Don't dream it, be it!

Die Pilbara – Karijini und Millstream Chichester Nationalpark:

Nach unserem Abenteuer am Ningaloo Reef, fuhren wir zum kleinen Minenstädchen „Tom Price“, benannt nach einem sehr engagierten Arbeiter in den 60iger Jahren dort. Tom Price war für uns nur Versorgungsstation und Ausgangspunkt für unseren Trip in den Karijini Nationalpark. Dieser liegt ebenso, wie die Stadt selber und der weiter nördlich gelegene Millstream Chichester NP in der Pilbara. Die das rote Zentrum WEST-Australiens bildet. Rot, wegen der extrem roten Erde und des damit verbundenen Eisenoxid-Reichtums. Eisenerz wird in der Region auch in Massen abgebaut und gibt als das rote Gold Westaustraliens.

Der Karijini NP ist vor Allem durch die Schluchten, die verschiedene Flüsse in die Hammersley Range gefressen haben bekannt. So besuchten wir ebenfalls drei davon. In jeder konnte man in glasklarem, frischem, aber nicht zu kaltem Wasser (zum Teil sogar ohne Hose ;)) baden. Aufgrund seiner etwas abgeschiedeneren Lage war der NP auch nicht so überfüllt und wirklich zum Genießen.

Der Pool in der Weano Gorge war spektakulär anzusehen und zu erreichen nur durch zum Teil aufwendige Aktionen, aufgrund der relativ hohen Wasserstände, waren manche Bereiche nur schwimmend ereichbar, bzw. musste man sich am Rand entlang hangeln. Auf den Fotos ist das nicht so erkennbar, aber es war aufregend und einprägsam. Auf einem Schild kann man in dem Riesenpool am Rand eine Eisenstange erkennen mit ein paar Felsstufen, die direkt neben dem Wasserfall lagen und zu überwinden waren, um dahin zu gelangen.

Auch die Hammersley Gorge war wunderschön und bot auf mehreren Terassen Pools, welche tolles, klares Wasser führten. Auch wenns komisch klingt seit langem der erste Stop für uns, an dem wir mal etwas mehr Zeit verbrachten und etwas relaxten.

Ich glaube für mich nach meinem zweiten Besuch und nach Katis erstem, können wir beide sicher behaupten, dass es Australiens schönster Nationalpark ist, wenngleich andere ähnlich schön sind und jeder auf seine Art und Weise reizvoll ist. Aber mit seinen abenteuerlichen Schluchten, tollen landschaftlichen Kontrasten, romantischen Wasserfällen, wundervollen Badepools und tollen Lookouts (und fliegenfrei) ist er wirklich etwas Besonderes.

Die gesamte Pilbara-Region ist nicht nur geprähgt von rotem Staub, den wir auch zur Genüge genießen durften, sondern ebenso durch die kuschelweich erscheinenden Grasbüschel überall. Das Gras nennt sich Spinifex und ist alles andere als weich. Im Gegenteil, es ist nadelscharf und hart, baarfuß durchlaufen ist allenfalls etwas für indische Fakire.

Vom Karijini Nationalpark kamen wir auf einer Privatstraße der inengesellschaft neben der zugehörigen Eisenbahnlinie zum nächsten Nationalpark, dem Millstream Chichester. Auf der Strecke sahen wir dann auch die vollbeladenen (und leeren) Züge mit jeweils ca. 220 Wagons, gefüllt mit Eisenerz, welches aus der Pilbara an die Küste nach Port Hedland gebracht und anschließend nach Asien verschifft wird. Meist gezogen von 3 Loks mit jeweils 6.000PS sind diese ca. 2km langen Züge wirklich beeindruckend. Einen Rekord gab es im Jahre 2001, als 682 Wagons gezogen von 8 Loks (mit einer Länge von 7km) nach Port Hedland einfuhren.

Der Millstream Chichester NP ist eine kleine Oase in der Pilbara und bietet am Fortescue River erste Palmen auf dem Weg nach Norden und entlang einer alten Pionierfarm (jetzt Besucherzentrum) einen tollen Rundweg durch idyllisches Grün und kleine Nebenbächlein.

Für uns war es eine schöne Etappe, auch wenn die Straßen im Karijini teilweise und auch zum Millstream Chichester vollständig ungeteert und teilweise in schlechte Zustand waren.

Ein paar Bilder der Pilbara kommen hier:

2 Antworten

  1. Hallo Ihr Zwei,
    ja vielen Dank für diese Bilder.
    Hier passt ja wieder einmal alles. Tolle Aufnahmen von der
    Landschaft, den Tieren, den Blumen und Gräsern nicht vergessen den Vogelbildern.
    Man sieht hier wie Ihr Beide die Natur so richtig genossen habt.
    Siehe Badebilder.
    Eigentlich könnte man zu jedem Bild etwas sagen. Ich glaube diese Gegend ist in Wirklichkeit noch schöner als die Fotos es zeigen. Ihr setzt die Bilder auch wunderschön in Szene.
    Viel Spaß für die Nächsten bis bald.
    Mutti und Paps

    18. Mai 2013 um 18:02

  2. Heike

    Diesen Nationalpark mit der extrem roten Erde finde ich gigantisch, man könnte denken, ihr seid auf einem anderen Planet. Die Aufnahmen sind einmalig!!! Da wirst du wohl doch paar Kalender über Australien machen müssen, wenn du wieder zu hause bist. Besser würde es ein Profi-Fotograf auch nicht hinbekommen. Außerdem wäre es viel zu schade, wenn die Bilder in deinem Archiv so vor sich hin lümmeln würden.
    Euer „privater Pool“ lädt ja förmlich zum Baden ein, da bekommt man auch gleich richtig Lust zum Hineinspringen. Leider sind bei uns die Temperaturen noch nicht so rosig zum Baden. Es sei denn, man gehört zu der Truppe der „Abgehärteten“. (Ich gehöre da leider nicht dazu). Na dann, auf weitere Abenteuer!!!
    LG Heike

    20. Mai 2013 um 10:30

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s