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Cape York – oder: Das Ziel ist NICHT der Weg:

Da uns Katis Eltern in Kürze in Cairns besuchen und wir die Zeit bis dahin noch sinnvoll nutzen wollten, planten wir einen Trip zum Tip, wie der nördlichste Punkt Australiens genannt wird.

Dieser liegt am nördlichen Ende der Cape York Halbinsel, welche als letzte Grenze (The last Frontier) bezeichnet wird, da dort so gut wie keine Menschen leben und das Gebiet noch sehr ursprünglich ist. Der Weg von Cairns bis zur Spitze sind immerhin 900km (One Way), wovon die letzten 700km ungeteert und teilweise in schlechtem Zustand sind. Da wir aber der Meinung waren, dass es eine tropische Halbinsel ist und eine tolle Tierwelt bietet, wollten wir den Trip machen.

Naja, soviel gibt es eigentlich dazu dann gar nicht zu erzählen, die Strecke zog sich sehr und wir brauchten bis zur Spitze (wobei wir tagsüber fast durchfuhren und kaum Stops machten) 2,5 Tage. Tropisch war es nirgends, außer kurz vorm Ende die letzten 5-6km nahe dem Strand. Der nördlichste Punkt selbst (der Strand vor Ort und der Regewald rundherum) waren wirklich sehr schön, aber nichts außergewöhnliches, da die Gegend um Cairns eigentlich genauso aussieht. Trotzdem spannten wir dort eine Hängematte auf und ließen es uns am Abend gutgehen und nächtigten dort am Strand unter Palmen. Der Weg zum Tip war (gerade am Ende) nicht besonders gut und die Reise, die imensen km und Dieseldollar am Ende nicht unbedingt wert.

Da es eigentlich auch nur die eine Straße gibt (und den alten Telegrafenweg – 4WD Strecke mit vielen Flussduchfahreten (inkl. Krokodilen) nicht sehr einladend klang) war die Rückfahrt fast dasselbe wie hinzu und auch nicht spannender. Bis auf das untere Viertel, wo wir in den Lakefield NP abgebogen sind. Aber auch dort gab es wesentlich weniger zu sehen als erhofft. Lediglich ein paar Kakadus, ein einziges Krokodil in der Ferne und ein paar seltene Elstern-Gänse konnten wir entdecken. Zurück auf asphaltierter Strecke schauten wir uns in Laura noch Felszeichnungen der Aboriginies an, welche zum Weltkulturerbe erklärt wurden und Cocktown, die nördlichste Stadt in Queensland, die Orte auf Cape York selber kann man nicht als Stadt bezeichnen.

Wir bereuen es nicht unbedingtt, aber würden es auch keinem unbedingt empfehlen dort hinauf zu fahren. Tropisch ist da fast nichts und das meiste nur ödes, trockenes Savannenland. Den Strand und die Palmen gibt’s auch in Cairns und Port Dougas und den Regenwald im Daintree NP.

Was im Übrigen echt störend war, waren die vielen Australier (diesmal keine Rentner, weil der Weg für Wohnwagen nicht zu empfehlen ist), die alle im Ramboalter sind und dort (bescheidenste Gravelroad) mit Hänger meinen immer noch über 100fahren zu müssen und die Steine nur so spritzen. Einen weiteren kleinen Steinschlag hat uns das auch eingebracht. Naja, ein paar Bilder haben wir aber auch gemacht und die gibt’s hier:


Reise nach Cairns – oder: Lawn Hill Nationalpark und viel Nichts rundrum:

Nach dem Abschied vom Roten Zentrum, fuhren wir Richtung Queensland, wo unsere Reise begann, um den Kreis langsam zu schließen und weil wir wieder in die Sonne wollten und ins Warme. So frueten wir uns auf Cairns, was uns wie das gelobte Land erschien.

Doch zuvor erwartete uns die wohl ödeste und tristeste Strecke auf unserer Australienreise, ca. 2.500km Outback ohne sehenswerte Stops. Daher entschieden wir uns die Route ein klein wenig zu erweitern, um wenigsten einen schönen Stop zu erleben. Geplant war der Halt im Lawn Hill Nationalpark.

Dieser erwies sich dann auch wirklich als absolut sehenswert und sehr angenehm. Der Lawn Hill NP gliedert sich in zwei Sektionen, die südliche ist bekannt durch den Fossilienreichtum, der in der Form weltweiten Seltenheitswert hat und die Stätte daher auch zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Auch für australische Verhältnisse ist er außergewöhnlich, da es nur zwei solcher Stätten hier gibt. Gefunden wurden über 60.000 Fossilien, die zumeist in Museen ausgestellt sind. Das Alter der Fossilien reicht von 25 Mio bis vor 25.000 Jahren. Damit deckt diese Fundstätte einen enorm großen Raum ab. Auf einem kurzem Wanderweg konnten wir ein paar interessante Fossilien im Fels, in dem sie gefunden wurden in ihrer natürlichen Form und ihrem ursprünglichem Erhaltungsgrad bewundern. So die Knochen des Big Bird, der vor mehreren Mio Jharen lebte, bis 2,5 Meter groß und 300kg schwer wurde, oder von alten Krokodilen bzw. einer Schildkrötenart, die bis 1995 als ausgestorben galt und dann doch in der Region als lebendes Exemplar gesichtet wurde und nun als lebendes Fossil gilt.

Besondere Erwähnung verdient noch das Toilettenhäuschen dort, welches sich in der äußeren Form der Umgebung super anpasst :).

Die nördliche Sektion des Nationalparks ist bekannt für seine Natur und seinen Oasencharakter, geprägt durch die Lawn Hill Gorge und den Fluss der Region. Auf schönen Wanderungen am Fluss entlang und in der Gorge konnten wir die Natur dort genießen. Eine Besonderheit fiel uns durch Zufall auf, als wir an einem schönen ruhigem Teich standen und den Wasserfall in der Nähe beobachteten. Plötzlich wurden wir nassgespritzt und wussten nicht wieso. Erst nach erneuter Attacke konnten wir sehen, wer der Attentäter war. Es war einer der zahlreichen Schützenfische, die in dem Gewässer lebten. Diese erhaschen ihre Beute (meist Insekten, die am Rand des Wasser sitzen) durch einen gezielten nicht gerade schwachen Strahl Wassers, durch welchen diese ins Wasser gespült werden und dann gefressen. Bei uns funktionierte das nicht ganz so gut, da wir zu groß waren, aber umso besser mit den Keksen in Katis Händen, diese wurden regelrecht herausgeschossen. Uns ist es dabei sogar gelungen das Ganze zu fotografieren. Echt kurios und faszinierend.

Nach dem Aufenthalt im Lwan Hill NP fuhren wir dann weiter Richtung Cairns und wollten einen Stop im Undara NP machen, und uns die Lavatunnel anschauen, aber die Preise sind unverschämt hoch, so dass wir das gelassen haben. Was wir dafür dort beobachten konnten waren Kängurus, mit kleinen im Beutel.

Nach der langen anstrengenden Reise kamen wir in Cairns an, leider bei Regen (soviel zur Wärme und dem schönen Wetter) und kümmerten uns zuerst einmal um unser Auto, wo schon wieder Reparaturen notwendig waren. Langsam grenzt es an ein Fass ohne Boden. Auch neue (Second Hand-) Reifen haben wir gekauft, da wir schon fast auf Slicks fuhren und diese aufziehen lassen. Danch deckten wir uns schon wieder ein, für das letzte richtige Abenteuer, bevor wir dann langsam zum Ende der Reise kommen, dem Trip zum Tip, davon aber später mehr. Hier mal die Bilder von der Reise nach und von Cairns:


Das Rote Zentrum:

Das Rote Zentrum:

Aus Coober Pedy kommend, erreichten wir nach einer ganzen Weile Fahrt das Rote Zentrum. So genannt wird das Gebiet rund um Alice Springs, einschließlich des Ayers Rock, den Olgas, des Kings Canyon, der West Macdonnell und East Macdonnell Ranges.

Auf dieser Runde zurück nach Alice Springs fuhren wir zuerst zum Ayers Rock. Bei unserer ersten Umrundung (mit dem Auto) machten wir am so genannten „Climb“ halt. Da dieser gerade mal nicht gesperrt war und es möglich war von hier auf den Ayers Rock zu klettern, nahmen wir die Chance spontan wahr. Auch wenn es nicht gern gesehen wird, sind wir der Meinung, wie die Aboriginies es ja selbst so oft bei anderer Gelegenheit erzählen, dass das Land keinem wirklich gehört und allen zugänglich sein sollte. Der Blick von oben ist atemberaubend und die wirkliche Größe des Felsen kann auch, unserer Meinung nach, erst beim Aufstieg und Wandern auf dem Uluru erkannt werden. Auch im Nachhinein war es mit das schönste und einprägsamste Erlebnis an diesen 2-3 Tagen.

Was man allerdings selten sieht, aber nicht unterschätzen sollte, ist die Schwierigkeit des Aufstiegs, die uns beide (und auch alle anderen) zu vielen Pausen auf dem Weg nach oben zwang. Dankbar nimmt man die Haltekette in Anspruch, da der Aufstiegswinkel stellenweise nicht ohne ist.

Schon bei unserem Abstieg wurde das Hinaufklettern dann wieder untersagt und dann auch für die restliche Zeit unseres Aufenthaltes nicht mehr gestattet. Aufgrund von diversen Gründen, ob berechtigt oder nicht, was manchmal fraglich ist, wird die Möglichkeit zur Besteigung immer mehr eingeschränkt, obwohl sie eben nicht verboten ist und auch nicht verboten werden sollte. Man mag davon halten, was man will, es ist letztlich auch nur ein Fels und die Aussicht ist bei diesen von oben nunmal am Schönsten :).

Aus der Ferne (wie auf den meisten Postkarten) machte der Berg auch einen guten Eindruck, leider haben wir ihn nicht bei Sonne sehen können und es war wieder (oder noch immer) sehr kalt, vor Allem nachts. Davon ließen wir uns nicht abschrecken und besichtigten auch die andere Attraktion des Uluru-Kata-Tjuta Nationalparks – die Olgas. Auf einem sehr schönem Walk kam dort sogar mal kurz die Sonne geguckt und wir konnten Wellensittiche beobachten :).

Bei der Rückfahrt stellten wir leider ein erneutes Problem mit dem Auto fest, dessen Beseitigung gerade hier am Uluru nicht gerade billig war und für einige traurigere Momente gesorgt hatte.

Am nächsten Morgen nach der Reparatur verließen wir Yulara und den Nationalpark, mit gemischten Gefühlen. Der Ayers Rock ist sicher sehr beeindruckend, nach wie vor, aber bei grauem Himmel, haben wir beide schon schönere Dinge in Australien gesehen und genossen.

Das nächste Ziel war der Kings Canyon, welcher zwar in der Nähe, aber dennoch ca. 150km entfernt lag. Auch dort gab es eine schöne Wanderung, welche zwar 7km lang war, aber durchaus lohnenswert. Aber hier (wie auch am Ayers Rock) merkt man deutlich, dass dies Massentourismusziele sind, nicht wie viele andere Parks, die wir schon besichtigt haben. Überall werden busseweise Menschen ausgekippt, vor allem Japaner. So waren auch dort sehr viele davon anzutreffen. Der Canyon beeindruckt durch die hohen Schluchtenwände, welche absolut glatt und steil nach unten gehen und durch Wetter und Erosion verschiedene Farbtöne angenommen haben. In der Tiefe und Mitte des Canyons befanden sich kleine Wasserlöcher, umgeben von Palmen und viel Grün, bei warmen Wetter hätte man hier auch schön baden können.

Anschließend fuhren wir ca. 200km Richtung Norden in den West Macdonnell Nationalpark. Auf dem Weg dahin sahen wir erneut Wildpferde, diesmal richtig viele, auch wenn uns die meisten nicht so nah heranließen. Auch Dingos konnten wir des Öfteren bewundern. Der Weg ist aufgrund seiner Un-geteertheit nicht so stark befahren, wie der Rest des Zentrums und beitet wohl auch gerade deswegen noch vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten. Auch unsere ersten wilden Dromedare konnten wir hier sehen :).

Erste Station in den Ranges war der Gosse Bluff Meteoritenkrater. Dieser ca. 142 Millionenjahre alte Krater stammt von einem wirklich heftigen Einschlag. Der Meteorit muss zwischen 600 und 1000m groß gewesen sein und der damals ursprüngliche Krater ca. 20km im Durchmesser und 1km hohen Wänden. Der eigentliche Krater ist durch Erosion längst nicht mehr zu sehen. Was man noch sehen kann, ist eine der aufgestülpten Sandsteinschichten die beim Einschlag überall im Krater entstanden und welche witterungsbeständiger war. Allemal beeindruckend. Mehr als einen kurzen Abstecher konnten wir leider dennoch nicht unternehmen, da ab hier das Wetter noch schlechter wurde, als es ohnehin schon war. Es regnente jetzt des Öfteren und so konnten wir auch in den West Macdonnells nicht soviel anschaun, wie wir gern wollten und vorhatten. Außerdem war es inzwischen richtig kalt und nachts ging das Termometer bis auf 2 Grad zurück. Die Kältewelle hatten wir nun schon fast 14 Tage und langsam zehrte es an den Kräften und an unserer Geduld. Man wurde quasi gar nicht mehr richtig warm, da es auch tagsüber nur in Jacke auszuhalten war.

Die Landschaft selbst, das konnten man öfter erahnen und am Ende auch sehen, war wirklich wunderschön und trotzdem empfehlenswert. Am vorletzten Tag wurde es dann langsam etwas besser und am letzten Tag, den wir nur noch zur Hälfte in den Ranges verbrachten, wurde es dann schön. Und pünktlich zur Rückkehr nach Alice Springs schien dann wieder die Sonne und es wurde auch langsam wärmer. Auch wenn das ärgerlich war, dass wir im Roten Zentrum kein schöneres Wetter hatten, freuten wir uns den blauen Himmel und nachts die Sterne endlich wiederzusehen.

An den letzten beiden Tagen schauten wir uns in den West Macdonnells noch ein paar Schluchten an, sowie die Ochre Pits, eine Art Aboriginie Tagebau, an dem diese den Ocker (in den verschiedensten Farbtönen) abbauten und dann für ihre Zeremonien und Bemalungen benutzten.

In der Simson Gap konnten wir nocheinmal die recht scheuen und nur noch selten in Australien vorkommenden Schwarzfussfelskängurus erleben.

Nach Auftanken der Vorräte und des Treibstoffs fuhren wir bei besserem Wetter und mit besserer Laune in die östlich von Alice Springs gelegenen East Macdonnell Ranges und die dortigen Nationalparks.

Dort konnten Felszeichnungen bewundert werden sowie ebenfalls schöne Schluchten erkundet und die Landschaft sowie die Gebirgszüge genossen werden. Im N’Dhala Gorge Nationalpark konnten wir außerdem Felsgravuren, statt Zeichnungen bewundern, welche bis zu 10.000 Jahre alt waren, was ich persönlich beeindruckender fand, als die Zeichnungen im Kakadu, welche zum Teil gerade einmal 50 Jahre alt waren.

Nach der Rundfahrt im Roten Zentrum schauten wir uns in Alice Springs noch die School of the Air an, die Outbackschule, welche Farmkindern im Northern Territory über Funk, bzw. heute das Internet mit Bildung versorgt. Wirklich beeindruckend ist die Reichweite, welche die Schule hat, die ein Gebiet dreimal so groß wie Deutschland abdeckt. In diesem Gebiet werden 140 Schüler unterrichtet. Entweder Kinder von Farmen oder von Rangern, bzw. Roadhäusern oder Aboriginies in entlegeneren Communitys, welche Englisch intensiver lernen möchten (leider nicht allzu viele). Der am Weitesten entfernte Schüler wohnt ca. 1.400 Straßen-km von Alice Springs entfernt. Insgesamt gibt es 16 solcher Schulen in Australien, wobei die in Alice Springs die größte ist. Das Equipment, welches die Schüler zum Empfang von Internet im Outback benötigen, beinhaltet eine 1,8m große Satellitenschüssel. Die komplette Ausrüstung wird von der Schule auf Leihbasis zur Verfügung gestellt und hat einen Wert von 10.000-15.000 AU$.

Als nächstes führt uns unser Weg raus aus dem Outback und zurück zur Küste. Da wir aber in Mitten des Herzens Australiens sind, steht uns eine ca. 2.500km lange Reise bevor.

Auf dem Weg raus aus dem Northern Territory kamen wir nochmals an den Devils Marbels vorbei, an denen wir Rast machten und einen Dingo ganz ungeniert über den Parkplatz laufen sahen. In Tennant Creek wurde nochmal vollgetankt und dann ging es weiter in Richtung des gelobten Landes, auf nach Cairns.

Hier die Impressionen aus dem Outback:


Der Odnandatta-Track und Coober Pedy – oder: Das richtige Outback :)

Auf unserer Fahrt in den (inzwischen) recht kalten Süden Australiens sahen wir gleich zu Beginn am Morgen eine Herde Wildpferde am Straßenrand, diese 12 schönen Pferde ließen uns nach einer Weile der Gewöhnung und gutem Zureden sehr nah herankommen und eines der Pferde war so neugierig, dass wir es nach einer weiteren Weile sogar streicheln konnten.

Nach diesem wirklich außergewöhnlichem Zwischenstopp ging es für uns weiter in den Süden. Auf uns wartete nun ca. 800km Gravelroad unbekannter Art. Auf dem ersten Abschnitt dieser scheinbar trostlosen Gegend, fuhren wir eine ganze Weile und ließen die Einsamkeit und Weite auf uns wirken, ehe wir an der Painted Dessert ankamen. Die Felsformation, welche dort zu sehen war, beeindruckte mit verschiedenen Erdtönen und wirkte irgendwie surreal in dieser Einöde, aber dennoch wunderschön. Wir beide hatte an diesem Ort ein beeindruckendes Freiheitsgefühl und wir können uns noch gut an die unglaubliche Stille und Ruhe dieses Ort erinnern. Bis auf ein paar Fliegen war es absolut still und man konnte das Blut im Körper rauschen hören. Keinerlei Gebrumme oder Zivilisationsgeräusche irgendwelcher Art, keine Vögel und kein Wind waren zu vernehmen.

Danach fuhren wir weiter in Richtung unseres Tagesziels, Odnandatta. Auf dem Weg dahin fanden wir unterwegs einen scheinbar verlorengegangenen, prächtigen (vermutlich Zucht-) Bullen, der uns neugierig beäugte.

Die Ortschaft Odnandatta, nach welcher der Track benannt ist, liegt am nördlichen Ende der Strecke und war eine wahre Outbackstadt, doch gleichzeitig kam sie uns so unwirklich vor. Mit gerade einmal 180 Einwohnern und lediglich einigen streunenden Hunden auf den Straßen wirkte sie fast wie ausgestorben. Die Hauptattraktion das Pink Roadhouse war auch gleichzeitig die einzige der Siedlung. Dieses wirkte auch etwas verloren mit seinem pinken Anstrich und tanken haben wir da auch niemanden gesehen. Immerhin gab es eine Free-Campsite in der Stadt, die wir aber doch dankend ablehnten, da uns der Ort zu ungastlich wirkte. So campierten wir 5km außerhalb am Straßenrand und hatten ein besseres Gefühl. Trotz allem war es ein interessantes Erlebnis

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Richtung Süden, den Track entlang. Dieser selbst war eine ehemalige Viehtriebroute, welche Maree im Süden mit Odnandatta nicht aud die direkteste Art verbindet. Es war sehr kalt und trüb und das Quecksilber stieg auf nicht mehr als 12 Grad an. Wir kamen an vielen Ruinen der ehemaligen Ghan-Strecke vorbei. The Ghan, wie die Eisenbahn-Linie von Adelaide bis Darwin genannt wird, führte früher fast parallel zum Odnandatta-Track entlang. Bis 1980 war die Strecke noch zum Teil in Betrieb. Die verlassenen, teils damals schon sehr alten Bahnstationen entlang der Gleise, die auch oft gleichzeitig Rinderfarmen waren, liegen heute verlassen und zum Teil total verwahrlost da und können auf eigene Faust erkundet werden. Wir sahen die alten Gleise und Schweller, alte Brücken und eine Menge Ruinen auf dem Weg in den Süden. Die Straße selber war in, für uns überraschend, gutem Zustand und fuhr sich ganz gut.

Am späten Nachmittag kamen wir in William Creek an, der zweiten Ortschaft auf der Strecke und nach eigenen Angaben die kleinste Stadt Australiens mit 12 Einwohnern. Die Ortschaft lebt haupsächlich von der Anna-Creek-Station, welche unweit davon liegt und mit einer Landfläche so groß wie Belgien (oder Mecklemburg-Vorpommern) die größte noch aktive Rinderfarm der Welt ist. Bis zu 17.000 Rinder, mit einem Rind pro km² werden dort gehalten. In der Ortschaft selber gibt es außer einem Hotel (für die Outbacktouristen) und einem Roadhouse nicht viel zu sehen. Dieses wiederum hatte seinen eigenen Charakter, da viele der Besucher eine Visitenkarte oder etwas Ähnliches dort hinterlassen und der Besitzer, bzw. inzwischen die Besucher, (so auch wir) Ihre Karten an die Decke oder die Wände pinnen. Eine etwas skuril wirkende Ausstellung zeigte alte Raketenteile, welche in der Umgebung gefunden wurden, da in einiger Entfernung auch eine Militärbasis (Woomera) liegt, auf welcher naben Raktentests bis in die 80iger Jahre auch Atombombentest durchgeführt wurden (ich glaube in den 50igern). Teile des Schrotts konnten hier bewundert werden. Des Weiteren gab es einen Wegweiser zu den noch bekannteren Metropolen der Welt.

Kurz nach der Stadt machten wir an einem ausgetrocknetem See halt und entfachten ein großes Feuer, da Brennmaterial dort in Hülle und Fülle vorhanden war und vor allem, weil die Nächte hier im Süden empfindlich kalt wurden und die Temperatur nun schon auf 5-6 Grad in der Nacht zurückging. Da wir in einem Auto leben sowie bei jedem Wetter draußen kochen und essen müssen, wurde dies dadurch etwas angenehmer. So konnten wir dank des Feuers den Abend gut überstehen und die Nacht dank warmer Sachen ebenso.

Der nächste Tag war dann etwas schöner, noch immer frisch, aber mit Sonnenschein und etwas wärmer. Auf der weiteren Strecke sahen wir weitere Ruinen und einige natürliche Quellen des artesischen Beckens, welche hier empor sprudelten. Die bekannteste auf der Strecke war der sogenannte Bubbler (hier mit Blubberer am passendsten zu übersetzen). Man konnte deutlich Blasen aufsteigen sehen, verursacht mal durch Wasser, mal durch Luft. Imposant daran war die Klarheit des Wassers und vor Allem die Umgebung, die eigentlich total trocken und karg war. So wirkte das Wasser total fehl am Platz, aber auch sehr schön und gleichzeitig willkommen. Unweit davon sah man noch eine andere imposante Quelle, um die herum Gras wuchs und die zwar nicht sprudelte, aber schön anzusehen war. Erhöht, wie auf einer Art kleinem Krater thronte diese über der öden Ebene.

Auf unserer Reise zum Tagesziel und Umkehrpunkt Lake Eyre sahen wir dann noch eine Menge Dingos, zwei waren so hungrig, dass sie sich von ihrer Beute gar nicht abbringen ließen, auch nicht, als wir höchsten 5m davon entfernt hielten und sie beobachteten.

Am Lake Eyre South, der zu einem riesigem Salzsee gehört, hatten wir unser südliches Ende des Tracks erreicht. Eigentlich geht dieser noch weiter, aber da wir schon im Süden waren und noch nach Coober Pedy wollten, drehten wir hier um und fuhren zurück nach William Creek, von wo aus direkten Straße nach Coober Pedy führt. Der Salzsee, welcher eigentlich in seiner Größe und seinen gigantischen Ausmaßen nur aus der Luft erkennbar ist, bot aus der Ferne zwar immer noch einen irgendwie imposanten Anblick, aber wir beide hatten uns mehr darunter vorgestellt. Wohl auch, weil sich seine Ränder in der Ferne kaum ausmachen ließen und nahezu mit dem Horizont und der Umgebung verschmolzen.

Auf dem Rückweg machten wir noch in Coward Springs halt, ein Campingplatz mit heißer Quelle als Touristenattraktion, die zu einer Art Spa umgebaut wurde. Hübsch anzusehen, eine kleine grüne Oase in der markanten Einöde, aber viel zu klein für so viele Camper und Touristen, so dass wir uns gegen ein Bad darin entschieden, aber dafür die Dusche des Camps gleich nutzten.

Nach erneutem Stopp an unserem alten Platz am trockenem See mit neuerlichem Lagerfeuer, die Glut vom Vorabend war noch immer heiß genug die neuen Äste zu entzünden, verbrachten wir eine noch kältere Nacht hier bei lediglich 4-5 Grad.

Wie geplant fuhren wir am nächsten Tag nach Coober Pedy, welche auch als Opalhauptstadt der Welt bezeichnet wird, da 75% der Weltproduktion von hier kommen. Die Stadt selber findet größtenteils unterirdisch statt, was vor allem an den immens hohen Temperaturen im Sommer liegt. Bis zu 50Grad werden hier. Die Untergrundhäuser haben den Vorteil, dass sie eine konstannte Temperatur von 20-25Grad bieten. 80% der Bevölkerung leben hier unter der Erde, nur die indigene Bevölkerung und griechische Einwanderer leben über Tage. Warm war uns jedenfalls gar nicht, da wir im australischem Winter hier waren, nach Angaben der Einheimischen, einer der kältesten seit langem. Es war so kalt, dass am ersten Tag nur ca. 15 Grad trotz Sonne waren und nachts auch nur ca. 4-5 Grad. Wir besuchten einen Lookout, von dem aus man die Stadt sehr schön überblicken konnte. Vorher trafen wir einen kleinen verrückten Chinesen, der die Touristen mit gewitzten Schildern auf sein Privatgrundstück lockt (vor dem eigentlichem Lookout) und dann in seinen Opalverkaufsraum führt, welcher eigentlich nur ein Hinterzimmer in seinem kleinen Blechhäusschen ist und der versucht einem dort die edlen Steine anzupreisen.

Am späten Nachmittag entschieden wir uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung, die Breakaways anzuschaun, während sich der Himmel zusehends verdunkelte und uns zu dieser Stunde noch nicht bewusst war, dass wir die Sonne die nächsten 10 Tage kaum zu Gesicht bekommen würden :(. An den Breakaways schliefen wir auch die Nacht und waren froh, auch hier ein Feuerchen zu haben. Die Steine und Felsen der Breakaway der Umgebung waren ähnlich wie die Painted Dessert nett anzusehen und bestachen mit diversen Ockerfarben von Weiß über rötliche Töne bis hin zu fast Schwarz.

Der nächste Tag war morgens nochmal schön (und sehr kalt und windig), so machten wir noch einen Abstecher zum Dog-Fence, dem längsten von Menschenhand geschaffenem „Bauwerk“ der Welt, da sich dieser mit über 5.300km Länge durch fast ganz Australien schlängelt, um den Süden (mit der Schafwirtschaft) von den Dingos aus dem Norden freizuhalten, was aber nicht vollständig glückt.

Am Tag ging es dann zurück in die Stadt zu einer Untergrundminentour, bei welcher wir eine der zahlreichen Opalminen der Umgebung besichtigen konnten. Wir erfuhren viel Wissenswertes zum Abbau der Edelsteine und durften die Adern der Steine auf herkömmliche Weise auch einmal selber ausloten.

Danach besuchten wir noch eines der Untergrundhäuser. Dieses war das erste in Coober Pedy und wurde noch per Hand innerhalb von 10 Jahren von drei Frauen aus der Erde geschaufelt. Wir man auf den Fotos der Mine und des Untergrundhauses erkennen kann, gibt es nirgendwo Balken oder Stützen. Das liegt an der wahnsinnig stabilen Erde in der Umgebung. Diese zählt zu den stabilsten der Welt. Bisher ist wohl auch wirklich noch nirgendwo etwas eingebrochen. Das macht auch die Minen recht einfach und preiswert. So wird ein Loch in die Tiefe gebohrt, größer gebohrt und wenn es breit genug ist, wird eine Art Raupe heruntergelassen, welche sich die Schächte in die Erde gräbt, der Abraum wird einfach nach oben geblasen, dass erklärt auch die vielen „Maulwurfshügel“ in der Umgebung der Stadt, welche das Landschaftsbild hier prägen.

Nach einem windigem und eisigem Nachmittag mit Außentemperaturen von nur noch 10-12 Grad, verbrachten wir eine letzte Nacht im Outback, ehe wir am nächsten Tag wieder gen Norden und ins rote Zentrum fahren sollten.

Hier die Bilder der Etappe:


Devils Marbels und der Weg dahin:

Auf unserem Weg in den Süden (zum Uluru) hieß der nächste Stop Mataranka, bzw. Bitter Springs, was beides zum Elsey Nationalpark gehört. Es handelt sich um zwei warme Quellen, eine sehr naturbelassen und eine zu einer Art Pool umfunktioniert, diese wurde im Krieg von Soldaten für die Offiziere ausgebaut. Einer der Soldaten kaufte die Quelle später und baute sie zu einer Touristenattraktion um. Heute gehört sie zum Nationalpark. Beide Quellen haben extrem klares Wasser und sind angenehm warm.

Nach einem kurzem Badestopp ging es weiter Richtung Süden zu den Devils Marbels. Es handelt sich hierbei um Granitreste, die durch Erosion abgeschliffen und gerundet wurden. Schön zu sehen im Sonnenuntergangs-, oder -aufgangslicht. An unserem Schlafplatz in der Nähe überraschte uns am Abend ein Dingo, der sehr nah neben uns heulte und den wir kurz darauf ca. 3 Meter von uns entfernt im Gestrüpp erspähen konnten.

Nach langer Fahrt erreichten wir tags darauf Alice Springs. Hier füllten wir wieder alles auf und fuhren auch gleich weiter Richtung Süden. Der nächste Stopp hier war der Rainbow Valley NP, die Anfahrt dahin war extrem bescheiden, aber die Felsformation war sehr interessant und fotogen.

Auf dem Weg zum südlichsten Ziel unserer Nordtrippps, die Fahrt des Odnandatta-Tracks, kamen wir noch an den Henbury Meteoriten Kratern vorbei. Nicht annähernd so spektakulär wie der Wolfe Creek Krater, waren sie trotzdem ganz hübsch anzusehen und lagen nah am Highway. Es handelt sich dabei um 4 nah beieinander liegende Krater, die vermutlich von einem größerem, vorm Einschlag zerbrochenem Meteoriten stammen. Auf einem Foto stehe ich in der Mitte des Kraters, auf einem anderem sieht man Kati auf dem Kraterrand stehen.

Kurz nach diesem Besuch ging es dann für uns,wie erwähnt nochmal in den Süden (nach Südaustralien), um den Odnandatta-Track zum Lake Eyre South zu fahren und die Opalstadt Coober Pedy zu besuchen. Hier aber ein paar Bilder des Weges bis dahin:


Kakadu und Katherine Gorge Nationalpark…oder im Land von Crocodile Dundee :)

Da wir uns entschlossen hatten unser Auto, bzw. das 4WD-Problem aus Broome, doch reparieren zu lassen und Darwin uns dazu als geeignet erschien, hatten wir uns dort einen Termin besorgt. Unglücklicherweise war der füheste erst 7 Tage nach unserer Ankunft in Darwin. Da wir nicht nur rumsitzen wollten, planten wir unsere Reise schon mal weiterzuführen und dann nach Darwin zurückzukehren, so dass wir die Zeit sinnvoll nutzen konnten.

Aufgrund dessen entschlossen wir uns dazu den Kakadu Nationalpark zu besuchen und anschließend auch noch den Katherine Gorge (Nitmiluk) Nationalpark.

Für alle, die keine Landkarte vor sich haben, sollte man sagen, dass der Kakadu Nationalpark ein sehr großes Gebiet von ca. 20.000km² beinhaltet. Dadurch sind enorme Distanzen zu überwinden und man fährt, um sich möglichst viel anzuschaun bestimmt alles in allem 500-600km.

Am Anfang (von Norden kommend) stand für uns eine Fahrt auf dem Adelaide River auf dem Plan mit Krokodilfütterung, diese springen dabei bis zu 3 Meter aus dem Wasser (bzw. schrauben sich mit dem Schwanz nach oben). Zu Beginn der Tour sahen wir einen riesigen Schwarm Kakadus (little Corellas) am Ufer des Adelaide River. Dann begann die Fütterung der Krokodile mittels Fleisches, welches an einer Art Angel über dem Wasser gehalten und ab und zu plantschend in dieses gelassen wurde. So angelockt kommen die riesigen Urzeitmonster angeschwommen und schnappen danach. Dieses imposante Spektakel war eines der Events in Australien, für das der gezahlte Preis wirklich seinem Wert entsprach (in unserem Augen), absolut top und mehr als empfehlenswert!! Die Bilder sagen auch viel aus, denke ich. Am Ende der Tour wurden noch die Greifvögel in der Nähe gefüttert, die leider für unsere Kameralinsen oft zu shnell oder zu nah waren.

Anschließend ging es weiter Richtung Nationalpark, denn die Krokodiltour war noch außerhalb. Da sich der Tag aufgrund der Tour und der langen Fahrt schon wieder dem Ende neigte, schauten wir uns abends im Nationalpark (der inzwischen auch ordentlich Eintritt kostet!!) noch den Ubirr Rock mit seinen Felsgalerien an. Dort sind sehr sehenswerte (wenngleich auch nicht sehr alte) Aboriginiezeichnungen an den Wänden zu erkennen. In einer Informationsveranstaltung mit einer Rangerin erfuhren wir, dass es sich um eine Art Speiseplan der Ureinwohner handelt mit Kochempfehlungen und Hinweisen zur Zubereitung.

In der Nähe befand sich noch ein schöner Lookout, von dem wir den Sonnenuntergang anschaun wollten, allerdings war es mal wieder bewölkt und das Licht nicht ganz so fotogen ;).

Danach gings zu einem Camp, was leider in der Nähe eines Wasserloches lag. Da zur Zeit eine Moskitoplage im Kakadu herrschte, bekamen wir abends beim Kochen echte Probleme. Hunderte schwirrten um uns herum und alle Mittel, die wir einsetzten versagten komplett. Uns blieb nur die Flucht ins Auto, was aber aufgeheizt (warm war es außerdem noch immer) war und uns aufgrund der Wärme und Moskitos der Hunger verging. Dann verbrachten wir noch ca. 3 Stunden mit Jagd auf die Blutsauger im Auto, wo wir noch ca. 50-60 erledigten, bevor wir schlafen konnten.

Am nächsten Morgen schauten wir uns den Nourlangie Rock und die dortigen „Röntgenmalereien“ an, die scheinbar auch die Knochen der Menschen und Tiere zeigen. Sehenswert und gut erhalten, waren es wirklich beeindruckende Zeichnungen. Später ging es auf einer 4WD-Strecke zu den JimJim-Falls im Süden des Parks, der Weg war nicht besonders gut und die Twin-Falls, die ebenfalls dort lagen, konnte man leider nicht besuchen. Dennoch waren die Wasserfälle beeindruckend. Ob sie die lange und rauhe Anfahrt und die recht mühsame Wanderung und Anstrengungen wert sind, sei mal dahingestellt. Danach übernachteten wir etwas mückenärmer und durch Erfahrungen reicher auch ruhiger an einem anderen Campground, bevor wir am nächsten Morgen ganz früh raus mussten.

Denn dann startete unsere Yellow-Water-Tour, die einzige Möglichkeit das riesige (krokodil- und vogelreiche) Gebiet zu erkunden. Auf der Bootstour durch die Yellow-Water-Lagune zeigte uns der Führer viele Besonderheiten der Flora und vor allem Fauna des Gebietes. So sahen wir ein Paar der Riesenstörche (Jabirus), viele Wasservögel und auch Salzwasserkrokodile, eine Schlange im Wasser und Wildschweine (zwar wild lebend, aber von Europäern eingeführt, genau wir Wasserbüffel, Dromedare, Esel, Ziegen, Füchse, Hasen usw.). Die Tour war sehenswert und interessant, aber auch viel zu teuer für die zu sehenden Dinge, auch das muss mal gesagt werden.

Auf dem Weg raus aus dem Park hielten wir noch an den Gunlom-Falls im Süden, welche wirklich schön sind (vor allem von Oben mit den Badepools), aber auch total und hoffnungslos überlaufen. Man muss hierzu sagen, dass der Park vor Allem am Wochenende und in den Ferien von den Darwinern gern genutzt wird, da er nicht soweit weg liegt (und Einheimische keinen Eintritt zahlen).

Danach ging es weiter Richtung Katherine und des dortigen Nationalparks. Die Schlucht bzw. das Schluchtensystem, welches sehr schön, aber auch enorm groß ist, kann man eigentlich nur per Fuß (am Rand) oder per Kanu (Boot geht aufgrund von Klippen und Steinen nicht oder kaum) erkundet werden. Per Fuß braucht man aber sehr lang, da bis zu 33km lange Wanderwege zur Verfügung stehen (und dies Mehrtagestouren wären). Eigentlich wollten wir eine Kanutour machen, aber die Preise sind auch hier absoluter Wucher. So blieben uns nur kurze Wanderwege und wenige Einblicke.

Zum Glück gab es noch eine zweite Sektion, die Edith Falls im Katherine Gorge Nationalpark, welche nördlich von Katherine liegen und nicht nur schön aussehen, sondern auch herrliche Bademöglichkeiten bieten. Dort verbrachten wir eine Nacht auf der Campsite und fuhren danach Richtung Darwin zurück, um rechtzeitig zur Reparatur da zu sein.

Diese fand dann am Mittwoch statt und brachte erneut Ernüchterung. Zwar konnte einiges repariert werden (was leider letztlich auch sehr teuer war), aber laut Aussage des Mechanikers wäre noch einiges weitere nötig (was in etwa nochmal 1.500 kosten würde). Zwar nicht superdringend, weshalb wir es auch nicht machen ließen (und wegen fehlender finanzieller Mittel), aber doch irgendwann mal. So sind wir nun wieder unterwegs und hoffen, dass nichts weiter kaputt geht auf den letzten ca. 18.000km.

Hier ein paar Bilder von den beiden Nationalparks und Darwin (achso, von Darwin gibt es nicht soviele Bilder, da die Stadt nicht sonderlich schön ist und auch nicht so viele Besonderheiten bietet: