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Das Ende unseres Abenteuers

Hier nun der vorerst letzte Beitrag auf unserem Blog. Wir sind nun schon seit
ca. 10 Tagen wieder in Deutschland, die erste Eingliederung hat ganz gut
geklappt und wir haben den ersten Kulturschock halbwegs überstanden.

Die Gefühle sind gemischt. Wir sind froh unsere Familie und Freunde
wiederzusehen und wieder in gewohntem Umfeld zu sein, aber ein bisschen Wehmut
ist schon auch dabei und ich vermisse Australien schon, mehr als gedacht.

Nachdem wir unsere Autos verkauft haben, endlich und stolz darauf haben wir es
uns im Hostel noch bequem gemacht, soweit das möglich war bei einem Zimmer ohne
Fenster und damit ohne Frischluft und Zugang nach Außen. Haben uns
reorganisiert und die Koffer gepackt. Dann am 10.09.13 war es soweit und unser
Aufenthalt in Australien endete nach 337 Tagen und ca. 46.000 absolvierten
Kilometern. Mitgebracht haben wir ca. 35.000 Fotos und ca. 660 Videos, außerdem
zahlreiche Muscheln und Souveniere, von den Erinnerungen und Eindrücken
natürlich ganz zu schweigen.

Unser Bus zum Flughafen holte uns um 5.20 Uhr morgens ab, so dass unser
Frühstück sehr früh statt fand und das Hostel wie ausgestorben wirkte.

Es klappte soweit auch alles reibungslos, der Flug war lang, ca. 10 Stunden bis
Incheon (bei Seoul in Süd-Korea) und hatte nur eine Stunde Zeitverschiebung. Da
wir aber auf den Anschlussflug gute 20 Stunden warten mussten, bekamen wir von
der Korean Air einen Hotelaufenthalt mit Verpflegung geschenkt.

Der Transfer klappte ebenfalls gut und so machten wir nach dem 4-Gänge
Abendessen mit leckerem Steak als Hauptgang noch ein bisschen die Hotelumgebung
unsicher und erkundeten die Straßen Süd-Koreas. Nach einer interessanten
Begegnung mit einem Einheimischen, der uns auf ein Bier einladen wollte gingen
wir zurück und schliefen in dem bis dahin wohl besten Bett des Jahres ein :).

Am nächsten Morgen gab es dann das wohl beste Frühstück des Jahres mit einem
Buffet, das wir beide ordentlich strapazierten und uns für den Tag satt aßen
:D.

Dann ging es leider auch schon weiter und zurück zum Flughafen, wo unser Airbus
A380 darauf wartete uns in die Heimat zurückbringen zu dürfen. Das war dann
auch das Ende unserer Reise und so ist das letzte, was wir fotografiert haben
auch das Flugzeug. Hier die letzten Bilder unserer Reise. Wenn jemand welche
groß haben möchte, einfach den Titel merken und uns schreiben oder Bescheid
sagen :).

Wir beide (Kati und Falk) hoffen, dass unser Blog unseren Lesern gefallen hat
und für einige ein paar nützliche und interessante Neuigkeiten parat hielt und
Euch unsere Bilder und Berichte ebenfalls gefallen haben. Am Ende sind es ja
hauptsächlich unsere Aufzeichnungen und dienen uns auch als eine Art
Erinnerung. Wir sind froh, dass wir diese Erlebnisse machen durften und auch
stolz darauf. Sicher mussten wir auch vielen Dingen entbehren, was auf den
Fotos nicht immer unbedingt sichtbar ist, aber es lohnte sich und ist den
Stress davor und danach ebenfalls wert.

Ich denke trotz allem, dass wir Australien wiedersehen werden. Bis dahin sagen
wir aber beide Tschüss.


Kurzmitteilung

In Brisbane angekommen

Nun sind wir seit dem 23.08.2013 schon zurück in Brisbane, leider hatten wir anfangs kein Internet, bzw. keinen Strom, so dass wir kaum schreiben konnten und auch die Zeit war sehr knapp, da wir uns primär um den Autoverkauf kümmern mussten. Wer aufmerksam unseren Blog gelesen hat, wird bemerkt haben, dass wir den Van, den wir anfangs hatten noch NICHT verkaufen konnten und nun somit zwei Autos loswerden mussten, ehe wir wieder nach Hause fliegen.

Zum Abschied im Bowman-Park, besuchte uns auch nochmal unser Freund vom Oktober 2012, unser „Fruchtzwerg“ :), dann sahen wir noch zwei Papageien, die wir (die Art) das ganze Jahr nicht zu Gesicht bekommen haben. Leider weit weg und gegen das Licht 😦 (da spricht der Fotograf).

So nun die gute Neuigkeit, gestern war es dann soweit und wir haben erfolgreich beide Autos verkauft. Nach anstrengenden Tagen, mit Werbung, Putzen, Aufbereiten und viel Rennerei und Schriftkram haben wir es nun überstanden und können die letzten Tage in Brisbane, zwar ohne Auto, aber dafür ohne größere Sorgen angehen. Nun heißt es, alles für die Rückreise organisieren und langsam Koffer packen :).

Der Abschied fällt nicht ganz leicht, aber wir freuen uns auch auf viele Dinge zu Hause, ganz besonders natürlich auf die Familie und die Freunde 🙂 und gutes Essen.

Ich denke, dass das der vorletzte Eintrag war, ein paar letzte Fotos werden noch kommen, aber im Großen und Ganzen wars das!

Wenn jemand Fotos kaufen möchte, einfach Email an mich :).
lg Falk


Der Osten und Süden der Kimberleys:

Nach dem Abenteuer Gib-River-Road ging es auf dem Highway weiter. Das Gebiet der Kimberleys erstreckt sich aber nicht nur über die Distanz der Gibb-River-Road, sondern auch noch weit darüber hinaus. So fuhren wir weiter durch sehr schöne Landschaften und Natur, die immer wieder vor Allem durch die Boab-Bäume geprägt ist. Diese Art des Affenbrotbaums ist in Australien nur hier im Norden/Nordwesten vorzufinden und auch nur mit einer Art vertreten. Der Baum blüht nur einen Tag im Jahr, bzw. eine Nacht, da die Blüten durch nachtaktive Tiere (wie Fledermäuse) bestäubt werden. Die Früchte sind die so genannten Boab-Nüsse, die bis zu 25cm groß werden können. Ein bisschen im Verhalten wir Eier, ist die Schale durchaus hart, aber auch spröde und zerbricht schnell, wenn die Nüsse herunterfallen.

Die Aboriginies ritzen in die Boab-Nüsse traditionelle Motive ihrer Landschaft und verkaufen diese an Touristen. Dies konnten wir in Wyndham im Norden erleben. Neben den Ausblicken, welche die Stadt dem Reisenden bietet und dem Riesenkrokodil (aus Beton) machten wir dort unsere ersten durchaus positiven Erfahrungen mit den Ureinwohnern. Angespornt durch die Weltoffenheit von Thimon setzen auch wir uns zu den Ureinwohnern und unterhielten uns mit ihnen. Nach unseren bisherigen, eher negativen Erfahrungen mit betrunkenen und pöbelnden Aboriginies, war dies eine unerwartete und willkommene Abwechslung. In einem Park am Eingang der kleinen Stadt saßen diese im Schatten und schnitzten mit einfachsten Mitteln (meist ein altes Buttermesser) schöne Motive in die Boabnüsse und waren zu Unterhaltungen gern bereit. Sie begegneten uns ausgesprochen freundlich und offen. So erfuhren wir auch erstaunlich viel über die Stämme und die Gebräuche. Auch wenn man hier dazu sagen muss, dass es sich nicht um sogenannte „traditionelle“ Aboriginies handelte, die noch im Busch auf die alte Art leben. Dennoch konnte man bemerken, wie verbunden diese Menschen noch mit dem Land sind und wieviel des alten Wissens noch vorhanden ist.

Die Spuren der westlichen Zivilisation sind aber trotzdem auch hier zu spüren. Das Alkoholproblem, unter dem viele der städtischen Aboriginies leiden, betraf leider auch einige der schnitzfreudigen Ureinwohner. Das Problem dieser Generation könnte vielleicht auf längere Sicht doch eine Wende zum Guten nehmen, da man sehen konnte, dass die Jüngeren der Aboriginies dem Alkohol eher fern blieben, gebildeter waren und auch Technik in stärkerem Maße nutzen (ob mehr Technik allerdings der Menschheit im Allgemeinen nun eher hilft oder nicht, sei mal dahingestellt). Die Lethargie, Depression und der Groll, die bei vielen älteren zu beobachten sind, scheinen hier nicht mehr so stark vorhanden zu sein und diese Menschen scheinen ihre Chancen, die sich bieten mehr zu begreifen und nutzen zu wollen.

Nachdem wir in Wyndham so eine ganze Weile verbracht haben, reisten wir weiter Richtung Süden. Nach einem kurzen Stop in der Stadt Kununurra, wo wir uns um 2.30 Uhr das Finale der Champions League antaten (obs das wert war, sei ebenfalls mal dahingestellt), reisten wir dann weiter in den Purnululu Nationalpark (Bungles Bungles), wie so oft in Australien, gibt es für fast alles zwei Namen, einmal den traditionellen (inzwischen meist offiziell verwendeten) Aboriginie-Namen und zum anderen den älteren, meist europäisch angehauchten Namen, der sich zumeist aber wesentlich leichter aussprechen lässt (am deutlichsten wie ich finde zu bemerken im Kakadu-Nationalpark, dazu mehr später)

Egal ob Bungles Bungles oder Purnululu, es war eine sehr sehenswerte Landschaft, diese Gesteinsformationen wurden auch zum Unesco Weltnaturerbe erklärt und sind wirklich faszinierend. Der Weg dahin ist allerdings eher bescheiden, für die knappen 55km Allradpiste muss man gute 1,5 Stunden einrechnen, sehr kurvenreich, hügelig und von (kleineren) Flussdurchquerungen begleitet kämpften wir uns ans Ziel, wo dann leider unsere Kupplung versagte. Nach einigem Rätselraten und blankliegenden Nerven füllten wir die Flüssigkeit im Kupplungszylinder auf und konnten (mehr schlecht als recht) weiterfahren. Abschleppen mehr als 150kmvon der nächsten Ortschaft wäre sehr teuer geworden.

Trotzdem ließen wir uns den Aufenthalt nicht vermiesen und schauten uns den Nationalpark in Ruhe an. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und wird uns lang in Erinnerung bleiben.

Nach diesem schönen Abstecher ging es weiter nach Halls Creek, einer kleinen Ortschaft im Süden der Kimberleys, dort trennten sich dann leider auch die Wege von Thimon und Johanna und uns. Nach ein paar schönen Tagen zusammen, mussten die beiden in den Westen zurück und reisten Richtung Fitzroy Crossing weiter. Wir hingegen versuchten erst einmal unsere mechanischen Probleme in den Griff zu bekommen. Das Anlasserproblem konnten wir relativ schnell mit Hilfe eines Batterietauschs beheben. Für das Kupplungsproblem mussten wir zum Mechaniker, welcher uns aber zum Glück auch gleich helfen konnte, wenngleich das nicht ganz billig war.

Mit verbessertem Gerät, aber ohne unsere zwei Begleiter ging es dann weiter zum Wolfe Creek Crater. Bekannt aus dem Film „Wolfe Creek“. Ein australischer- Horrorklassiker, welcher angeblich auf wahren Begebenheiten beruht und dabei mit der Einsamkeit der Sehenswürdigkeit wirbt. Nach 120km Fahrt kamen wir dann auf dem nicht ganz so einsamen Campingplatz an. Tatsächlich standen dort noch ca. 4 andere Campmobile und einige Feuer brannten. So machten auch wir unser Feuerchen und nahmen uns die Kraterbesteigung für den nächsten Tag vor. Es handelt sich bei dem Wolfe Creek Crater um einen Meteoritenkrater welcher vor ca. 300.000 Jahren von einem ca. 50.000 Tonnen schwerem Meteoriten in das Gestein geschlagen wurde. Der ursprüngliche Krater soll bis zu 120m tief gewesen sein. Der heutige Krater ist durch die Erosion im Laufe der Zeit auf ca. 50 bis 70m geschrumpft, aber immer noch eindrucksvoll. Am nächsten Morgen machten wir uns auf zur Kraterbesteigung und liefen auf dessen Rand bis zur anderen Seite, wo wir hinabstiegen und dann durch den Krater innen zurück liefen. Die Weite des ca. 830m im Durchmesser großen Kraters war von oben wirklich beeindruckend und imposant. Ich denke, dass die Fotos das ein wenig wiedergeben können.

Anschließend fuhren wir nach erneuten Zwischenstopp in Wyndham wieder nach Kununurra, wo wir Rotschwanzschwarzkakadus sehen konnten und unsere Vorräte für die Fahrt ins Northern Territorry auffüllten. Auf dem Weg dahin, bevor wir Westaustralien verließen fuhren wir noch am Lake Argyle vorbei, einem ca. 1.000km² großen Stausee, welcher auch gleichzeitig der größte Australiens ist. Dort in der Nähe verbrachten wir eine ruhige Nacht an einem wunderschönen Camp, wo wir wieder ein Lagerfeuer entzündeten. Am nächsten Tag kehrten wir den Kimberleys und Westaustralien dann den Rücken. Hier die Bilder der Etappe:


Perth und die Umgebung (inkl. Pinnacles):

Der nächste Punkt auf unserer Reise um dem fünften Kontinent führte uns nach Perth, die einzige Großstadt in West-Australien. Mit ca. 1,7 Millionen Einwohnern kann man sie durchaus als Metropole bezeichnen. Trotzdessen ist es eine recht angenehme und, durch Parkanlagen wie den Kings-Park, recht grüne Stadt.

Von Süden kommend, machten wir den ersten Halt in Fremantle, eine eigenständige Stadt, die aber eigentlich schon fast wie ein Vorort von Perth wirkt und durch die Nähe (nur 25km) zur Stadt ein geeignetes Sprungbrett für uns war. Wir übernachteten dort in Strandnähe auf einem Parkplatz, welcher zu einer großen Parkanlage gehörte. Es war schön ruhig und für unsere Zwecke bestens geeignet.

Am Tag nach unserer Ankunft schuaten wir uns zunächst etwas in Fremantle um, ehe wir einen Wachtag einlegten und unser Auto etwas sortierten. Am nächsten Tag schauten wir uns (auch wetterbedingt) dann die Millionenstadt selbst an. Wir fuhren mit dem Auto in die Zentrumsnähe und parkten dort. Anschließend fuhren wir mit einem der kostenlosen (!!!) Busse in die Innenstadt und erkundeten diese. Nach dem ganzen Trubel suchten wir am Nachmittag etwas mehr Ruhe und besuchten noch den Kings Park, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hatte.Am Abend ging es zurück nach Fremantle.

Am Tag darauf besuchten wir die vorgelagerte Insel „Rottnest Island“, welche ihren Namen vom ersten Europäer Willem de Vlamingh 1696 erhielt, der die Insel besuchte. Er beschrieb die „Quokkas“ als eine Art Ratte in Katzengröße und weil es auf der Insel nur so von denen wimmelte, taufte er die Insel Rottenest (Rattennest). In Wirklichkeit handelt es sich um eine kleine Art von Kängurus, welche Quokkas genannt werden. Auch heute leben noch ca. 10.000 von ihnen auf der Insel. Weil die Insel Autofrei ist, kann man diese nur mit einem der verkehrenden Busse, zu Fuß oder dem Rad erkunden. Wir entschieden uns für das Rad und mieteten diese nach unserer Ankunft. Da die Insel nur ca. 11km mal 4km groß ist, schafften wir an einem Tag eine Runde von ca. 25 km, wobei wir noch einen schönen Stopp an einer traumhaften Bucht zum Baden in kristallklarem Wasser einlegten. Quokkas bekamen wir nicht viele, aber wenigstens ein paar zu Gesicht, ebenso ein paar Exemplare des Kings Skink. Alles in allem war es ein schöner Tag und am späten Nachmittag ging es nicht mit der Fähre sondern mit dem Speedboot zurück zum Festland. Mit bis zu 75km/h jagten wir über das Wasser :).

Tags darauf erledigten wir noch ein paar Formalitäten und Einkäufe um uns für die Weiterreise in den Norden zu wappnen. Auf den nächsten 4-5.000km wir die nächste und einzige große Stadt gerade einmal 28.000 Einwohner haben.

Tags darauf brachen wir auf in den Nordwesten, welcher größtenteils unbewohnt und auch noch unberührt ist. Doch nahe Perth warteten noch der Yanchep NP und der Namburg NP auf uns. Im Yanchep NP kann man die einzigen Koalas im Westen sehen, welche aber auch nur in einem Freigehege leben, also nicht wirklich wild. Nach kurzem Stopp dort fuhren wir weiter zum Namburg NP, welcher bekannt ist für die Pinnacles, Kalksteinfelsen, welche aus dem Sand der Umgebung ragen und ein schönes Naturmonument darstellen. Diese besichtigten wir am Abend und am kommendem Morgen (bei besserem Wetter), weil wir in der Nähe an der Hangover Bay übernachteten. Dort habe ich den bisher farbintensivsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen.

Ein paar Bilder der vielseitigen Erlebnisse sind hier zu sehen (PS: Kommentare sind durchaus gern gesehen, denn ohne jegliches Feedback fehlt ein bisschen der Anreiz den Blog in der Intensität aufrecht zu erhalten):


Kalgoorlie – die Super-Goldmine

Nachdem wir die Nullarbor Plain durchquert und in Norseman einen kurz Stop eingelegt hatten, fuhren wir weiter Richtung Norden in die „Goldfields“ nach Kalgoorlie-Boulder, eine Zwillingsstadt mit 32.000 Einwohner und damit auch gleich (nach Perth) die zweitgrößte Stadt Westaustraliens ;). Diese Stadt verdankt Ihre Größe und auch ihre wirtschaftliche Stellung vor Allem einem, dem GOLD. Das war auch der Hauptgrund für uns dieses beschauliche Städchen zu besuchen, da sich dort die größte Goldmine AUstraliens befindet.

Alles begann, als 1893 Paddy Hannan an der Erdoberfläche Goldnuggets fand. Der 1,6km lange Straßenabschnitt, auf dem damals das Gold gefunden wurde, wird noch heute als „the golden mile“ bezeichnet und bildet die Hauptstraße Kalgoorlies. Das Oberflächengold wurde schnell geborgen und ohne spezielle AUsrüstung kam man an tieferliegendes nicht heran, so dass sich Minengesellschaften gründeten und letztlich nur eine große übrig blieb und bis heute schürft. Das riesige Tagebauloch, welches bis heute erschaffen wurde, misst mit 3,2km Länge, 1,3km Breite und 330m Tiefe enorme Ausmaße. Die Riesenlaster wirken wie Spielzeugautos, obwohl jeder von Ihnen 225 Tonnen Gestein transportieren kann und es 31 davon in der Supermine gibt. Jede mit einem Wert von ca. 4Mio AUD. Die Kosten sind aber eher gering im Vergleich zur Produktion von ca. 850.000 Unzen jährlich.

Die Mine kann von Außen besichtigt werden, was wir auch getan haben oder durch überteuerte Führungen in 2 Stunden, alle 4 Tage mal, was wir daher nicht getan haben. Dann waren wir noch auf einem ehemaligem Förderturm, von dem sich eine schöne Aussicht auf die Stadt bot und im daran angeschlossenen Goldmuseum der Stadt. Außer der Mine und dem Gold bietet die Stadt noch viele (zumeist in der Hauptstraße befindliche) alte historische Gebäude, welche wir uns ebenfalls angeschaut haben.

Nach diesem kurzem Stop ging es auf dem Highway (gespickt mit entgegenkommenen Minen-Roadtrains und Schwerlasttransporten) Richtung Süden an die Küste nach Esperance, unserer nächsten Etappe. Hier eine paar Fotos von Kalgoorlie und der Mine:



Adalaide, Hahndorf und das Barossa Valley

Hier der noch fehlende Beitrag zu unserer Reise nachdem wir Kangaroo Island verlassen hatten. Unser Weg führte uns danach Richtung Adelaide, erst nach Hahndorf, eine Stadt, die damals von deutschen Einwanderern gegründet wurde und sich heute noch auf viele deutsche Ursprünge und Traditionen beruft, allerdings spricht kaum noch jemand deutsch dort. Später fuhren wir nach Glenelg (einen Stadtteil am Strand), dann in die Stadt selbst. Gouverneur John Hindmarsh benannte die 1836 gegründete Stadt auf Anweisung aus dem britischen Königshaus nach Queen Adelaide, der aus Meiningen stammenden deutschen Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen und Gemahlin des britischen Königs Wilhelm IV. Von Adelaide aus reisten wir dann in das bekannte Weinanbaugebiet „Barossa Valley“ (auch hier wieder die Verbindung zu Deutschland), von dem wir aber etwas enttäuscht waren, da wir es weder sehr groß noch so schön fanden. Vom Barossa Valley aus führte uns unser Weg weiter zum Murray Valley, um dort Arbeit zu finden. Mildura, wo wir uns aktuell aufhalten liegt am Murray und das Valley ist das zweitgrößte Weinanbaugebiet Australiens.

Am Strand von Adelaide (in West Beach) konnten wir zwei schöne Sonnenuntergänge anschaun und im Barossa Valley ebenfalls. Hie unsere Eindrücke:


Auf Jobsuche…

Nachdem wir Adelaide und die Umgebung ein wenig erkundet haben, inklusive des Barossa Valleys (ein Weinanbaugebiet der Region, welches deutsche Wurzeln hat) haben wir uns inspiriert von den Weinreben und den Trauben dazu enschlossen die Arbeitssuche zu beginnen und sind wieder Richtung Mildura gefahren, da man uns (2 Wochen zuvor) sagte, dass Ende Januar die Ernte hier beginnen soll und es dann Jobs gäbe.

Auf unsere Suche haben wir uns schließlich in ein Arbeits-Hostel verirrt, welches Jobs verspricht (die Arbeitsagenturen sind hier leider sehr unzuverlässich), wenn man dort residiert. Da das eigentliche Hostel schon voll war, hat uns der Besitzer in ein Gebäude neben seinem Haus ausquartiert zusammen mit noch 7 anderen Deutschen die dort wohnen. So sind wir hier zu neunt und hoffen alle, dass die Ernte bald beginnt.

Zur Überbrückung, weil wir nun schon eine Woche hier sind, haben wir verschiedene kleine Jobs erledigt. Meist handelte es sich um das „Covering“ der Weinstöcke, was einem Abdecken der Wein-Reihen mit Plane und besfestigen der selben nahekommt. Die Arbeit ist nicht sonderlich gut bezahlt und man arbeitet ständig über Kopf (da die Stöcke sehr hoch sind). Aber er ist besser als gar nichts und deckt erstmal die Hostelkosten. Kati durfte heute das erste Mal „picken“ (von Fruit-Picking=Fruchternte) und hat ca. 10 Dollar die Stunde gemacht mit Weintrauben ernten. Auch nicht grad viel und für australische Verhältnisse schlecht bezahlt, aber immerhin.

Wir haben vor, vorrausgesetzt wir bekommen einen „Ernte-Job“ die nächsten 8-9 Wochen noch hier zu bleiben und etwas Geld zu verdienen, ehe wir die Reise fortsetzen können. Die Bilder werden demnach jetzt erstmal etwas weniger werden und auch die Beiträge, denn soviel zu berichten gibt’s hier nicht. Bei Gelegenheit mache ich mal ein paar Fotos von der Arbeit und dem Hostel und lade sie noch hoch. Der Beitrag über Adelaide fehlt natürlich auch noch und kommt die nächsten Tage.

So, das erstmal an News von uns.