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Eungella NP, Fraser Island – Central Queensland Teil 2

Die letzte Etappe unserer Reise vor der Rückkehr nach Brisbane brachte uns zunächst in den Eungella NP, in dem wir eine schöne Phyton bewundern konnten sowie nochmal ausgiebig Schnabeltiere beobachten. Der Nationalpark war wirklich schön und in jeglicher Hinsicht nochmals ein Highlight auf unserer Reise. So genossen wir nochmals Kookaburras (die sich auf unserem Landcruiser niederließen) und Wasserfälle und auch Goannas sahen wir nochmal.

Als nächstes fuhren wir nach Bundaberg um die Rumfabrik dort zu besichtigen. Inzwischen ist der Bundaberg Rum zu einem der besten in der Welt prämiert worden und wir schauten uns die Fabrik bei einer Tour an, die uns allerlei Wissenswertes vermittelte.

Dann kamen wir nach Herve Bay, das Tor zu Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Da wir unserem Troopie kein Salzwasser antun wollten, mieteten wir uns ein 4WD für die Insel und erkundeten diese an 3 Tagen. Wir besichtigten das Wrack des Passagierschiffs Maheno, welches 1935 auf Fraser Island strandete. Wir schauten uns die Inlandsseen an, besonders schön war der Lake McKenzie, mit kristallklarem Wasser und weißem Sand (auf einem Bild sitze ich an dessen Ufer und habe die Füße im Wasser – aufgrund der Klarheit kaum zu sehen). Wir übernachteten am Strand, wurden nachts von Dingos besucht und sahen nochmals viele Meeresbewohner vom Indian Head aus. Was die Insel besonders machte neben dem 75Mile-Beach, dessen Strand als Straße genutzt wurde, waren vor allem die 4WD-Tracks (speziell im Inland und an den Ausfahrten zum Strand), die wirklich Spaß machten, vor allem, da wir uns keinen Kopf um das Auto zu machen brauchten. Unser Mietauto war ein LandRover, in dessen Innerem wir auch die zweite Nacht verbrachten, da es zu kalt war und wir auf weiteren Dingobesuch verzichten konnten. Wir sahen nochmals Goannas sowie einen schönen Mondaufgang und den Übergang der Wüste zum Meer (See).

Nach unserem Trip auf die Sandinsel hier es endgültig „Das Ende rückt näher“, es waren nur noch wenige KM bis Brisbane. Wir schauten noch im nahegelegenen Noosa-NP vorbei und dann waren wir quasi auch schon wieder zurück und hatten unsere „Runde“ nach ca. 45.150km beendet.
Hier die Bilder der letzten Etappe:


Central Queensland – der tropische Teil Australiens

Lang hat es gedauert bis mal wieder Bilder von uns kommen, aber nun ist es soweit. Nach dem Abenteuer Cairns ging es für uns zurück Richtung Brisbane. Auf uns wartete die letzte Etappe mit ca. 3 Wochen Länge und den letzten Nationalparks, den letztem Lagerfeuer, den letzten Tauchgängen, letzten Schnabeltieren, Koalas und vielem mehr. Das überraschend Positive an der Etappe waren die vielen Tiere, die wir zu Gesicht bekommen haben.

Nach Cairns ging es an einen der schönsten Strände Australiens, den Mission Beach, im Gegensatz zu vielen anderen Touristenzielen ist diese kleine Ortschaft noch recht einsam. Außer wenigen Backpackern und ein paar Einheimischen waren dort nicht viele anzutreffen. Dort haben wir dann ein paar Kokosnüsse gesammelt und mitgenommen, geknackt haben wir sie später, die letzte erst am 02.09.2013.

Nach dem Mission Beach ging es für uns zu den wunderschönen Wallaman-Falls, die für uns zu den schönsten Australien gehören und auf jeden Fall die höchsten auf dem Kontinent sind, mit imposanten 268 Metern, welche sie in die Tiefe fallen. Der Weg zum Fuße der Fälle war nicht leicht, aber hat sich ebenfalls gelohnt. Einfach Wahnsinn die Fälle. Auf unserem Weg raus aus dem Nationalpark hatten wir Glück und sahen nochmal einen Cassowarie, die ja wirklich selten sind :). Dieser flüchtet auch nicht, sondern setzte sich an den Straßenrand und ruhte sich aus. 🙂

Am nächsten Tag ging es schon auf Magnetic Island, eine Insel in der Nähe von Townsville. Dort liehen wir uns ein Auto aus, eine Art Plastik-Cabrio, das aber Spaß machte und erkundeten die Insel. Zu sehen bekamen wir ein paar Koalas, das Besondere, einer davon hatte einen kleinen Baby-Koala bei sich, was unglaublich süß war. Auch die Strände der Insel und die Weitblicke waren echt sehenswert. Ein schöner Tag für uns.

Tags darauf nahmen wir unser letzten Bad in einem Fluß, dem Alligator Creek im Bowling Green Bay NP, dort machten wir dann noch ein schönes Picknick und sahen sehr zutrauliche Kookaburras, die unter Anderem auch ein paar Würste vom BBQ der Australier klauten.

Im Fortgang unserer Reise in den Süden kamen wir nach Airlie Beach, das Tor zu den Whitsunday Islands, welche nach dem Whitsunday (Pfingstsonntag) benannt sind, an dem James Cook diese entdeckte. Wir buchten dort eine Tour mit dem Boot raus zu einer der Inseln und mit der Möglichkeit nochmals zu tauchen, weil es uns sogut gefallen hatte. Das besondere an dem Trip war aber am Ende eigentlich viel mehr die Sichtung vieler Wale unterwegs und das wir diese springen sahen. Absolut einmalig und für uns sozusagen als Bonus. Das Tauchen war ok, aber die Sicht ist leider nicht wie am Barrier Riff gewesen und da wir eine Tagestour hatten, war auch alles etwas hektisch, dennoch schön und lohnenswert. Die Wale haben wir leider auch nur aus großer Entfernung springen sehen, so dass die Fotos nicht so nah sind.

Hier mal die Bilder der letzten Etappe – Teil 1:


Tauchen am Great Barrier Reef

Bevor unser vorletztes Abenteuer startete verbrachten wir nochmals einen Tag bei Ross und fuhren nochmal an den Daintree-River, weil das Ticket eine zweite Tour beinhaltete, welche beim ersten Mal terminlich nicht zu schaffen war. Diese war aber leider nicht mehr so schön wie die erste und auch der Besuch der Mossman-Gorge im Anschluss barg eine Enttäuschung, da diese inzwischen Geld kostete (vor 4 Jahren noch problemlos kostenlos erreichbar). Aus Protest und Geldmangel entschieden wir uns dann gegen den Besuch und schauten nach vorn auf die kommenden Ereignissen.

Es wartete nun nämlich unser Tauchkurs, bzw. Katjas auf dem Plan. Ich hatte meinen 2009 bereits beim Cairns Dive Centre gemacht und ihr dieses daraufhin empfohlen. Nach 2 Tagen Theorie ging es für uns beide 3 Tage auf ein Boot, welches draußen am Great Barrier Reef lag und immer mal die einzelnen Riffe wechselte (das gesamte Riff besteht ja aus vielen einzelnen kleineren Gebieten, die ebenfalls Riffe genannt werden und alle andere Namen haben). Katja absolvierte erfolgreich ihren „Open Water Diver“ und im Anschluss daran auch noch eine Erweiterung, zum „fortgeschrittenen“ Taucher (Tauchen somit bis 30, nicht mehr nur bis 18 Meter möglich). Ihr Kurs beinhaltete 9 Tauchgänge, davon einen Nachttauchgang, einen Tieftauchgang und einen Navigationstauchgang und mein Aufenthalt auf dem Boot 10 freie Tauchgänge, wovon ebenfalls 2 Nachttauchgänge waren. Dies klingt aufregend, ist es auch, aber wirklich sehr viel sehen tut man nicht. Trotzdem beeindruckend, am Meisten das Boot von unten (beleuchtet und grün schimmernd) zu sehen, die Sterne, wenn man an der Oberfläche zurückschwimmt und die dunkle Unterwasserwelt in der Tiefe um sich herum zu sehen, Wenn man Glück hatte, sah man mal eine schlafende Schildkröte oder ein (Jagd-)Fisch kam und schnappte sich einfach einen gerade vom Schein der Taschenlampe angestrahlten Fisch und verspeiste diesen. Was auch sehr interessant war, war die Tatsache, dass das Plankton beim Reiben der Finger nachts im Wasser einen fluoreszierenden Effekt auslöste und es (Glühwürmchenartig) grün leuchtete.

Die Tage auf dem Boot waren wunderschön und in vielerlei Hinsicht erstaunlich. Nachdem Katja ihren Tauchschein hatte und auch „frei“ tauchen konnte, konnten wir endlich ohne Aufsicht beide frei in die Tiefe starten und diese erkunden. Wir schwammen dabeinunter anderem mit einer Schildkröte und sahen wirklich schöne Korallenformationen, Nemos und viele anderen wunderschöne und bunte Fische. Wir genossen die Zeit sehr und ich denke für uns beide war es eine der schönsten und beeindruckendsten Etappen unseres Australienjahres. Ich vermisse das Tauchen inzwischen schon wieder sehr und hoffe, dass es diesmal nicht vier Jahre dauert, bis wir dies wiederholen können.

Hier ein paar Impressionen von unserem Tauchtrip. Wir sahen gaaaaaaaaaanz viele Fische, Haie, Schildkröten, Korallen und andere Meeresungeheuer (hatten allerdings nur für 3 Tauchgänge die Unterwasserkamera)…:


Cairns und Umgebung oder: Krokodile, Regenwald und Palmenstrände:

So, nun noch der fehlende Beitrag aus unserer Zeit in Cairns. Nachdem wir Cape York gemeistert hatten und wieder in der Stadt angekommen waren, machten wir uns auf, meinen damals kennengelernten Freund Ross zu finden, bzw. zu besuchen, nachdem wir seine Adresse zuvor über Google Maps ausmachen konnten. Nach einem herzlichen Wiedersehen und auch der Nachfrage, ob er denn vielleicht Arbeit für uns hätte, da ich damals seinen Zaun für Geld streichen konnte, arbeiteten wir dann beide für zwei Tage als Haushälter, bzw. Hausmeister. Küche aufräumen, Fenster putzen, Dachrinne säubern, Fließen schrubben und Autowaschen gehörte dabei zu den Hauptaufgaben.

Nach ein paar Tagen bei Ross, der auch gerade seine Mama zu Besuch hatte, ging es für uns zum Flughafen nach Cairns, wo wir Katis Eltern erwarteten und abholten. Diese hatten ihren Urlkaub so geplant, dass wir uns für eine Woche hier treffen konnten und gemeinsam die Region erkundeten.

Nach einem Eingewöhnungstag ging es am nächsten Tag in den Daintree Nationalpark und an das dort gelegene Cape Tribulation (Kap der Leiden), an welchem James Cook damals mit seinem Schiff strandete und „notlanden“ musste, um es wieder zu flicken. Auf dem Weg in den Nationalpark sahen wir insgesamt drei ausgewachsene und einen jungen Helmkassuar (Cassowaries), welche relativ selten sind und nur noch hier in Nordqueensland in der Welt vorkommen. Erfreut darüber kamen wir am Cape Tribulation an und verbrachten da einen schönen Tag am Strand sowie im angrenzenden Regenwald. Abends ging es zurück in die Ferienwohnung von Katis Eltern, in deren Nähe wir im Auto schliefen, aber die Annehmlichkeiten wie Strom, Küche und Dusche mit nutzen durften J.

Tags darauf gingen wir nach Cairns und buchten einen Tag am Great Barrier Reef, welches ca. 40-60km von der Küste Cairns enfernt „draußen“ lag und welches für jeden Australienbesucher ein Muss sein sollte. Den restlichen Tag schauten wir uns dann noch Cairns an.

Den nächsten Tag folgte das nächste Highlight dieser Woche, eine Tour mit der historischen Eisenbahn nach Kuranda (einen Ort in der Nähe von Cairns in den Bergen gelegen) und anschließender Fahrt mit der Seilbahn über den Regenwald zurück nach Cairns. Beides war wirklich schön und interessant, das Wetter, was bisher recht durchwachsen war, spielte dabei auch mit. Die Zugfahrt war sehr abwechslkungsreich, führte durch noch handgegrabene Tunnel, vobei an einem Wasserfall und hielt direkt an einem schönen Lookout auf einen weiteren (Barron Falls). Nach einem Bummel durch die kleine Stadt Kuranda ging es mit der Seilbahn (Skyrail) dann wieder hinunter ins Tal. Die Seilbahn schwebt dabei teilweise extrem dicht über den Wipfeln des Regenwaldes um Cairns, was wirklich imposant und sehr schön war, ebenso wie der Blick auf die Küste.

Tags darauf ging es mit dem Auto ins umliegende Tableland, welches ein wenig an das Alpenvorland erinnert, sehr grün ist und aufgrund der höheren Lage oft neblig und regnerisch. Wir hatten aber Glück und es war oft sonnig an dem Tag. Wir schauten uns zwei Kraterseen an, sowie einen erloschenen uralten Vulkankrater. In einem der Seen konnten wir auch frischwasser-Schildkröten beobachten. Danach schauten wir uns ein paar der vielen im Tableland vorhandenen Wasserfälle an. Am schönsten (für viele sogar ein paar der schönsten Australiens) waren dabei wahrscheinlich die Milla-Milla-Falls, die aber auch touristisch entsprechend besucht waren. Am Ende der Schleife fuhren wir wieder zurück nach Cairns.

Am folgenden Tag fuhren wir auch aufgrund meines Wunsches nochmals Richtung Daintree und machten eine Krokodil-Flussfahrt, welche ebenfalls sehr schön war. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand nahe Cairns, da das Wetter richtig schön wurde und wir waren dann auch das erste Mal seit unserer Rückkehr an die Ostküste wieder im Pazifik baden. Das Ende meines Geburtstages rundeten wir dann mit einem schönen, reichhaltigem australischem BBQ ab, bei dem es viele Leckereien gab :P.

Der nächste Tag war der Tag am Great-Barrier-Reef und bedeutete frühes Aufstehen, Fahrt in die Stadt, Fahrt mit dem Katamaran raus ans Riff und dann Schnorcheln an dem selben. Anfangs sah es noch sehr bewölkt aus und sogar nach Regen, aber nach einer Stunde am Riff zog es plötzlich auf unds wurde sonnig. Die Unterwasserwelt hier wieder zusehen war für mich wirklich ein tolles Gefühl und ich denke auch allen anderen hat es super gefallen. So sahen wir Korallen, viele bunte Fische und auch eine Meeresschildkröte. Alles in Allem auch wieder ein schöner und toller Tag in und um Cairns. Leider war es auch schon der letzte Tag für Katis Eltern und so hieß es dann am Folgetag Abschied nehmen, da der Flieger nach Hause rief. Ein bisschen war es auch schon für uns wie der Abschied. Hier die Bilder der Tage:


Port Hedland nach Broome (inkl. 80-Mile-Beach):

Unsere nächste Etappe nach der Pilbara führte und an die Küste zur Hafenstadt Port Hedland, in der das Erz der Region auf die Frachter geladen und nach Asien verschifft wird. Die Stadt selbst war für uns nur „Auftankstation“ und meines Erachtens auch nicht sehr schön. Überall war ein roter Schleier auf den Gehwegen und Gebäuden, man hörte immer Industrielärm, es kamen einem unentwegt Minenfahrzeuge und Roadtrains entgegen und die Stadt schien nie zu schlafen. Neben der Rolle als Endstation für das Eisenerz spielt die Stadt auch als Salzgewinnungsort eine Rolle und so ist der riesige Salzberg am Ortseingang unübersehbar.

Entsprechend schnell fuhren wir dann auch weiter, nun entlang der „Küste“ (die leider ausschließlich 10-15km entfernt vom Highway entlangführte) nach Broome. Einziges Highlight der 640km-Strecke, war der 80-Mile-Beach, der eigentlich wesentlich länger als 80 Meilen ist. Trotz der enormen Länge ist er kaum zugänglich und es fanden sich nur wenige Stichstraßen zum Strand. Das Wetter war zu der Zeit leider auch nicht so schön und so sind auch die „Strand-Bilder“ nicht von blauem Himmel gekennzeichnet. Aufgrund des enormen Gezeitenunterschieds von bis zu 15 Metern an der Nordküste, ist das Meer bei Ebbe unwahrscheinlich weit „draußen“. Was es viel gab, waren Muscheln. Diese hat Katja dann auch mit viel Spaß und Leidenschaft in Mengen gesammelt :). Tierisches Highlight war eine Seeschlange, welche die Flut bei Nacht an den Strand spülte und die ein Australier mutig mit einem Stock ins Meer zurückbeförderte sowie ein Krebs, welcher sich eine der schönsten Muschen am Strand gesichert hatte und sein zu Hause davonrennend vor uns in Sicherheit zu bringen versuchte.

In Broome angekommen, kümmerten wir uns, wie zuletzt schon angedeutet um unser größeres mechanisches Problem am Auto und machten einen (bereits vor dem Preisschock gebuchten) Kamelritt am Cable-Beach zum Sonnenuntergang mit, welcher für uns beide ein schönes und unvergessliches Highlight war. Den Abend zuvor, waren wir schon als Zuschauer anwesend und konnten ein paar schöne Bilder machen. Die Stadt erschien uns trotz des mechanischen Dilemmas, wie eine Oase nach der langen (etwas monotonen) Fahrt zuvor. Nicht zuletzt auch weil das Wetter langsam besser wurde. Der Strand und die Palmen waren ein kleiner Seelentröster, bevor es weiter Richtung der gefürchteten „Gibb-River-Road“ ging, wo mehr als 500km Gravel-Road, aber auch die wunderschönen Kimberleys auf uns warten sollten.


Die Pilbara – Karijini und Millstream Chichester Nationalpark:

Nach unserem Abenteuer am Ningaloo Reef, fuhren wir zum kleinen Minenstädchen „Tom Price“, benannt nach einem sehr engagierten Arbeiter in den 60iger Jahren dort. Tom Price war für uns nur Versorgungsstation und Ausgangspunkt für unseren Trip in den Karijini Nationalpark. Dieser liegt ebenso, wie die Stadt selber und der weiter nördlich gelegene Millstream Chichester NP in der Pilbara. Die das rote Zentrum WEST-Australiens bildet. Rot, wegen der extrem roten Erde und des damit verbundenen Eisenoxid-Reichtums. Eisenerz wird in der Region auch in Massen abgebaut und gibt als das rote Gold Westaustraliens.

Der Karijini NP ist vor Allem durch die Schluchten, die verschiedene Flüsse in die Hammersley Range gefressen haben bekannt. So besuchten wir ebenfalls drei davon. In jeder konnte man in glasklarem, frischem, aber nicht zu kaltem Wasser (zum Teil sogar ohne Hose ;)) baden. Aufgrund seiner etwas abgeschiedeneren Lage war der NP auch nicht so überfüllt und wirklich zum Genießen.

Der Pool in der Weano Gorge war spektakulär anzusehen und zu erreichen nur durch zum Teil aufwendige Aktionen, aufgrund der relativ hohen Wasserstände, waren manche Bereiche nur schwimmend ereichbar, bzw. musste man sich am Rand entlang hangeln. Auf den Fotos ist das nicht so erkennbar, aber es war aufregend und einprägsam. Auf einem Schild kann man in dem Riesenpool am Rand eine Eisenstange erkennen mit ein paar Felsstufen, die direkt neben dem Wasserfall lagen und zu überwinden waren, um dahin zu gelangen.

Auch die Hammersley Gorge war wunderschön und bot auf mehreren Terassen Pools, welche tolles, klares Wasser führten. Auch wenns komisch klingt seit langem der erste Stop für uns, an dem wir mal etwas mehr Zeit verbrachten und etwas relaxten.

Ich glaube für mich nach meinem zweiten Besuch und nach Katis erstem, können wir beide sicher behaupten, dass es Australiens schönster Nationalpark ist, wenngleich andere ähnlich schön sind und jeder auf seine Art und Weise reizvoll ist. Aber mit seinen abenteuerlichen Schluchten, tollen landschaftlichen Kontrasten, romantischen Wasserfällen, wundervollen Badepools und tollen Lookouts (und fliegenfrei) ist er wirklich etwas Besonderes.

Die gesamte Pilbara-Region ist nicht nur geprähgt von rotem Staub, den wir auch zur Genüge genießen durften, sondern ebenso durch die kuschelweich erscheinenden Grasbüschel überall. Das Gras nennt sich Spinifex und ist alles andere als weich. Im Gegenteil, es ist nadelscharf und hart, baarfuß durchlaufen ist allenfalls etwas für indische Fakire.

Vom Karijini Nationalpark kamen wir auf einer Privatstraße der inengesellschaft neben der zugehörigen Eisenbahnlinie zum nächsten Nationalpark, dem Millstream Chichester. Auf der Strecke sahen wir dann auch die vollbeladenen (und leeren) Züge mit jeweils ca. 220 Wagons, gefüllt mit Eisenerz, welches aus der Pilbara an die Küste nach Port Hedland gebracht und anschließend nach Asien verschifft wird. Meist gezogen von 3 Loks mit jeweils 6.000PS sind diese ca. 2km langen Züge wirklich beeindruckend. Einen Rekord gab es im Jahre 2001, als 682 Wagons gezogen von 8 Loks (mit einer Länge von 7km) nach Port Hedland einfuhren.

Der Millstream Chichester NP ist eine kleine Oase in der Pilbara und bietet am Fortescue River erste Palmen auf dem Weg nach Norden und entlang einer alten Pionierfarm (jetzt Besucherzentrum) einen tollen Rundweg durch idyllisches Grün und kleine Nebenbächlein.

Für uns war es eine schöne Etappe, auch wenn die Straßen im Karijini teilweise und auch zum Millstream Chichester vollständig ungeteert und teilweise in schlechte Zustand waren.

Ein paar Bilder der Pilbara kommen hier:


Outback (Kennedy Ranges NP und Mount Augustus NP) und Cape Range Halbinsel:

Diesmal hat es leider etwas gedauert bis wir diesen Eintrag erstellen konnten. Zum Einen lag es daran, dass die darauf folgende Etappe sehr fordernd (zeitmäßig vor Allem) war, zum Anderen daran, dass wir die letzten Tage auch kein Internet hatten.

Nun kurz die Gegebenheiten. Nach der Peron Halbinsel ging es für uns weiter Richtung Landesinnere, zum „größten alleinstehenden Felsen der Welt“, dem Mount Augustus. Diese Fahrt ins Outback bedeutete einen gewollten „Umweg“ von ca. 1000km, wobei ca. 700 davon Gravel-Road (ungeteert) waren. Erster Stop zur Vorbereitung war die Stadt Carnarvon an der Küste, welche für ihre süßen, eher kleinen Bananen bekannt ist. Danach fuhren wir abends erwartungsvoll in den nicht ganz so weit entfernten Kennedy Range NP, allerdings war dieser dann fahrttechnisch doch weiter entlegen, als erwartet, wodurch wir die letzten 30km im Dunkeln zurücklegen mussten (in Australien nicht empfehlenswert, aufgrund der meist nachtaktiven Tierwelt und oft amngelnden Beschilderung). Zu unserer negativen Überraschung kostete der Campground dann auch noch Geld, wobei dieser nach meinen Erinnerungen von 2009 einer der wenigen Nationalparks (offiziell zumindest) in Australien war, der bis dahin kostenfrei war. Naja, die Zeiten ändern sich… So kommt mir persönlich der Großteil des Landes inzwischen wesentlich touristischer vor, als noch vor vier Jahren.

Dennoch war es ein schöner Abend auf der Campsite und auch der Aufstieg auf die „Abbruchkante“ der Ranges am folgenden Morgen war wirklich schön. Nach diesem kleinen Abstecher fuhren wir dann weiter zum eigentlichen Ziel, dem Mount Augustus und gleichnamigem Nationalpark.

Nach langer Fahrt kamen wir am späten Nachmittag dort an und waren nicht allein. Mit uns versammelten sich dort gefühlte Millionen von Buschfliegen. Mit Fliegennetz ließ es sich dann aber doch einigermaßen aushalten. Der Lookout mit Blick auf den größten Felsen der Welt, welcher mehr als doppelt so groß (717m) wie der Ayers Rock (348m) und mit 14km Länge und 7km Breite wirklich beeindruckend ist, bot uns schöne Blicke zum Sonnenuntergang. Außerdem diente er uns als „kostenfreier“ Schlafplatzmit einem tollen Sternenhimmel und zig Sternschnuppen.

Am nächsten Morgen machten wir noch eine Wanderung und erkundeten umliegende Besonderheiten der Gegend, darunter auch Aboriginie-Felskunststätten. Was man von diesen halten möchte, bleibt jedem selber und seiner Fantasie überlassen. Nach dem alles in Allem durchaus interessanten Ausflug ins Outback, fuhren wir dann wieder zurück nach Carnarvon.

Von dort aus brachen wir am Tag darauf zur Cape Range Halbinsel auf. Bekannter durch die Orte Coral Bay, Exmouth oder deren gemeinsame Hauptattraktion, das „Ningaloo Reef“, die Westaustralische Antwort auf das Great Barrier Reef. Nach einer Glasbodenbootstour in Coral Bay und dem Preisschock in nahezu allem Kategorien (eine Waleshark-Tour (Schwimmen mit Walhaien) = 385 Dollar pro Person, Diesel mehr als 1,70 pro Liter (sonst eher um die 1,40-1,55)) fuhren wir weiter Richtung Exmouth und Cape Range NP.

In Exmouth selber übernachteten wir lediglich (in der Nähe im Costal Park), ehe wir tags darauf in den Cape Range Nationalpark aufbrachen. Dieser bietet den besten Zugang zum Ningaloo Reef und tolle Schnorchelstrände und /-möglichkeiten. So verbrachten wir nahezu den ganzen Tag dort und schnorchelten mit den Fischen zwischen den Korallen. Ich muss sagen, dass es wirklich klasse war und nicht viel Unterschied zum Great Barrier Reef hat. Leider haben wir keine Unterwasserkamera, so dass es keine Fotos davon gibt :(. Aber wir sind beide (alles in Strandnähe wohlgemerkt) beispielsweise bestimmt ganze 10-15 Minuten mit einer Wasserschildkröte geschwommen und konnten diese aus nächster Nähe beobachten (ließ sich gar nicht stören), ich hab einen (ungefährlichen!!!) Riffhai (ca. 1,10m lang, in ca. 5-7Meter Entfernung) gesehen, der dann wegschwamm, einen Oktopus (Körpergröße ca. 30cm) sowie kleinere Rochen haben wir ebenfalls erspähen können. Außerdem natürlich wirklich extrem viele, in allen Regenbogenfarben vertretene Fische, in nahezu jeder Größenordnung und lebende Riesenmuscheln (Miesmuscheln??). Beeindruckend war auch, als wir uns in Mitten eines Schwarmes gelbweißer Fische mit einer jeweiligen Größe von ca. 20cm wiederfanden, weit mehr als 100 Fische waren gleichzeitig um uns herum. Das Schnorcheln an diesem und dem nächstem Tag war wirklich beeindruckend und wunderschön.

Am Tag darauf erkundeten wir außerdem eine im Nationalpark gelegene Schlucht und entdeckten ca. 6-7 seltene Schwarzfuß-Felskängurus. Leider sind die Fotos zum Großteil nicht so scharf, da es sehr früh am Morgen und dazu bewölkt war, die Lichtverhältnisse waren dementsprechend schlecht, was in sehr hoher ISO und folgender Unschärfe resultierte.

Dennoch beeindruckend anzusehen und erstaunlich, wie sich diese Beuteltiere lediglich springend auf den steilen Felsen dennoch elegant fortbewegen. Danach ging es nochmals Schnorcheln, ehe wir zu unserer nächsten Etappe aufbrachen. Unterwegs konnten wir (typisch für die Region) häufig Greifvögel am Straßenrand beobachten (meist Keilschwanzadler, Australiens größter Raubvogel mit bis zu 2,50 Meter Spannweite oder Falken und Milane) und fotografieren :).

Hier wieder ein paar farbliche Eindrücke dieser Etappe: