobei an einem Wasserfall und hielt direkt an einem schönen Lookout auf einen weiteren (Barron Falls). Nach einem Bummel durch die kleine Stadt Kuranda ging es mit der Seilbahn (Skyrail) dann wieder hinunter ins Tal. Die Seilbahn schwebt dabei teilweise extrem dicht über den Wipfeln des Regenwaldes um Cairns, was wirklich imposant und sehr schön war, ebenso wie der Blick auf die Küste.

Tags darauf ging es mit dem Auto ins umliegende Tableland, welches ein wenig an das Alpenvorland erinnert, sehr grün ist und aufgrund der höheren Lage oft neblig und regnerisch. Wir hatten aber Glück und es war oft sonnig an dem Tag. Wir schauten uns zwei Kraterseen an, sowie einen erloschenen uralten Vulkankrater. In einem der Seen konnten wir auch frischwasser-Schildkröten beobachten. Danach schauten wir uns ein paar der vielen im Tableland vorhandenen Wasserfälle an. Am schönsten (für viele sogar ein paar der schönsten Australiens) waren dabei wahrscheinlich die Milla-Milla-Falls, die aber auch touristisch entsprechend besucht waren. Am Ende der Schleife fuhren wir wieder zurück nach Cairns.

Am folgenden Tag fuhren wir auch aufgrund meines Wunsches nochmals Richtung Daintree und machten eine Krokodil-Flussfahrt, welche ebenfalls sehr schön war. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand nahe Cairns, da das Wetter richtig schön wurde und wir waren dann auch das erste Mal seit unserer Rückkehr an die Ostküste wieder im Pazifik baden. Das Ende meines Geburtstages rundeten wir dann mit einem schönen, reichhaltigem australischem BBQ ab, bei dem es viele Leckereien gab :P.

Der nächste Tag war der Tag am Great-Barrier-Reef und bedeutete frühes Aufstehen, Fahrt in die Stadt, Fahrt mit dem Katamaran raus ans Riff und dann Schnorcheln an dem selben. Anfangs sah es noch sehr bewölkt aus und sogar nach Regen, aber nach einer Stunde am Riff zog es plötzlich auf unds wurde sonnig. Die Unterwasserwelt hier wieder zusehen war für mich wirklich ein tolles Gefühl und ich denke auch allen anderen hat es super gefallen. So sahen wir Korallen, viele bunte Fische und auch eine Meeresschildkröte. Alles in Allem auch wieder ein schöner und toller Tag in und um Cairns. Leider war es auch schon der letzte Tag für Katis Eltern und so hieß es dann am Folgetag Abschied nehmen, da der Flieger nach Hause rief. Ein bisschen war es auch schon für uns wie der Abschied. Hier die Bilder der Tage:


Perth und die Umgebung (inkl. Pinnacles):

Der nächste Punkt auf unserer Reise um dem fünften Kontinent führte uns nach Perth, die einzige Großstadt in West-Australien. Mit ca. 1,7 Millionen Einwohnern kann man sie durchaus als Metropole bezeichnen. Trotzdessen ist es eine recht angenehme und, durch Parkanlagen wie den Kings-Park, recht grüne Stadt.

Von Süden kommend, machten wir den ersten Halt in Fremantle, eine eigenständige Stadt, die aber eigentlich schon fast wie ein Vorort von Perth wirkt und durch die Nähe (nur 25km) zur Stadt ein geeignetes Sprungbrett für uns war. Wir übernachteten dort in Strandnähe auf einem Parkplatz, welcher zu einer großen Parkanlage gehörte. Es war schön ruhig und für unsere Zwecke bestens geeignet.

Am Tag nach unserer Ankunft schuaten wir uns zunächst etwas in Fremantle um, ehe wir einen Wachtag einlegten und unser Auto etwas sortierten. Am nächsten Tag schauten wir uns (auch wetterbedingt) dann die Millionenstadt selbst an. Wir fuhren mit dem Auto in die Zentrumsnähe und parkten dort. Anschließend fuhren wir mit einem der kostenlosen (!!!) Busse in die Innenstadt und erkundeten diese. Nach dem ganzen Trubel suchten wir am Nachmittag etwas mehr Ruhe und besuchten noch den Kings Park, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hatte.Am Abend ging es zurück nach Fremantle.

Am Tag darauf besuchten wir die vorgelagerte Insel „Rottnest Island“, welche ihren Namen vom ersten Europäer Willem de Vlamingh 1696 erhielt, der die Insel besuchte. Er beschrieb die „Quokkas“ als eine Art Ratte in Katzengröße und weil es auf der Insel nur so von denen wimmelte, taufte er die Insel Rottenest (Rattennest). In Wirklichkeit handelt es sich um eine kleine Art von Kängurus, welche Quokkas genannt werden. Auch heute leben noch ca. 10.000 von ihnen auf der Insel. Weil die Insel Autofrei ist, kann man diese nur mit einem der verkehrenden Busse, zu Fuß oder dem Rad erkunden. Wir entschieden uns für das Rad und mieteten diese nach unserer Ankunft. Da die Insel nur ca. 11km mal 4km groß ist, schafften wir an einem Tag eine Runde von ca. 25 km, wobei wir noch einen schönen Stopp an einer traumhaften Bucht zum Baden in kristallklarem Wasser einlegten. Quokkas bekamen wir nicht viele, aber wenigstens ein paar zu Gesicht, ebenso ein paar Exemplare des Kings Skink. Alles in allem war es ein schöner Tag und am späten Nachmittag ging es nicht mit der Fähre sondern mit dem Speedboot zurück zum Festland. Mit bis zu 75km/h jagten wir über das Wasser :).

Tags darauf erledigten wir noch ein paar Formalitäten und Einkäufe um uns für die Weiterreise in den Norden zu wappnen. Auf den nächsten 4-5.000km wir die nächste und einzige große Stadt gerade einmal 28.000 Einwohner haben.

Tags darauf brachen wir auf in den Nordwesten, welcher größtenteils unbewohnt und auch noch unberührt ist. Doch nahe Perth warteten noch der Yanchep NP und der Namburg NP auf uns. Im Yanchep NP kann man die einzigen Koalas im Westen sehen, welche aber auch nur in einem Freigehege leben, also nicht wirklich wild. Nach kurzem Stopp dort fuhren wir weiter zum Namburg NP, welcher bekannt ist für die Pinnacles, Kalksteinfelsen, welche aus dem Sand der Umgebung ragen und ein schönes Naturmonument darstellen. Diese besichtigten wir am Abend und am kommendem Morgen (bei besserem Wetter), weil wir in der Nähe an der Hangover Bay übernachteten. Dort habe ich den bisher farbintensivsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen.

Ein paar Bilder der vielseitigen Erlebnisse sind hier zu sehen (PS: Kommentare sind durchaus gern gesehen, denn ohne jegliches Feedback fehlt ein bisschen der Anreiz den Blog in der Intensität aufrecht zu erhalten):


Nationalparks auf dem Weg nach Norden

Nachdem wir Sylvester verbracht haben, führte uns unser Weg in den Norden, da wir vorhatten die Outbackstadt Broken Hill zu besichtigen. Auf dem Weg dahin fuhren wir im Mnt. Eccles NP, dem GrampiansNP und dem Wyperfeld NP (zur Big Dessert) vorbei. Alle drei Parks hatten ihre Reize. Im Mnt. Eccles NP sahen wir auch nochmals drei Koalas in den Baumwipfeln. Der Kratersee und die zugehörige Landschaft beeindruckten ebenfalls. Die Grampians einen Tag später waren ebenfalls sehr eindrucksvoll. Vor Allem die Wanderung in den so genannten Wonderland Ranges war sehr schön genauso wie der Wasserfall McKanzieFalls.

 

Den Tag darauf brachen wir auf gen Norden und nahmen dabei noch den Wyperfeld NP mit, den ich in ganz guter Erinnerung hatte. Allerdings war ich in 2009 dort 2-3 Monate eher da. Es war diesmal sehr heiß und es gab sehr viele Buschfliegen. Außerdem arbeiteten wir uns von unten den Park hinauf (von Süden nach Norden ;)) und mussten dabei 55km feinste Sandpiste (nur 4WD) zurücklegen. Es kam,wies kommen musste, wir blieben im Tiefsand stecken und mussten buddeln, Stöcke unterlegen und Reifendruck ablassen. Die Fahrt war aufregend, anstregend, holperig, langwierig, aber auch abenteuerlich und interessant. Am Ende des Tages kamen wir auf einer einsamen Campsite im NP an. Zu sehen gab es außer den Pisten und dem Snowdrift (eine ziemlich hohe Sanddüne mit feinem weißem Sand) eigentlich nicht viel. Ein paar Kängurus und einen angeblich 700-900 Jahre alten Red-Gum-Baum haben wir noch gesichtet, ehe wir wieder zum Park hinaus fuhren und uns auf den langen heißen Weg Richtung Broken Hill machten.

Hier unsere Eindrücke von den drei Nationalparks:


Great Otway Nationalpark oder Koalaland :)

Wer unseren Blog ab und an verfolgt und aufmerksam betrachtet wird bemerkt haben, dass zwei typische Vertreter der australischen Fauna bisher noch nicht auf unseren Bildschöpfungen zu bewundern waren. Zum einen der Emu und zum Anderen, eines der wohl knuddeligsten Tiere der Welt, der Koala (kein Bär!). Zumindest eine der beiden „Lücken“ vermögen wir nun stolz zu schließen. Da es noch einen extra Eintrag zur Great Ocean Road geben wird, geht es hier nur und ausschließlich um den kleinen pelzigen, eukalyptusfressenden, dauerschlafenden Beutler.

Keine Ahnung warum ich 2009 dort „nur“ einen gesehen habe, aber wir haben ungelogen mindestens 50-60 von Ihnen entdeckt und zur Genüge abgelichtet. Hier mal einige unserer bescheidenen Fotos.


Koalas :)